Großer Kugel-Grilltest

Kugelgrill-Test von Smokey (mybbq.net) und Meisterhein

mit freundlicher Genehmigung von Smokey!

Der Kugelgrill-Test beginnt. Am 4.7.20087 trafen sich ein paar testwillige Griller unter der Leitung von meisterhein und Smokey in Hagenburg, um zunächst den Zusammenbau der Testkandidaten durchzuführen und zu bewerten. Hier erst mal ein paar Eindrücke. Die Einzelbewertungen folgen in Kürze, nämlich nach Auswertung der umfangreichen Frage- und Bewertungsbögen, die meisterhein selbstlos erstellt hat.

Zusammenbau des ersten Grills (König)

Zusammenbau des zweiten Grills:

Zusammenbau des dritten Grills:

Die Weberkugel ist zum Glück weitestgehend vormontiert:

Alle Kandidaten zusammengebaut:

Alle Kandidaten in einer Reihe, Größenvergleich mit der Wanne:

Die Kandidaten im einzelnen. Der Weber One Touch Gold:

Der Outdoorchef Easy Charcoal 570:

Der Dancook 1400:

Der Landmann 31315:

Der König Kings Kettle 570:

…und der altbekannte Old Smokey Giant 22″

Die Kandidaten noch einmal im Überblick, im Hintergrund der Char-Griller SuperPro, der als Vergleichsgerät zu den Kugelgrills mitläuft (nur Grillverhalten und Handling).

Leider ist der CADAC Neoway, der unbedingt mitgetestet werden sollte, nicht geliefert worden. Sollte dieser nachgeliefert werden, erfolgt eine Nachtestung durch meisterhein und mich zu den bekannten Testbedingungen.
Schon an dieser Stelle geht unser Dank an die Firmen, die uns die Grills kostenfrei für die Testdurchführung zur Verfügung gestellt haben. Unsere Grill-Lieferanten für den Test sind:

Fabi Holz GmbH, 14776 Brandenburg (Forumsmitglied Fabi-Outdoor)
Dancook (DK)

Barbequer.de Stefan Jendrass (Forumsmitglied BBQer)
Outdoorchef (CH)
Weber (USA)

Landmann-Peiga, Osterholz-Scharmbeck
Landmann (D)

BBQ-Scout GmbH (Forumsmitglied TB)
Old Smokey (USA)

Koenig Apparate AG, Zürich, Schweiz
Koenig (CH)

Kommentar zum Weber One Touch Gold

1. Eindruck
Saubere durchdachte, ordentliche, gut durchdachte Verpackung. Dennoch konnte selbst durch diese gute Verpackung ein Transportschaden nicht verhindert werden. Das vordere Standbein ist stark eingedrückt und verbogen.

Der Aufbau konnte intuitiv ohne Anleitung durchgeführt werden, da der Grill größtenteils vormontiert ist. Dauer ca. 30 Minuten. Einzig für das Aufschlagen der Sprengringe, die die Räder halten, ist ein Hammer erforderlich.

Ebenfalls kraftaufwändig ist das Montieren der Standbeine, da diese durch eine Verquetschung gehalten werden.

Der Weber präsentiert sich in klassisch schlichter Eleganz. Wirkt durch den grossen Aschetopf eher wuchtig.

2. Ausstattung und besondere Merkmale

Sehr gute Emaillierung, wenig Dellen und Einschlüsse. Deckel und Kugel sind sehr massiv und stabil, lassen aber eine gute Passgenauigkeit vermissen. Aufgesetzt ist die Kugel auf einer eher dürftigen Beinkonstruktion, die durch Wackeln und unsicheren Stand allen Testern besonders auffiel. Gerade in Anbetracht der hochwertigen und stabilen Kugel ist die Unterkonstruktion sehr dürftig.

Erwähnenswert ist das dreiflügelige Reinigungssystem, das durch mehrfaches hin- und herbewegen die angefallene Asche in den darunterliegenden Aschetopf befördert. Eine saubere und einfache Reinigung ist so möglich. Gleichzeitig ist der Griff des Reinigungssystems für die Luftzufuhrregelung einsetzbar, da die Flügel zugleich die Lüftungsschlitze verschließen kann. Der Aschetopf ist aus Aluminium gefertigt, die Lüftungsflügel aus Edelstahl, das garantiert eine lange Haltbarkeit.

Als Zubehör werden zwei Kohlentrenngitter für den Kohlenrost mitgeliefert. Hinzu kommt eine einzige passende Aluschale (aus Folie).

Der Grillrost ist stabil konstruiert, hat aber etwas dünne Stäbe. Vorteilhaft ist, dass der Rost für das indirekte Grillen zwei klappbare Seiten hat, so dass man das Grillgut beim Nachlegen des Brennstoffs nicht entfernen muss.

Nicht hochwertig wirken die verbauten Nylongriffe. Kunststoff und Hitze passen nicht wirklich zusammen. Schnell kann es passieren, dass man beim Einhängen des heissen Deckels an der Feuerschale einen Griff erwischt und ihn damit zerstört.

Der im Deckel integrierte Lüftungsschieber ist direkt auf den Korpus aufgenietet. Eine Reinigung unter dem Schieber wäre damit nur unter Verwendung eines Ersatzteils in Form von Schraube und Mutter zur Wiederbefestigung möglich.

Die nutzbare Höhe zwischen Rost und Deckelinnenraum beträgt ca. 19cm.

Der Inlandslistenneupreis beträgt 269 €.

Kommentar zum Outdoorchef Easy Charcoal 570

1. Eindruck
Übersichtlich fein säuberlich verpackt. Schrauben sind in einzelnen Mulden verblistert. Roste und Gitter sind in einem Paket verschweisst. Dadurch kein Durcheinanderfliegen beim Transport.

Zum Aufbau sollte man die detaillierte Anleitung zu Hilfe nehmen. Die zu verwendenden Schrauben und Bauteile können den einzelnen Bauabschnitten jeweils per 1:1 Zeichnung zugeordnet werden. Dauer ca. 45 Minuten. Zur Montage benötigt man wenig Werkzeug, Schraubenzieher und Maulschlüssel.

Die Montage der Beine ist sehr stabil, sie werden mit im Fußteil befindlichen Gewinden direkt mit der Kugel von innen verschraubt. Dadurch ergibt sich ein wackelfreier Stand.

Optisch ist der Grill durch die geschweifte Achsaufhängung schon ein hinkucker. Aschetopf und Beinstabilisierung wirken nicht als nötiges Übel, sondern als Designelement.

2. Ausstattung und besondere Merkmale

Sehr gute Emaillierung, kaum Dellen oder Einschlüsse. Deckel und Kugel sind sehr massiv und stabil, glänzen durch ein gleichmässiges Spalltmass. Getragen wird der Grill von sehr massiven Beinen, die wie schon beschrieben exzellent befestigt sind, sodass sich die Unterkonstruktion harmonisch in das Gesamtbild der Kugel einfügt.

Nicht überzeugen konnte die verwendete Technik des patentierten Trichtersystems. Der Rost ist durch zwei umgebogene Roststäbe mit dem Trichtersystem verbunden. Diese sollen beim Drehen das Mitdrehen des Trichters bewirken. Diese Konstruktion lässt noch Wünsche offen. Beim ersten Test bewegte sich der Rost rechtschwerfällig und verlor beim Drehen den Trichter. Nur durch Nachbiegen der Halterungen des Trichters und des Rostes konnte man diese Funktion nutzen.
Trotz der überarbeitungswürdigen Fuktion des Trichtersystems wirkt der Innenraum gut durchdacht.

Reinigung des Grills von Asche ist erst durch Herrausnahme des Trichtersystems möglich. Der Aschetopf ist an einer Zweipunktverspannung eingerastet und erfordert zum ein- und aushängen gute Fingerfertigkeit. Mit dieser Halterung ist auch der untere Lüftungsschieber integriert.

Als Zubehör wird ein Besteckhalter und ein einhängbarer Deckelhalter mitgeliefert. Ein Ablegen im aufrechten Stand fällt dabei sehr positiv ins Auge. Im Deckel ist ein Innenraumthermometer integriert.

Der Grillrost ist stabil konstruiert und emailliert. Er enthält eine große Klappe, die das Nachfüllen von Brennstoffen gut ermöglicht.

Angenehm ist der Deckelgriff aus Holz, der durch seinen groß gewählten Durchmesser besonders auffällt.

Der obere Lüftungsschieber ist direkt auf den Korpus aufgeschraubt. Eine Reinigung unter dem Schieber ist einfach durch Demontage möglich.

Die nutzbare Höhe zwischen Rost und Deckelinnenraum beträgt ca. 17cm.

Der Grill kann auch ohne Trichtersystem wie ein herkömmlicher Kugelgrill betrieben werden. Zum Transport sind die Beine teildemontierbar, fixiert durch eine Flügelschraube, die schnell und einfach zu lösen ist. So kann er auch als niedriger Standgrill genutzt werden, ideal für kleinere Leute, wie z.B. Kinder (nur unter Aufsicht Safety Smokey )

Der Inlandslistenneupreis beträgt 179 €.

Kommentar zum Dancook 1400

1. Eindruck

Ansprechende Verpackung. Hervorragende Verpackung der einzelnen Teile. Voll bebilderte leicht verständliche Anleitung.

Wenige Einzelteile, nichts vormontiert. Einfache Montage. Dauer ca. 30 Minuten. Zur Montage benötigt man wenig Werkzeug, Schraubenzieher und Maulschlüssel.

Die Montage der Beine ist sehr stabil, sie werden mit im Fußteil befindlichen Gewinden direkt mit der Kugel von innen verschraubt. Dadurch ergibt sich ein wackelfreier Stand. Die Räder werden aus zwei Teilen zusammengeschraubt. Eine Aussparung zwischen den Radteilen dient zur Aufnahme eines Gummirings, so dass die Räder nicht auf Kunststoff laufen sondern praktisch gummibereift sind. Das Fahrgeräusch beim Bewegen des Grills wird so minimiert.

Optisch hebt der Dancook sich deutlich von den Mitbewerbern ab. Das schlichte Design besticht durch seine zweifache Fargebung. Deckel hell glänzend und Feuerschale schwarz matt.

2. Ausstattung und besondere Merkmale

Auch durch die verwendeten Materialien fällt der Dancook positiv auf. Die Hauptbestandteile sind sämtlich aus nichtrostendem Material gefertigt, sodass eine Emaillierung unnötig ist. Der Deckel besteht aus Edelstahl. So auch der Deckelgriff, der Lüftungsschieber und die aussenliegenden Bedienelemente. Im Inneren des Deckels ist die aus Alu bestehende Deckelhalterung mit dem Griff verschraubt. Lediglich im Deckelinneren werden verzinkte Schrauben benutzt. Deckel und Kugel sind sehr massiv und stabil, weisen eine hervorragende Passgenauigkeit auf.

Die äußere Feuerschale besteht aus Aluminium und hat im Boden drei nicht regelbare Lüftlöcher. Verschraubt ist ein Edelstahlgriff und die drei von innen ebenfalls verschraubten Beine.

Ein ungewohntes Bild gibt der Brennraum ab. Hier wird eine zweite Edelstahlschale eingelegt, die die ganze untere Aluschale abgedeckt. Sie dient zur Ablage des Feuerrostes und des massiv ausgebildeten Grillrostes. 6mm dicke Stäbe fallen hier besonders ins Auge. Durch die innenliegende Edelstahlschale bekommt der Grill praktisch eine zweite Haut, sodass zwischen Edelstahlschale und Alukessel Luft verbleibt. Über diesen Zwischenraum wird die Luft zur Verbrennung geführt, vorgewärmt und durch 11 in der Edelstahlschale befindlichen Löcher dem Brennstoff zugeführt. Getragen wird der Grill von dünnen Alubeinen, die nicht ganz zur sonst sehr stabilen Ausführung des Grills passen.

Konstruktionsbedingt entfällt ein Aschetopf oder Reinigungssystem. Zum Entsorgen der Asche muss aber nicht der ganze Grill bewegt werden. Es reicht aus die innenliegende Edelstahlschale zun entnehmen und auszuleeren.

Als Standard-Zubehör werden drei Edelstahlhaken mitgeliefert. FABI-OUTDOOR liefert als Bonuszubehör noch zwei hochwertige Kohlenhalter und einen Rostheber, beides aus Edelstahl.

Der Grillrost ist an einem Stück, ohne Klappen. Dadurch, dass der Grillrost so schwer ist, verlagert sich der obere Schwerpunkt des Grills, sodass er komplett bestückt nur mit Vorsicht zu bewegen ist.

Der obere Lüftungsschieber ist aus Edelstahl leicht bedienbar und direkt auf den Korpus aufgeschraubt. Eine Reinigung unter dem Schieber ist einfach durch Demontage möglich.

Die nutzbare Höhe zwischen Rost und Deckelinnenraum beträgt ca. 14cm.

Der Inlandslistenneupreis beträgt 249 € incl. des sehr brauchbaren Zubehörs (Preis von Fabi-Outdoor).

Kommentar zum Landmann 31315

1. Eindruck

Odentlich verpackt, kein Bruch. Lediglich das Ablageblech war ein wenig verbogen. Das stellte aber kein Problem dar, weil es gut in Form gebogen werden konnte.
Einfacher Aufbau. Grösstenteils vormontiert. Dauer ca. 25 Minuten. Zur Montage benötigt man wenig Werkzeug, Schraubenzieher und Maulschlüssel.

Die Montage der Beine ist nur unter grossem Kraftaufwand zu bewältigen, da sie in einer Quetschmuffe am Grillkessel gehalten werden. Dadurch erhalten die Beine aber einen festeren Stand, so dass der Grill nicht viel wackelt.

Optisch kann der Landmann überzeugen. Die meisten Bauteile sind in schwarz gehalten und gut verarbeitet. Sogar das Bodenlochblech und die Beine sind schwarz lackiert. Billig wirken die Kunststoffgriffe, die mit einem eingelegten Landmann-Schriftzug versehen sind. Diese halten nicht besonders und fallen bisweilen ab. Kunststoffgriffe am Grill passen auch hier wieder nicht mit Hitze und Feuer zusammen. Das Lüftungsventil im Deckel ist aus Edelstahl und gibt dem Grill den gewissen Pfiff.

2. Ausstattung und besondere Merkmale

Noch gute Emaillierung, ein paar Dellen oder Einschlüsse, insbesondere im innern des Grillkessel fand man nachemaillierte stellen. Deckel und Kugel sind stabil und gewichtig, die Spaltmasse verlaufen unregelmässig, stellen aber keine Funktionsstörung dar. Das Fahrgestell ist solide verarbeitet und befestigt. Auffälligstes Design ist das schwarze Lochblech für den Boden. Positiv, die verschraubten Räder. Für das Aufdrücken der Radkappen benötigt man etwas Fingerspitzengefühl.

Unerwartet in dieser Preisklasse ist das im Deckel befindliche Thermometer. Nur mit der Genauigkeit nimmt es das Thermometer nicht so genau. Während des Betriebs weist es bei unserem Testmodell eine Differenz von ca. 50°C auf. Möglicherweise kann man es nachjustieren, was aber nicht ausgetestet wurde.

Zum Zubehör gehören auch 2 emaillierte Kohleschalen, die einen Wechsel der Kohlen und das Reinigen erheblich erleichtern. Diese sind getragen von einem emaillierten Kohlerost.
Als einzigster Grill im Test wartet Landmann mit einem Edelstahlgrillrost auf, aber nicht klappbar.

Gut durchdacht ist auch das Lüftungssystem im Kessel. Drei Ventile befinden sich im unteren Bereich. Im Innenraum wird ein zuaschen durch einen emaillierten Ascheteller verhindert, der unter dem Kohlenrost in der Kugel aufliegt. Darunter sind dann die Lüftungsventile. Rundherrum ist er mit Zugluftlöchern versehen. Der Ascheteller erleichtert die Entnahme der Brennstoffrückstände sehr.

Der Lüftungsschieber im Deckel ist aus Edelstahl gefertigt und als eingenständiges mehrteiliges Bauteim am Deckel verschraubt. Sehr angenehm wird empfunden, dass der Lüftungsschieber nicht auf der Emaille kratzt.

Die nutzbare Höhe zwischen Rost und Deckelinnenraum beträgt ca. 19cm.

Ermittelter Preis ca. 100,00 Eur.

Kommentar zum König Kings Kettle 570

1. Eindruck

Sehr ordentliche und sichere Verpackung. Selbst der Versand aus der Schweiz und Transport mit Paketdienst konnte dem Inhalt nichts anhaben. Der Karton präsentiert sich in weiss mit schwarzer Schrift und gibt wenig Informationen zu dessen Inhalt.

Mehrsprachige Anleitung. Der Aufbau konnte intuitiv ohne Anleitung durchgeführt werden, da der Grill größtenteils vormontiert ist. Dauer ca. 25 Minuten.

Der König wirkt durch seine an einen Apfel erinnernde Form sehr edel.

2. Ausstattung und besondere Merkmale

Sehr gute Emaillierung, kaum Dellen und Einschlüsse. Deckel und Kugel sind sehr massiv und stabil, passen nicht sehr genau aufeinander und weisen unregelmässige Spaltmasse auf. Gehalten wird die Kugel auf einer guten Beinkonstruktion auf grau lackierten Beinen. Die gewohnte Einsteckmuffe bei Beinbefestigungen wurde durch eine Arretierungsschraube ergänzt. Dadurch erhält der Grill einen stabilen Stand. Die Räder werden mit dem Fahrgestell verschraubt und wirken durch die Kunststoffabdeckkappe eher billig.

Unter dem Kessel wird ein geräumiger Aschetopf an einenem angeschraubten Führungs und Haltemechanismus befestigt. Dieser dient auch zur Zuluftregelung im unteren Bereich. Sehr auffällig dabei die sehr gute Verarbeitung und das leichtgängige einstellen der gewünschten Zuluft. Das Ein- und Aushängen des Topfes erfordert anfänglich etwas Geschicklichkeit, was man aber bald beherrscht.

Zur Reinigung fegt man die Asche in den Topf, was nicht viel Arbeit macht, da der Öffnungsdurchmesser des Topfes sehr groß dimensioniert ist. So verbleibt nur ein schmaler Rand im Kessel, der zu reinigen ist.

Als Zubehör werden zwei Kohlentrenngitter für den Kohlenrost mitgeliefert.

Der Grillrost ist der auffälligste im Test. Sehr schwer und massiv gefertigt. Dabei wurde der Klappmechanismus für 2 seitliche Klappen auch noch berücksichtigt.

Auch der Kohlenrost glänzt durch Verchromung.

Abwertdend wirken die verbauten Kunststoffgriffe. Deren Form ist zwar einmalig und elegant rund geformt. Wirken aber eher billig. Wie Kunststoffgriffe am Grill angesehen werden, muss hier nicht nochmal erläutert werden.

Interessant gelöst ist das obere Lüftungsventil. Das Einstellen der gewünschten Stellung erledigt man mit der durchdachten Griffkombination. Dieser ist durch eine grosse Platte ausreichend vor aufsteigender Hitze geschützt. Auch mit entweichender heisser Luft kommt man nicht in Konflikt.

Die nutzbare Höhe zwischen Rost und Deckelinnenraum beträgt ca. 19cm.

Preisempfehlung 329 CHF ~ 200 Eur.
Billigster ermittelter Preis 246 CHF ~ 155 Eur

Kommentar zum Old Smokey Giant 22″

1. Eindruck

Einfache aber gute Verpackung. Design der Verpackung vermittelt den Inhalt von etwas Besonderem, was sich beim Anheben durch Klappergräusche bemerkbar macht.

Für den Aufbau benötigt man keine Anleitung, die nur in englisch weiterhelfen kann. Dauer 20 Minuten. Werkzeug Schraubenzieher und Maulschlüssel.

Besonders auffällig sein puristisches Design.

2. Ausstattung und besondere Merkmale

Alle Bauteile werden am dünnwandigen aluminiumbeschichtetem Blech verschraubt.
Deckel und Unterteil sind zweckmässig geformt. Haben aber eine gute Passgenauigkeit, das Aufsetzen des Declels wird durch drei seitliche Führungen erleichtert. Die verschraubten Beine verleihen ihm einen sicheren Stand. Räder benötigt ein solches Leichtgewicht nicht.

Gefahrlos anfassen kann man den Old Smokey an den einfachen aber zweckmässigen Holzgriffen.

Lüftungsschieber aus geformten Blechstreifen.

Im Innern schaut man auf einen sehr dünne Rost und ein grob gelöchertes Kohlenblech. Beides auf durchgehenden Schrauben der Befestigung der seitlichen Konstruktion gelagert.

Kein weiteres Zubehör im Lieferumfang.

Glänzen kann der Old Smokey durch seine nutzbare Innenraumhöhe. Er schluckt ganze 29cm im Innenraum zwischen Rost und Deckel. Der Höchste im Test.

Der daraus resultierende Abstand zum Brennstoff verhindert auch eine zu große Hitzestrahlung der Glut, sodass das Grillgut nur in der erwärmten Luft gegarrt werden kann.

Niedrigste Arbeitshöhe im Test.

Preis 99,00 Eur

Jetzt geht es um die Umsetzung der zugeführten Energie.

Jeder Testkandidat wird mit einem Kilogramm Holzkohlebriketts der Fa. Schmitz befeuert.

Gemessen wird die Garrrauminnentemperatur auf Rosthöhe.

Alle Lüftungen stehen auf offen.

Zunächst die Auswertungen der Grafiken in der Reihenfolge wie im Teil 1
Weber One Touch Gold


Outdoorchef Easy Charcoal 570


Dancook 1400


Landmann 31315


König Kings Kettle


Old Smokey


Eindeutiger Testsieger in diesem Kriterium ist der Dancokk 1400. Gefolgt überraschender Weise vom Old Smokey, der trotz dünwandiger Bauweise eine gute Umsetzung des Brennstoffs unter Beweis stellte.
Der direkte Vergleich

Dancook 1400 – Old Smokey


Deutlich zu erkennen die perfekte Umsetzung des Brennstoffs in verwertbare Hitze des Dancooks. Er schlägt alle anderen Grills um Längen.

Deutlich erkennbar bei ca 2h. Ein Temperaturunterschied von fast 100°C.

Bei den anderen Kugelgrills fällt die Differenz noch gravierender aus, wie beim Old Smokey.
Hier im Vergleich zum Outdoorchef

Während der Outdoorchef die 200°C-Grenze nach ca. 45 Minuten schon wieder verlässt, wurde beim erreichen dieser Marke der Test bei Dancook nach knapp 3h abgebrochen. Dieser Unterschied ist mehr als deutlich.
Deswegen verwende ich die mittelmässige Kurve des Landmann zum Vergleich der anderen Grillkugeln.

Landmann – Weber

Landmann – Outdoorchef


Landmann – Koenig


Landmann – Old Smokey

und interessenhalber die in Grillerkreisen am weitesten verbreiteten Kugeln im Vergleich

Weber – Outdoorchef

und nochmal den hier optisch besseren Weber im Vergleich zum Testsieger Dancook 1400
Dancook 1400 – Weber OTG 570


Dieses Ergebnis war für alle Tester mehr als Überraschend.

Hier das Gesamtergebnis des Tests (Summe aus Teil 1 und 2), vorbehaltlich der abschließenden Genehmigung durch Daniel:

Gesamtsieger: Dancook 1400

Eine überzeugende Leistung, solide Verarbeitung, interessante Details, sehr brauchbares Zubehör (nur bei Fabi-Holz im Lieferumfang) und sehr gute Temperaturkonstanz machen den Dancook zum überlegenen Sieger dieses Grilltests, Gesamtnote 1,5

Preis-Leistungs-Sieger: Landmann 31315

Der Landmann ist die Überraschung des Tests. Die Marke ist eher für einfache Grills bekannt. Der getestete Kugelgrill schlägt hier voll aus der Reihe. Kluge Detaillösungen, ordentliche Verarbeitung, Edelstahlrost, emaillierte Kohlekörbe, und ein – wenn auch wenig genaues – Deckelthermometer machen den Landmann mit seinem Preis von gerade mal 100 Euro zum absoluten Preis-Leistungs-Sieger dieses Tests, Gesamtnote 2,3

2. Platz in der Gesamtwertung: König Kings Kettle 570
Durchdachte Konstruktion, solider Grillrost, gutes Reinigungssystem, aber leichte Schwächen im Detail, Gesamtnote 2,1

3. Platz: Outdoorchef Easy Charcoal 570
Solide Verarbeitung, massive Standbeine, gute Detaillösungen, umfangreiches und durchdachtes Zubehör einschließlich großem Deckelhalter, aber wenig überzeugendes Trichtersystem, Gesamtnote 2,2

4. Platz: Weber One Touch Gold 57
Sehr sauber verarbeitete Grillkugel, stark vormontiert und durchdacht, Schwächen im Detail, im Vergleich zu allen anderen Grills sehr wackliger Stand, Gesamtnote 2,4

5. Platz: Old Smokey Giant 22″
Einfach aufgebauter Grill aus dünnem aluminisiertem Blech, optisch sehr ungewöhnlich, einfach zu bedienen, erweiterbar durch Long Legs, umfangreiche Temperaturregelmöglichkeiten durch 2 Boden- und 2 Deckelventile, sehr hohe Energieeffizienz, einziger Grill im Testfeld, der hier mit dem Dancook mithalten konnte. Sehr gut auch die nutzbare Höhe über dem Rost. Einziger Kugelgrill, der BeerCanChicken auf dem Grillrost stehend grillen kann. Weniger überzeugend der Grillrost mit sehr dünnen und nicht stabilisierten Streben (Abwertung um 0,3) und die zwar dicht abschließende, aber zum Teil lässige Passform der beiden Grill“kugel“teile, im Preisvergleich mit dem guten Landmann zu teuer, Gesamtnote 2,7

Edit: An sich sollte ein Vergleichstest mit einem SuperPro von Char-Griller durchgeführt werden. Mangels Zeit fand dies nicht statt, wird aber später nachgeholt. Dieser Test wird dann entsprechend ergänzt. Wir behalten uns aber auch vor, beim nächsten Treffen einen Test aller „Einstiegssmoker“ (vertikal und horizontale Smokeebene) durchzuführen.

1 thought on “Großer Kugel-Grilltest

  1. Ich finde es toll, dass du solch umfangreiche Tests durchgeführt hast. Das macht nicht jeder:)
    Ich selbst habe den Landmann Kugelgrill Black Pearl im Garten stehen und bin bisher sehr zufrieden damit;)
    LG Alex

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