Veggie World 2013 – Kleine Nachlese

Nachlese ist gut, hatte ich doch vorab nichts geschrieben. Aber dennoch habe ich auch in diesem Jahr die Veggie World besucht. Nur war ich diesmal auf der Seite der Aussteller und davon würde ich euch gerne berichten.

Gespannt war ich auf die intensiven Diskussionen mit Veganern und Omnis. Man muss natürlich wissen, dass die Veggie World eine parallele Veranstaltung zur Paracelsus Messe ist. Die Paracelsus Messe ist schnell beschrieben.

„Früher hätte man Gauklermarkt dazu gesagt“

Dementsprechend ist das Publikum gemischt. Veggies aller Couleur,  Wunderheiler und Lämmer die ihr Portemonnaie wohlwollend zur Schlachtbank führen.

Aber zur Veggie World!

Die Besucherzahlen kamen mir üppiger vor. Wobei dies durch den geänderten Blickwinkel durchaus täuschen kann. Die Bedrohlichkeit der Massen bekommt man immer dann zu spüren wenn man frisches Fleisch ähm sorry, ich meine natürlich frische Probierstückchen der köstlichen Produkte auflegt. Dann fühlt man sich mitunter wie in einem alten Zombie Film. Wir hinter der Theke und die Zombies bewegen sich langsam aber bestimmt auf uns zu. Lach – nicht böse sein, aber der Anblick der Augen die lüstern auf  Hackbällchen und Nuggets blicken ist schon verdammt nahe an der Supermarktszene aus Zombie Teil 2.

Veganer sind lässig! Puuh, hatte ich doch gedacht mehr Diskussionen um Ei-Anteil oder meine alten Lederschuhe führen zu müssen. Weit gefehlt! Veganer sind im Großen und Ganzen eher lässig unterwegs und schieben hier und da auch schon einmal ein Stückchen in den Mund und fragen danach was sie denn da gegessen hatten. Ganz schön mutig so mit „Fleisch ist Mord“ auf dem Rücken und einem „V“ in der Haut.

Viele Menschen hatten keine Idee wie gut vegetarische und vegane Produkte schmecken können. Naja, vieles auf der Messe ist, wie uns zigmal berichtet wurde, eine Zumutung für den Gaumen. Nicht die wirklich leckeren frisch zubereiteten Gerichte; Die Fast (schnell)- oder Fertig- oder auch Halbfertigprodukte sind es bei denen sich einem vermehrt der Magen umdreht. Noch immer! Leckere Ausnahmen gab es natürlich auch. Ein Apfel ist ja eh vegan – wir reden im Prinzip immer von Convenience, Fleisch, Käse, Wurstalternativen – Fast Food eben.

Meine Erklärung: Wenn Veganer produzieren dann soll das Endprodukt nicht zwangsläufig nach dem schmecken nachdem es aussieht was ich grundsätzlich sehr gut finde. Das täuscht aber und die Psyche der Omnis spielt den Streich negativ zurück. Wenn etwas nach Wurst aussieht, dann sollte es auch so schmecken – sagt der Kopf. Ich meine darunter leiden viele eigentlich gute Produkte sehr stark.

Zu kosten gab es wieder vieles. Angeboten wurde üppig und am Ende fühlte man sich eher wie in einem großen Supermarkt. Aber so sehen Messen heutzutage aus. Die materiellen Lüste werden befriedigt und man geht vom vielen probieren mit Sodbrennen und zusätzlichem Übergewicht nach Hause. Oder man übergibt sich wie man bei einer nicht zu unterschätzenden Anzahl, vornehmlich weiblicher Besucher, annehmen konnte.

Naja, nicht alle. Ich meine die VeggieWorld, und ich wiederhole mich hier, ist die Messe mit den schönsten Frauen. Natürlichkeit, Freude und Intellekt sind eben more sexy als alles andere.

Alles in allem fand ich die Leute sehr nett, überrascht und offen. Teils durfte ich erstaunte Blicke in den Augen von Fleischessern erleben und wohlwollende Anerkennung für den Geschmack der Produkte entgegen nehmen. Klasse!

Bis 2014!

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