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Delicado 24 – Biomüll für viel Geld

Delicado 24 EDIT 4: Ein erneuter Versuch von Freunden (unabgestimmt) brachte das identische Ergebnis. Finger weg!

Delicado 24 EDIT 3:

Wenn man die Delicado 24 Kommentare verfolgt plus die Mails die ich von unzufriedenen Bestellern erhalten habe, dann sollte man spätestens den Etikettenschwindel:

„als ich neulich meine Ware erhielt, klebte auf einer Kiwi ein Aufkleber von Zespri!! Das bedeutet , dass die Kiwis nicht „…direkt aus meinem Gewächshaus in Portugal“ stammen und nicht „…direkt von der Algarve- unbehandelt – 100 % Organic “ sondern aus Newseeland kommen und nicht mal bio sind.“

weiter verfolgen. Das ist mehr als nur ein Kavaliersdelikt.

Ich hab das mal bei der Spanischen Handelskammer für Deutschland angefragt.

EDIT 2:

In Anbetracht dessen was an Kommentaren und Email bei mir ankommt, schiebe ich das Thema nach oben. Denn….

…..unglaublich! Jetzt habe ich eine Paketankündigung erhalten, ein Paket ist seitens Delicado 24 an uns unterwegs. Unaufgefordert, nicht angekündigt. Dumm nur das wir gar nicht zu Hause sind. Ich kann nur hoffen das die das Paket nicht einfach abstellen. Sollte es in einem Shop landen, wird sich der Shopbesitzer freuen, sehr freuen.

EDIT: Ich wurde bereits mehrfach sehr freundlich angefragt um mir nochmals ein Paket zukommen zu lassen um mich zu überzeugen. Nein, das ist eine Momentaufnahme und die Erfahrung die ich gemacht habe. Selbst wenn ein erneutes Paket eine bessere Qualität liefern sollte, bleibt mein Blog wie er ist. Eventuell ergänzt um einen weiteren, vielleicht positiven Bericht über den Händler.

Ursprünglicher Blog:

Es liest sich so schön. Frische aus Andalusien. In Zeiten in denen man bei uns echtes Glück oder wahlweise viel Geld haben muss um ordentliche Orangen zu bekommen, ließt sich die Werbung von Delicado 24 .de, wahlweise Delicade 48 .eu und andere, geradezu verlockend.

Über ein Forum wurden die Früchte ebenfalls angeboten und so beschloss ich eine Kiste voll zu bestellen.

20 Kilo zu 49,95 für

7 Kg Orange 7 Kg Mandarine 2 Kg Kaki 2 Kg Mango 1 Kg Granataepfel

Nach wenigen Tagen, wie angekündigt, kam der Karton an. Stabil, groß und unbeschädigt. Gerade richtig für meine Lust auf eine leckere Orange.

Nach dem Öffnen des Delicado 48 Kartons die erste Ernüchterung. Die Mangos hatten alle bis auf eine sehr starke Transportschäden. An mehreren Stellen angedatscht, aufgeplatzt und das nicht erst seit gestern. Die Granatäpfel an beiden „Nabelseiten“ schimmlig. Ich habe einen aufgeschnitten, braun. Riecht alles andere als frisch. Die Kerne braun und weich. Den zweiten, den „Schönsten“ ebenfalls geöffnet – dito. Von den Orangen und Mandarinen waren ein paar ebenfalls mit heftigen Andatschern versehen. Nicht viele. Dachte ich ……

Die Kakis waren in Ordnung.

Ich hab mich sehr aufgeregt und meinem Unmut gleich in Bildern und einer Mail an den Händler Delicado24 Luft gemacht.

Delicado 24 Delicado 24 Delicado 24

Die Antwort war erstmal verständnisvoll und ob der Karton eine Beschädigung hätte. Nein, er ist einwandfrei. Wir hatten uns auf 15,- Nachlass, nachdem ich 20,- gefordert habe, geeinigt. Ich wusste ja nicht wie es weitergeht.

2 Tage später hatten gut 50% aller Früchte ausgeprägte „Datscher“, die erste Delicado24 Orange schimmelte obwohl ich alle direkt abgewaschen hab.

Die Mandarinen hatten eine recht lose Schale was eine Beurteilung, ob sie nun in Ordnung ist, schwer macht. So merkten wir erst nach dem Öffnen, mindestens die Hälfte ist nicht ok. Wenn Mandarinen eine Druckstelle abbekommen oxidieren sie und nach 1-2 Tagen kann man sie nicht mehr essen, sie schmecken dann fade und faulsüß.

Nach nunmehr einer Woche das Endresultat. rund 70% aller Früchte waren nicht in Ordnung. ein Großteil schimmelte nach dem 4. Tag und genießbar war lediglich eine handvoll Orangen und Mandarinen. Die Orangen die unversehrt waren waren gut. Allerdings nicht besser als eine gute Ware beim Gemüsehändler.

Ich könnte nun sagen, hoffentlich bin ich ein Einzelfall. Wenn ich mir die vergammelten Granatäpfel anschaue, dann glaube ich nicht so recht daran. Auf jeden Fall habe ich wieder mal daraus gelernt und am Ende nichts gespart, im Gegenteil!

Delicado 48 – Und wieder nur Gemotze?

Delicado 48 EDIT 3:

Wenn man die Delicado 48 Kommentare verfolgt plus die Mails die ich von unzufriedenen Bestellern erhalten habe, dann sollte man spätestens den Etikettenschwindel:

„als ich neulich meine Ware erhielt, klebte auf einer Kiwi ein Aufkleber von Zespri!! Das bedeutet , dass die Kiwis nicht „…direkt aus meinem Gewächshaus in Portugal“ stammen und nicht „…direkt von der Algarve- unbehandelt – 100 % Organic “ sondern aus Newseeland kommen und nicht mal bio sind.“

weiter verfolgen. Das ist mehr als nur ein Kavaliersdelikt.

Ich hab das mal bei der Spanischen Handelskammer für Deutschland angefragt.

EDIT 2:

In Anbetracht dessen was an Kommentaren und Email bei mir ankommt, schiebe ich das Thema nach oben. Denn….

…..unglaublich! Jetzt habe ich eine Paketankündigung erhalten, ein Paket ist seitens Delicado 48 an uns unterwegs. Unaufgefordert, nicht angekündigt. Dumm nur das wir gar nicht zu Hause sind. Ich kann nur hoffen das die das Paket nicht einfach abstellen. Sollte es in einem Shop landen, wird sich der Shopbesitzer freuen, sehr freuen.

 

EDIT: Ich wurde bereits mehrfach sehr freundlich angefragt um mir nochmals ein Paket zukommen zu lassen um mich zu überzeugen. Nein, das ist eine Momentaufnahme und die Erfahrung die ich gemacht habe. Selbst wenn ein erneutes Paket eine bessere Qualität liefern sollte, bleibt mein Blog wie er ist. Eventuell ergänzt um einen weiteren, vielleicht positiven Bericht über den Händler.

Ursprünglicher Blog:

Es liest sich so schön. Frische aus Andalusien. In Zeiten in denen man bei uns echtes Glück oder wahlweise viel Geld haben muss um ordentliche Orangen zu bekommen, ließt sich die Werbung von Delicado 24 .de, wahlweise Delicade 48 .eu und andere, geradezu verlockend.

Über ein Forum wurden die Früchte ebenfalls angeboten und so beschloss ich eine Kiste voll zu bestellen.

20 Kilo zu 49,95 für

7 Kg Orange 7 Kg Mandarine 2 Kg Kaki 2 Kg Mango 1 Kg Granataepfel

Nach wenigen Tagen, wie angekündigt, kam der Karton an. Stabil, groß und unbeschädigt. Gerade richtig für meine Lust auf eine leckere Orange.

Nach dem Öffnen des Delicado 48 Kartons die erste Ernüchterung. Die Mangos hatten alle bis auf eine sehr starke Transportschäden. An mehreren Stellen angedatscht, aufgeplatzt und das nicht erst seit gestern. Die Granatäpfel an beiden „Nabelseiten“ schimmlig. Ich habe einen aufgeschnitten, braun. Riecht alles andere als frisch. Die Kerne braun und weich. Den zweiten, den „Schönsten“ ebenfalls geöffnet – dito. Von den Orangen und Mandarinen waren ein paar ebenfalls mit heftigen Andatschern versehen. Nicht viele. Dachte ich ……

Die Kakis waren in Ordnung.

Ich hab mich sehr aufgeregt und meinem Unmut gleich in Bildern und einer Mail an den Händler Delicado24 Luft gemacht.

Delicado 48 Delicado 48 Delicado 48

Die Antwort war erstmal verständnisvoll und ob der Karton eine Beschädigung hätte. Nein, er ist einwandfrei. Wir hatten uns auf 15,- Nachlass, nachdem ich 20,- gefordert habe, geeinigt. Ich wusste ja nicht wie es weitergeht.

2 Tage später hatten gut 50% aller Früchte ausgeprägte „Datscher“, die erste Delicado24 Orange schimmelte obwohl ich alle direkt abgewaschen hab.

Die Mandarinen hatten eine recht lose Schale was eine Beurteilung, ob sie nun in Ordnung ist, schwer macht. So merkten wir erst nach dem Öffnen, mindestens die Hälfte ist nicht ok. Wenn Mandarinen eine Druckstelle abbekommen oxidieren sie und nach 1-2 Tagen kann man sie nicht mehr essen, sie schmecken dann fade und faulsüß.

Nach nunmehr einer Woche das Endresultat. rund 70% aller Früchte waren nicht in Ordnung. ein Großteil schimmelte nach dem 4. Tag und genießbar war lediglich eine handvoll Orangen und Mandarinen. Die Orangen die unversehrt waren waren gut. Allerdings nicht besser als eine gute Ware beim Gemüsehändler.

Ich könnte nun sagen, hoffentlich bin ich ein Einzelfall. Wenn ich mir die vergammelten Granatäpfel anschaue, dann glaube ich nicht so recht daran. Auf jeden Fall habe ich wieder mal daraus gelernt und am Ende nichts gespart, im Gegenteil!

Die Thermomix Story oder 1000 Euro für den Arsch

Hallo zusammen!

April 2015: Aus gegebenem Anlass habe ich ein paar kleine Updates eingefügt.

Wäre auch nur eins der Versprechen seitens des Herstellers richtig, dann hätte er, der TM31,  mir eventuell etwas Arbeit abgenommen. Aber nun steht er da und wartet darauf  dass ich ihn zur Post bringe um einem neuen, hoffentlich glücklichen Besitzer eine Freude zu bereiten. Nein, ich hege keinerlei Schadenfreude, denn die Ansprüche an ein Küchengerät sind eben unterschiedlich.

Aber zum Gerät. Soll ich es kurz machen? Nein, das wäre zu banal einfach zu sagen „das Ding taugt nix“ oder „wer den Thermomix gut und praktisch findet hat nie wirklich kochen können“. Ich wähle die lange Variante und beginne dort wo alles begann…..

„Hey, wir können einen Thermomix ganz billig bekommen“ sagte meine Frau als sie eines schönen Abends im Frühling nach Hause kam. „Was ist bitte billig“ fragte ich. Naja, die Vorwerk Tante ist neu im Geschäft und gibt einige Geräte zu ihrem EK weiter, also schiebt uns ihre Provision durch. Und wie hoch ist die? Keine Ahnung! Ok, das ist doch mal ne gute Basis um ein Schnäppchen zu machen.

In der Hoffnung, Vorwerk lässt seinen Verkäufern/innen einen fürstlichen Bonus zukommen, bestellen wir einen Thermomix TM31 inkl. 2er Kochbücher.

Bis dorthin hatte ich bereits vieles über das Gerät gelesen und von unzähligen Nutzern nur Lobeshymnen zu hören bekommen. Von Natur aus bin ich allerdings immer skeptisch wenn so viele ein so teure Gerät über den Klee loben und keine einzige schlechte Eigenschaft erkennen. Ich kann euch sagen, es hat 15 Minuten gebraucht und ich hatte mindestens 3 zusammen.

Und so warteten wir und ich verschlang n der Zwischenzeit die verschiedenen Tipps und Rezepte die ich im Netz finden konnte. Ich muss dazu sagen, ich liebe Suppen über alles und mir ist bereits zu dem Zeitpunkt klar, der TM31 kann alles solange es eine Suppe ist.

Tataaaa! Es war schon fast Weihnachten und da kam doch glatt ein Packerl mit dem wir so gar nicht mehr gerechnet hatten. Traritrara der Thermomix ist da. Ich musste umgehend auspacken und ließ alles stehen und liegen. Ressourcenschonende Verpackung finde ich gut. Pluspunkt 1.

Unpacking!

Es gibt ja für jeden Mist ein Unpacking Video auf Youtube und so natürlich auch für den TM31. Nein ich werde kein Video einbinden. Eine Suchmaschine Deiner Wahl verwenden und schon wirst Du fündig.

Das Gerät macht einen wirklich sehr wertigen Eindruck und das Design ist, für ein modernes Küchengerät, in Ordnung. Ich liebe zwar den Retrokitsch ala Kitchen Aid aber so ein bisschen Ufo in der Küche – warum nicht.

Die Messer, Der Behälter, alles wirklich hochwertig. Sieht fast so aus als sei der Mix/Kochbehälter von Hand geschweißt was den Preis erklären würde.

Nun gut, ich war erstmal froh das die Sichtung mich doch positiv stimmte und wieder an die Arbeit. Heute Abend werde ich Dich entjungfern – ja!

Nach ein paar Stunden Arbeit war es dann soweit. Der Thermomix stand vor seinem Herrn und musste die Hosen runterlassen. Folgende Qual listete ich:

 

– Zwiebeln schneiden

– Nüsse hacken

– Gemüse zerkleinern

– Eine Suppe kochen

– Eis crunchen / Puderzucker herstellen

 

Zwiebel schneiden

Geht es nach der Anleitung sowie den Kochbüchern, dann muss das Zwiebelschneiden eine wahre Freude sein. Und so nehme ich zwei Zwiebeln, schäle sie und zerteile sie, gemäß der Anleitung, in grobe Teile. Dazu sei gesagt, ich verarbeite eine halbe Zwiebel, per Hand, innerhalb von 6 Sekunden zu feinsten Würfelchen. Eine Ganze dürfte ca. 20 Sekunden dauern.

Zwiebelstücke in den Thermomix und Mix it Baby. 5 Sekunden auf Stufe XYZ und gut. „What to hell!“ Das Teil ist laut, das Teil ist extrem laut. Wenn ich daneben unsere 20 Jahre alte Bosch Maschine betreibe, klingt der Thermomix wie ein Düsenjet.

Deckel runter und ein Blick in den Topf.

Note 6

Die Zwiebeln sind Matsch, die „Stücke“ von nicht gleichmäßiger Größe und man kann die Oxidation schon riechen. Für ZigZigZillis Nutzer ein gewohntes Bild, für den leidenschaftlichen Hobbykoch eine echte Katastrophe. Und nein, ich habe den TM31 richtig bedient!

 

Nüsse hacken

Haselnüsse in den Mixer und entsprechend der Anleitung gehackt. Man hat die Wahl zwischen ungleichmäßig groben Stücken, ungleichmäßig mittelgroßen Stücken oder Nussmatsch.

Je nach Einsatzzweck der Nüsse würde ich eine 4 (ausreichend) bis 5 (mangelhaft) geben. Das Ergebnis ist genauso schlecht wie bei den Zwiebeln nur das es bei Nüssen nicht so viel ausmacht.

 

Gemüse zerkleinern

Ich erspar mir das Geplapper von wegen dem Schälen usw. Das Ergebnis ist für die Vorbereitung zu einer Suppe gerade noch zu akzeptieren. Auch hier geht es eher in Richtung gehäckselt als geschnitten. Für ein grobes Hacken und die anschließende Weiterverarbeitung ist das Ergebnis nicht gut. Es kommt einem vor als sei das Messer stumpf oder die Geschwindigkeit zu langsam. Beides ist nicht der Fall, die Bedienung wie vorgeschrieben und bei allem ist das Gerät einfach nur laut.

Für das Gemüse gibt es, auch wieder abhängig von der Weiterverarbeitung, eine

4 bis 5.

 

Eine Suppe kochen

Ich hab Zwiebeln, ich hab Gemüse, also lasst uns eine Gemüsesuppe kochen. Ihr werdet verstehen, dass ich mir neue Zwiebeln geschnitten habe und nicht den MixMatsch genommen habe.

Öl in den Thermomix, Zwiebeln dazu und auf andünsten lassen bei gleichzeitigem Rühren.

Oha, das ist geil. Die Zwiebeln können ohne Aufsicht andünsten und keine wird dabei braun. Naja, logisch wenn sie vom Rührwerk alle an die Seitenwand geschoben werden. Also bleibt man dabei stehen und schiebt sie mit dem mitgelieferten Schieber so alle 30 Sekunden wieder zurück. Die Zwischenzeit (die 30 Sekunden) kann man hervorragend dazu nutzen kurz in der Nase zu bohren oder ein Glas Wein zu kippen um das hier alles zu verkraften.

Die Zwiebeln sind angedünstet und ich gebe das kleingehäckselte Gemüse dazu. In den ganzen TM-Rezepten wird immer mit gekörnter Brühe gekocht. Zu allem und jedem wird die Glutamatbombe eingesetzt – grausig. Wenn ich eine Gemüsesuppe mit Gemüse koche, dann brauch ich keine Gemüsebrühe zuführen, außer mein Geschmacksempfinden ist durch den ganzen Aromascheiss bereits nicht mehr existent. Eine Prise Salz und Pfeffer sollte bei gutem Gemüse vollkommen ausreichend sein.

Wie eine Suppe nachher schmeckt ist hier eigentlich egal. Bei 80% der Rezepte in den mitgelieferten Rezeptbüchern kann ich, unter Einsatz meines Hab und Gutes, sagen „das kann nicht schmecken“ nur wenn ich die Zubereitung und die Zutaten lese. Aber die Geschmäcker sind ja bekanntlich unterschiedlich auch wenn ich das oft nicht glauben mag.

Ok, die Suppe ist soweit das ich den Vorteil eines Thermomix voll ausnutzen könnte. Die Suppe rührt automatisch für 20 Minuten und ich kann in der Zeit Klavier spielen oder mir ein gutes Buch nehmen. Dazu muss ich sagen, wir haben eine offene Küche bzw. ein komplett offenes Geschoss und der Lärm der vom Thermomix erzeugt wird stört, nervt, ist massiv zu laut und überhaupt warum muss dieses Gerät solchen Krach machen? Selbst wenn ich in der Küche weiterarbeite nervt der Krach. Eine Unterhaltung neben einem TM31 zu führen artet in Stress aus. Auch hier zeigt das Gerät wieder, dass die angepriesenen Vorteile für den Boppes sind. Außer man kann die Türe hinter sich zu machen. Laut genug piepst das Teil ja wenn der Countdown abgelaufen ist.

Im Rezept steht noch Käse zugeben. Wie in so vielen Rezepten Käse steht. Irgendwie habe ich das Gefühl, dass mit sinkendem Anspruch der Deutschen an das Essen, der Konsum von Käse zunimmt. Very British! Obwohl die Briten sich seit einiger Zeit in die andere Richtung bewegen.

Das mit dem Käse war keine so gute Idee wie sich später rausstellte, aber hey – es stand im Rezept von Vorwerk so drin.

Die Suppe war nach Anleitung fertig. In Wirklichkeit war das Gemüse noch ziemlich roh und dem ganzen fehlte es gehörig an Pfiff. Ok, im Original regelt die Gemüsebrühe und das Glutamat – schrecklich. Ich lasse es noch etwas weiterkochen und versuche nochmals den Mixer zu nutzen um das Gemüse feiner zu pürieren. Im Normalfall hätte ich den Zauberstab genommen und wäre kurz durch den Topf gejettet. Aber im TM geht das natürlich nicht.

Tut das bitte nicht! Nicht den Mixer einschalten während der Topf halbvoll mit Suppe kocht. Nein, es hat nichts raus gespritzt, dazu ist der Deckel ja recht dicht. Der TM31 hat getanzt wie ein Harlekin an Fastnacht. Wenn da ein Kind in der Nähe ist und das Teil über die Kante tanzt – Gute Nacht. Wobei man hier sagen muss, der Deckel mit seiner Arretierung hält dicht in jeder Situation. Der Deckel des Einfüll- oder Kontrolllochs allerdings nicht.

Tanz beendet und die Suppe gegessen. Naja, ich hab sicher schon mal schlechtere Suppen gegessen, erinnern konnte ich mich allerdings nicht. Das kann man aber sicher mit ein wenig Training in einem der vielen TM-Kochkurse (schmeiß das rein, stell auf 8 und Du kannst kochen) besser machen.

Oh Schreck!

Die Suppe ist leer und es offenbart sich Schreckliches. Der zugegebene Käse hat sich nicht wirklich verteilt sondern sich am Boden abgesetzt und hängt schön in den Messern. Wasser rein, Spülmittel rein und bei etwas Hitze rühren lassen.

Der zugegebene Käse hat sich nicht wirklich verteilt sondern sich am Boden abgesetzt und hängt schön in den Messern. Ihr merkt, die Aktion hat rein gar nichts gebracht. Spülmaschine wollte ich dem Teil nicht zumuten da spätestens jetzt klar war, das Teil wird schnellstmöglich wieder abgestoßen.

Von Hand mit dem Schwamm aufwendig gereinigt. Die Spülmaschine hätte das nie und nimmer sauber bekommen.

Für Suppe, Handling, Lärm und Reinigung bekommt der Thermomix ein glatte 5, ein mangelhaft. Denn ein Gerät für über 1000,- darf so nicht sein.

 

Eis crunchen und Puderzucker machen

Mir klingt es noch richtig in den Ohren wie jemand sagte „aber damit kann man so toll Puderzucker machen“. Oha, eine 1000 Euro Maschine um Puderzucker herzustellen. Wer hat der hat!

Natürlich wollte ich sehen ob das geht. Und ja es geht. Zumindest der Anteil Zucker der in Berührung mit einem der Messer kommt. Wenn man lange genug „zuckert“ dann wird das echt Puderzucker. Das ist echte Rocket Science, ich bin aber so was von platt, das ist echt hammergeil. Nein, ich behalte Dich Du tolle Maschine, nur wegen dem Puderzucker.

Danach mal kurz getestet. In meinem Mörser kann ich viel schneller Puderzucker machen :-)

Dasselbe gilt auch für Eis. Jepp, das funktioniert

Dafür gibts eine 2-3

weil es schon recht lange dauert und wenn ich bedenke, hier wird Strom verbraucht und das Gerät will danach gereinigt werden, dann ist das nicht mehr ganz so schön.

 

Mein Fazit

Also ich hoffe ja, dass alle die einen Thermomix besitzen und mir gegenüber irgendwann einmal erwähnt haben wie super toll das Teil ist, dies hier nicht lesen. Wenn doch dann seid nicht  böse und relativiert eure Meinung oder meinen Bericht hier (wahlfrei) bitte.

Wer findet dass ein Thermomix eine tolle Küchenmaschine ist, der hat keine Ahnung was eine gute Küche wirklich bedeutet. Wer den TM lediglich als Mixer verwendet, ja das kann er wirklich super gut und laut und für 1000,- ist das ja auch ein Schnäppchen.

Ich würde mir wünschen, dass die Menschen ihr Ego beiseiteschieben und objektiv ihre Entscheidungen, ihre Meinungen betrachten. Wenn mein Auto, mein Mixer oder mein sonst was nix taugt und ich viel Geld dafür bezahlt habe, dann brauche ich ihn nicht verteidigen. Dadurch wird nichts besser und andere fallen in dieselbe Falle.

Unser TM31 ist bereits verpackt und versteigert und wird von mir direkt nach diesem Artikel zur Post gefahren. Ich  hoffe nur, die neue Besitzerin hat niedrigere Ansprüche an eine 900,- Küchenmaschine.

 

Und zu guter Letzt, ich find es klasse das ich nun mitreden kann und nicht mehr eingestehen muss, dass ich ja noch nie mit so einem Teil hantiert habe. Noch viel besser ist es, dass sich meine Urteile über die Funktionen ALLE bestätigt haben. In diesem Sinne…

Guten Appetit!

Trüffel die 2.

Was macht man mit nem gefundenen Trüffel? Essen natürlich. Wir waren uns ja nicht sicher wie er schmeckt und ob er überhaupt schmeckt.

Wir wurden überrascht, sehr positiv überrascht!

Der Trüffel, ein Mäandertrüffel bekommt nicht immer gute kulinarische Bewertungen. Sobald er ein gewisses Alter hat schmeckt er wohl überhaupt nicht mehr. Unserer war sehr jung. Ob es überhaupt ein Mäander war stelle ich in Frage. Der Geschmack war hervorragend.

Zwei Varianten. Eine in Butter und eine in feinem Olivenöl aus Sizilien. Ein paar Nadeln Rosmarin, etwas Salz und einen Hauch Knoblauch ins Fett. Den Trüffel in hauchdünne Scheiben und gut vermengt auf die Teller. Nicht zuviel jungen Parmesan.

Trüffel in Butter und Öl

 

Der Geschmack war dem eines Albas ebenbürtig. Harmonisch und intensiv ohne Tadel. ca. 40 Gramm pro Portion sind üppig aber manchmal muss man so etwas machen :-). In Zukunft werde ich die Suche klar auf Mäanders ausweiten.

 

Trüffel? Wie? Lecker!

Ich konnte es kaum glauben, eigentlich wollte ich lediglich schauen ob sich schon was bei den Sommer Steinpilzen tut. Und da war er Ein Mäandertrüffel in 120 Gramm.

Geckocht wohl sehr schmackhaft was zu beweißen gilt. Ich werde berichten. Solange kann man sich aber auch bei http://www.trueffelsuche.de rumtreiben und vielleicht zu den Findenden gehören.

Old Fashioned ?

Manche Dinge sind zeitlos populär. Dazu zählt sicherlich auch die Zubereitung von Speisen im Holzofen. Wir haben nun endlich einen gefunden, der einen nicht ganz arm macht und ein gutes Ergebnis liefert. Ein TeFerro MFO Backofen. Auf der Gartenmesse im Dennenloher Schloss stand er da und das Konzept hat uns überzeugt.

Eingeladen und nach Hause gekarrt. Die „Einbrenn-Prozedur“ exakt nach Anleitung durchgeführt und dabei immer stärker den leckeren Holzofen Pizzageruch in der Nase gehabt. Ja des Hirn spielt einem so manch einen Streich.

Das Einbrennen hat insgesamt 2 Tage in Anspruch genommen, ist aber natürlich zwingend notwendig.

Der erste Versuch, natürlich Pizza. Meine Pizza war bis dato bereits sehr lecker wie ich voller Stolz behaupten darf. Aus dem Ferro würde ich ein Genußupdate von 100% aufschlagen. Pizza braucht eben ein Holzfeuer und viel Hitze. Danach noch ein Brot eingeschossen welches ebenfalls top war.

Die ersten Bilder gibt es von einem kleinen Gemüsetopf. Gemüse rein, Salz und Olivenöl darüber, ab in den Ofen und kurz vorher noch Käse und Tomaten dazu.

War sehr lecker. Wirklich sehr lecker.

 

Just-Natural auf dem Grill

Hi!

Ich konnte am Wochenende neue Produkte von Just-Natural.de testen. Vegane Alternativen und ich finde das Hack sehr gelungen. Auch wenn es pur nicht viel verspricht, ist es verarbeitet wirklich lecker.

Die Füllung ist mit Hack, etwas Reis, Kartoffel, Paprika (milde Chili), Zwiebel, Knoblauch und Kräuter. Jaja ich hab etwas Parmesan dran – sehr unvegan aber den kann man auch weglassen.

Golubzi vegetarisch (Russische Wirsingroulade)

Hier mal wieder was wirklich leckeres.

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Angeregt von einem Berlin Besuch und dem Café Datscha, habe ich versucht das Gericht nach zu kochen und es ist mir gelungen. Was viele nicht wissen und ich auch erst bei einem Moskau-Besuch erfahren durfte, Russland hatte vor der Sowjetunion eine ausgeprägt vegetarische Küche mit sehr wenig Fleisch. Es gibt leider nur noch wenige überlieferte Rezepte aus der Zeit vor dem Fleischwahnsinn der Sowjets. Hier eines davon.

Zutaten Golubzi für 4 Portionen

  • 4 große Wirsingblätter
  • Küchengarn
  • 250 gr. Buchweizen
  • 2 EL klein gewürfelte Karotte
  • 2 EL klein gewürfelte Sellerie
  • 2 EL klein gewürfelte Petersiliewurzel
  • 2 EL klein gewürfelter Lauch
  • 2 EL klein gewürfelte Zwiebel
  • Ca. 3/4 Liter Gemüsebrühe
  • Fett
  • 4 EL Petersilie
  • 4 EL Schnittlauch
  • 1/2 Zehe Knoblauch (optional)
  • Salz
  • Pfeffer
  • Scharfer Paprika
  • Schafskäse

Zutaten Soße

  • 1/2 Dose grob passierte Tomaten (Mutti Pulpo aus dem italienischen Supermarkt)
  • 4 entkernte, klein geschnittene Tomaten
  • 2 EL Schmand
  • Oregano
  • Salz
  • Pfeffer
  • Etwas Gemüsebrühe

 

Die Zubereitung

Die Wirsingblätter etwa 8 Minuten in Salzwasser weich kochen das sie noch gut Struktur haben. In Eiswasser abkühlen und trocken tupfen. Den Buchweizen in einer Pfanne gut anrösten. Die Gemüsewürfel in etwas Fett andünsten und den Buchweizen zugeben. Mit etwas Gemüsebrühe angießen und zugedeckt leicht köcheln lassen. Immer wieder etwas Flüssigkeit nachgießen bis der Buchweizen zu ca. 80% gar ist (12 Minuten). Die Masse sollte sehr dick cremig sein aber die Buchweizen klar strukturiert erkennbar. Zur Not mit etwas Stärke binden.

Die Masse leicht abkühlen lassen und die Petersilie, den Schnittlauch sowie den Knoblauch (gepresst) zugeben. Gut würzen und eine leichte Schärfe geben. Die Masse in die Wirsingblätter einwickeln und mit einem Zwirn zusammenbinden. Es geht zur Not auch ohne den Faden. Die Wirsingrouladen in etwas Fett ganz leicht in der Pfanne anbraten, etwas Gemüsebrühe angießen und 10 Minuten leicht köcheln lassen. Die Rouladen nun rausnehmen und in eine feuerfeste Form geben. Den Sud in der Pfanne lassen. Die Rouladen mit fein zerbröseltem Schafskäse bestreuen und im Backofen bei Oberhitze oder Grill für weitere 10 Minuten überbacken.

Die Zutaten der Soße bis auf die Tomaten in die Pfanne mit dem Rouladensud geben und erhitzen. Abschmecken und die Tomatenstücke zugeben. Kurz aufkochen lassen und auf dem Teller verteilen. Die Rouladen darauf und servieren.

Auf meinen Bildern habe ich noch Spinat/Kartoffelgemüse vom Vortag verarbeitet.

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Guten Appetit!

Weihnachtsröllchen!

Dank einem tollen Tipp aus dem Vegetarierforum.com hab ich mich mal an ein „altes“ Rezept gewagt und es vegetarisch (vegan bis aufs Milchbrot) zuzubereiten.

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Zutaten:

  • 1 Milchkapsel
  • 300 gr. Shitake Pilze
  • 40 gr. getrocknete Steinplize
  • ca. 7 vegane Filetstreifen (z.B. Just Natural)
  • 1/2 Glas weiße Bohnen
  • 3 EL gehackte Petersilie
  • 1/2 Zehe Knoblauch
  • 10 getrocknete Cherrytomaten
  • Salz
  • Pfeffer
  • Ordentliche Prise Korianderpulver
  • Prise Paprikapulver
  • Prise Thymian
  • 1 TL Tapiokastärke (oder andere Stärke
  • 1 Gemüse-Brühwürfel
  • Fett
  • Klarsichtfolie oder „Butterbrotpapier“

 

Zubereitung:

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Die Shitake von den Stielen befreien und diese mit den Bohnen, etwas Wasser und einem Brühwürfel 40 Minuten köcheln lassen bis die Bohnen superweich sind.

Die Hüte der Shitake in der Zwischenzeit in sehr feine Würfel schneiden und mit ganz wenig Fett andünsten. Den Knoblauch, den Koriander und den Thymian dazugeben.

Die Bohnen durch die Flotte Lotte drehen damit die Haut entfernt wird. Übrig bleibt ein dickes Bohnenmus. Die Hälfte vom Mus mit den veganen Filetstreifen zusammen mit dem Zauberstab zerkleinern das die Fasern der Filetstreifen noch sicht/spürbar sind.  Nun mit den weiteren Zutaten gut zusammenrühren und nicht zu mild abschmecken. Die Farce sollte 2-3 Stunden durchziehen.

Die Milchkapsel nun der Länge nach in ca. 1 cm dicke/dünne Scheiben schneiden und den Rand entfernen. Es sollte ungefähr ein Rechteck bleiben.

Eine Scheibe auf ein großzügiges Stück Frischhaltefolie oder Butterbrotpapier legen. Die Farce ca. 0,5 cm dick flächig mit einer Palette aufstreichen und dann vorsichtig einrollen. Gleich nach dem Einrollen die Brotrolle in die Klarsichtfolie einrollen, rechts und links überstehende Folie gut festhalten und sie wie ein Welleisen in eine Richtung nach vorne auf der Oberfläche rollen. Dadurch wird die Rolle stark zusammengepresst.

Die Rollen in eine Schale legen damit sie sich nicht aufrollen und eine Stunde ziehen lassen.

In etwas Fett ringsum anbraten, aufschneiden und nochmal kurz die Schnittflächen anbraten.

Mit einer Pilz Soße oder auch nur so – lecker.

Der Tipp mit den Bohnen als Farce-„Ersatz“ ist klasse.

 

Pilz Sauerkraut Suppe

Ein wenig experimentiert und am Ende – voilá, eine wirklich leckere und schmackhafte Herbst/Wintersuppe.

Bei der nächsten füge ich dann ein Bild ein :-)

Zutaten:

  • 150gr. frisches Sauerkraut (Filderkraut bevorzugt :-)
  • Eine handvoll getrockneter Mischpilze (in meinem Fall Trompetenpfifferlinge, Herbsttrompeten, Maronen, Steinpilze)
  • zwei Kartoffeln
  • Eine Möhre
  • 3 Zehen Knoblauch
  • kleine Sellerieknolle
  • Etwas Selleriegrün
  • Leichte Gemüsebrühe
  • 2 Lorbeerblätter
  • 100 ml Bier
  • Salz, Pfeffer
  • 3 entkernte, grob geschnittene Tomaten
  • 1 Zwiebel
  • Fett
  • 1/4 Bund Petersilie

Zubereitung:

Die Pilze für > 3 Stunden in ca. 500 ml Wasser einlegen. Die fein geschnittene Zwiebel n Fett glasig dünsten und das Sauerkraut sowie die fein gewürfelte Sellerie zugeben. Kurz mitdünsten und dann mit dem abgesiebten Saft der Pilze ablöschen. Lorbeerblätter zugeben. Ca 30 Minuten leicht köcheln lassen.
Nach ca. 20 Minuten die Pilze in etwas Fett anschwitzen und den zerdrückten Knoblauch zugeben. Mit etwas Gemüsebrühe und dem Bier ablöschen und die klein geschnittene Kartoffel sowie die klein geschnittene Karotte zugeben.
Nach 10 Minuten die Inhalte beider Töpfe zusammenschütten und würzen. Die Tomatenstücke zugeben, nach 5 Minuten die klein geschnittene Petersilie dazu und servieren.

Wer mag kann natürlich noch einen Esslöffel Saure Sahne und ein Roggenbrot dazu essen.

Guten Appetit!

Fire Sticks

BBQ ist schon was leckeres und es geht definitiv ohne Fleisch. Wenn ich an Babyback Ribs zurückdenke die meist mit Bappsüsser Soße zugekleistert wurden und fast immer in Babybrei Konsistenz verspeist wurden, dann weiß ich nur einmal mehr das meine Entscheidung die Richtige war.

Hier kommt lecker Slow Food!

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Fire Sticks

 

Zutaten:

  • Just Natural Vegan Filetstreifen hell
  • 3 EL Tomatenmark
  • 2 EL Zuckerrohrsirup
  • 2 EL Honig oder Ahornsirup
  • 1 TL Salz
  • 2 TL Senf
  • 1 TL Zucker
  • 1 TL Flüssigrauch
  • Limettensaft
  • Ordentlich Pfeffer aus der Mühle
  • Chilli oder Habanerosoße nach belieben
  • Apfelsaft
  • Öl

Zubereitung:

Die aufgetauten Filetstreifen in etwas Habanerosoße und dem Saft einer Limette plus einem TL Zucker für 2-3 Stunden marinieren.

Abtupfen und in Öl ringsum anbraten. Es darf schon hier und da etwas dunkler werden. Nebenbei die restlichen Zutaten zusammenrühren und abschmecken. Es sollte eine süßliche, scharfe Note mit leichter Säure entstehen. Nicht zu süß, da das Tomatenmark im Backofen noch ordentlich an Süße zulegt.

Die leicht abgekühlten Filetstreifen mit der Soße vermengen und auf einem Backpapier auslegen. Bei ca. 100 Grad und angelehnter!! Backofentüre für etwa 30 Minuten backen lassen. Dann nochmals mit der Soße überpinseln und ordentlich Pfeffer darüber. Nach weitern 20 Minuten ist es vollbracht.

Man kann sie auch kaltstellen und vor dem Essen schnell über den Grill mit Holzfeuer ziehen.

Vegan Sticks hell 5

Lupinenmehl Rezeptversuche

Es war einmal eine Königin und die wollte unbedingt etwas aus Lupinenmehl essen. Nun sendete sie eine Nachricht in ihr Land hinaus und bot dem der das leckerste Lupinenrezept erfindet die Hälfte ihrer Ländereien an.

Jaja so ähnlich wars vielleicht aber interessant ist es schon. Lupinenmehl als proteintechnische Bombe für die „normale“ vegetarische Küche zu verwenden.

Die ersten Versuche gehen darum zu erkennen wo die Lupinie ihre geschmacklichen Vorzüge hat

1. Mit Wasser und Salz

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Mit Wasser und Salz als quasi Fladen schmeckt das nicht soo schlecht ist allerdings extrem bröselig. Das Mehl klebt quasi null. Im Netz waren Informationen das Lupinen Mehl gut als Binder und somit auch als Ersatz zu Ei und Co. geeignet sei. Das kann ich nicht bestätigen.

 

 

 

 

2. Mit Wasser und mehr Salz und schärfer angebraten

_PKL1101 Salz regelt könnte man sagen. Etwas schärfer angebraten und etwas mehr Salz entlockte dem Lupinenmehl einen wirklich leckeren Geschmack. Fast in Richtung eines (sorry) Wiener Schnitzels. Ein panierter Sellerieschnitzel-Versuch wird hier folgen.

 

 

 

 

3. Mit Wasser, Ei, Zucker und Rohrzuckersirup

_PKL1102Die Kombi wie ein Pfannekuchen ist nicht das Ding derLupinie. Irgendwie passt EI und Lupinie nicht. Vielleicht liegt es auch an der bröseligen Konsistenz.

 

 

 

 

 

4. Buletten

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Ein paar Bilder der Bulettenversuche die allesamt enttäuschend waren. Es waren Rezepte die ich bereits mit anderen Mehlen gekocht habe und die eigentlich gut geschmeckt haben. Aber was ändert das Lupinenmehl an den Rezepten? Im Volumen benötigte ich die 3 fache Menge im Vergleich zu zum Beispiel Weizenmehl. Der Teig wird sehr „speckig“ aber dennoch brüchig. Vom ursprünglichen Volumen bleibt ein „Klops“.

Hier eine mit Schafskäse gefüllte Variante

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In diesem Sinne viel Spaß mit den unvermahlenen Lupinien, denn die schmecken eingelegt mit etwas Knoblauch, Salz, Pfeffer, Kräutern, Essig und Öl wirklich lecker.

Guten Appetit

 

 

Steinpilz Polenta

Eine Polenta vom Steinpilz ist ein echter Genuss. Definitiv nichts für Kalorienzähler aber man gönnt sich ja sonst nichts.

_PKL1097Die Zutaten:

  • Steinpilze (ca. 150 gr.)
  • Polenta
  • Gemüsebrühe (ca. 100ml)
  • Sahne (ca. 100ml)
  • Schwarzer Sesam
  • Salz
  • Pfeffer
  • Parmesankäse
  • Butter
  • 1 Zehe Knoblauch

Die Zubereitung:

Die Steinpilze in kleine Stücke schneiden und mit etwas Butter für ca. 10 Minuten dünsten bis leicht braten. Sie sollen keine Farbe annehme. Nun die Gemüsebrühe zugeben und weitere 5 Minuten köcheln lassen. Salzen und Pfeffern. Die Polenta langsam zugeben bis eine Sättigung erreicht ist. Lieber zu wenig und dafür länger einkochen lassen. Sahne, zerdrückten Knoblauch, einen Esslöffel geriebenen Parmesan und schwarzen Sesam zugeben.

Wenn Die Polenta in der Konsistenz einem Grießbrei ähnelt, in eine mit einem Backpapier ausgekleidete Form füllen und 10 Minuten stehen lassen.

Die Polenta in den auf 200 Grad vorgeheizten Backofen schieben und gut 30 Minuten backen. Etwas Parmesan darüberstreuen und abkühlen lassen (3 Stunden bis über Nacht)

Nun die Polenta auf ein Blech mit Backpapier stürzen und wieder im Backofen (200 Grad) für 30 Minuten backen. kurz vor Ende der Backzeit ein gutes Stück Butter drauflegen und noch etwas Parmesan drüber.

Das überschüssige Fett mit einem Zewa aufnehmen, in Stücke schneiden und anrichten.

Gedünstete Steinpilze und ein Ratatouille oder anders Gemüse dazu. Eine echte Schlemmerei. Etwas Trüffel darüber wäre sicherlich auch eine Variante.

 

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Sushi mal Italienisch

Simpel und lecker. Ich hätte nicht gedacht, daß die Aromen zueinander passen. Weit gefehlt.

Sushi aus Neapel!

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Klassisches Sushi, gefüllt mit getrockneten Tomaten, einem Parmesansplitter und leckerem neapolitanischem Basilikum. Sushireis klassisch mit Reisessig, Zucker und Salz, nur auf den Wasabi hab ich verzichtet.

Eine oberleckere, natürlich vegetarische Variante konnte ich vor kurzem versuchen. Hier wurde Avocado mit Mango kombiniert – Hammer!

Für alle denen zu Sushi immer nur Fisch einfällt sei gesagt, schaut genau hin was ihr euch und der Umwelt damit antut. Diese Seite des WWF  kann Auskunft geben.

Ansonsten kann man den Tisch lecker, festlich, cool und ideenreich sehr gut mit vegetarischem Sushi decken.

Guten Appetit!

Feischlos Kind sein

Fleischlos Kind sein

Mit freundlicher Genehmigung von fleischlos.de

Man liest es immer wieder, wird immer wieder in Foren und Blogs darauf aufmerksam, daß sich zunehmend junge Menschen weigern, Fleisch oder Fleischprodukte zu essen.
Damit ecken sie nicht zuletzt in ihrem Elternhaus an und sehen sich massiven Konfrontationen ausgesetzt. Eltern versuchen vehement ihr Kind zum Konsum von Fleisch und Fleischwaren zu zwingen oder gehen nicht auf ihr Kind ein.

Woher kommt das? Sicher sind wir durch unsere Eltern, unser Umfeld, die Erziehung geprägt und viele von uns sind mit Fleisch und Fleischwaren aufgewachsen.  Zu meiner Kindheit gab es keine Frage nach feischlos oder nicht, Fleisch war etwas Besonderes, nicht zuletzt weil man es einmal, maximal zweimal die Woche serviert bekam. Aber auch dann nicht in großen Mengen, dem Geldbeutel entsprechend.

Was hat sich geändert? Erst einmal ist Fleisch billig geworden. Weit billiger als der entsprechende Nährwert in Gemüse oder Getreide. Weitreichende Subventionen sowie die Massenproduktion haben der Fleischlobby den geplanten Marktanteil beschert, das Produkt Fleisch neben der Abstraktion in den Köpfen der Menschen zum billigen Massenprodukt avancieren lassen. Dabei hat die Werbung ihren Teil dazu beigetragen und Fleisch mit Kraft, Intelligenz, Männlichkeit, Freiheit und einigen anderen Attributen zu belegen, die uns tagtäglich in diversen Prospekten und Werbeblättchen um die Ohren geschlagen werden.

Wie soll das Kind nun seinen Eltern beibringen, daß alles was diese in den vergangenen 20-30 Jahren gehört und verinnerlicht haben, Werbung und industrielles Kalkül war?  Daß, obwohl sie sich gesund fühlen und ihr Kind ja prächtig herangewachsen ist, diese Form der Ernährung nicht mehr richtig oder mindestens zu überdenken sei? Für ein Kind von 10-16 Jahren keine leichte Aufgabe.

Vielleicht sollten wir uns als erstes der genannten Attribute annehmen, die uns von der Industrie, den Verbänden und den Lobbies diktiert wurden.

Kraft

Kraft ist eine gerichtete Größe in der Physik und der klassischen Mechanik. Kraft wende ich auf um Arbeit zu verrichten. Dazu benötige ich Energie. Der Fleischkonsum soll demnach dem Körper Energie zuführen um Arbeit verrichten zu können. Energie wird in Joule gerechnet und beschreibt die Menge an Energie, die wir unserem Körper zuführen.

1 Kilo Fleisch = X Energie.

Wie hier der Nutzen von Fleisch zu Energie ist, hängt von verschiedenen Faktoren ab.

  1. Kann ich die durch Fleisch zugeführte Energie speichern?
  2. Kann ich diese Energie sinnvoll verwerten?
  3. Schadet die Energie in Abhängigkeit von Menge/Wechselwirkung/Mangel?
  4. Habe ich Alternativen?

Intelligenz

Intelligenz ist nur schwer meßbar und hat in erster Linie nicht zwingend mit Schulbildung zu tun. Ein intelligentes Kind kann in der Schule schlecht sein, ein nicht intelligentes Kind wird in der Schule schlecht sein. Intelligenz kann man fördern; sie hängt von vielen Faktoren ab. Ein maßgeblicher Faktor ist die ausreichende Zufuhr der richtigen Nährstoffe im Wachstum. Hier beginnt das Wachstum ab Befruchtung und endet irgendwo in den Twens.

Also lässt sich Intelligenz in Bezug auf Fleisch unter folgenden Gesichtspunkten betrachten:

  1. Liefert Fleisch die notwendigen Nährstoffe?
  2. Kann ich diese Nährstoffe verwerten um Intelligenz zu fördern?
  3. Schaden diese Nährstoffe in Abhängigkeit von Menge/Wechselwirkung/Mangel?
  4. Habe ich Alternativen?

Männlichkeit

Männlichkeit ist eines der Attribute die ich besonders mag. Da stehen übergewichtige “Männer” um den Grill, in der einen Hand eine Flasche Bier, in der anderen die Grillzange und kommunizieren auf dem Niveau des zubereiteten Grillguts miteinander. Männlichkeit ist kein bewertbares Attribut! Aber sicher doch? Männlichkeit wird medizinisch im Allgemeinen mit der Potenz der Zeugungsfähigkeit in Zusammenhang gebracht, diese kann man wieder mit den folgenden Fragen im Kontext zum Fleischkonsum setzen:

  1. Liefert Fleisch alle die notwendigen Nährstoffe?
  2. Kann ich diese im Sinne der Männlichkeit verwerten?
  3. Schaden die Inhaltsstoffe der Männlichkeit und/oder in Abhängigkeit von Menge/Wechselwirkung/Mangel?
  4. Habe ich eine Alternative?

Freiheit

Dieses Attribut wird in der Werbung sehr gerne für jegliches Produkt herangezogen. Freiheit durch die Wahl des Papiertaschentuches, des Tampons, der Waschmittelmarke und nicht zuletzt durch den Verzehr von Fleisch bzw. in der Werbung in aller Regel durch den Verzehr dieser bestimmten Sorte Wurst oder Fleischprodukt. Aber es wäre albern darüber zu schreiben angesichts der Massentierhaltung, der Tötungsszenarien, der Abstraktion von Fleisch in unserem Alltag und nicht zuletzt gegenüber dem Respekt vor jeglichem Leben.

Also nehmen wir nun KraftIntelligenz, Männlichkeit und auch die Freiheit und beantworten die gestellten Fragen dann kommen wir zu der Aussage, daß es keine allgemeingültige Aussage gibt. Einige Kernaussagen, die jeder sicher schon an anderer Stelle gelesen hat können wir im Bezug auf das Geschriebene aber zusammenfassen und belegen:

  • Fleisch kann, in Abhängigkeit von Aufzucht, Fütterung und Medikation des Tieres und unter der Beachtung der Mengen in einer ausgewogenen Ernährung zu einer gesunden Ernährung beitragen.
  • Fleisch ist in einer ausgewogenen Ernährung niemals notwendig.
  • In größeren Mengen oder nicht ausgewogener Ernährung ist Fleisch ungesund oder kann krankmachende Faktoren fördern.
  • Eine fleischlastige Ernährung fördert nachweislich die Entstehung unterschiedlichster Krankheiten.
  • Die Fette und  Proteine im Fleisch sowie in tierischen Produkten im Allgemeinen sind vom menschlichen Körper schlechter verwertbar als ihre pflanzlichen Alternativen.
  • Eine fleischlastige Ernährung geht nachweislich mit sinkender Männlichkeit im Sinne der Zeugungsfähigkeit einher.
  • Eine fleischfreie Ernährung kann in einer nicht ausgewogenen Ernährung zu Eisen-Mangelerscheinungen führen.
  • Eine ausgewogene, fleischfreie und gesunde Ernährung ist einfach zu realisieren.
  • Fleichkonsum fördert direkt die Umweltverschmutzung, Armut und Hunger auf der Erde.

Doch was hilft das alles dem Kind das seinen Eltern klar machen will, daß es zukünftig auf Fleisch, Fisch und/oder gänzlich auf tierische Produkte verzichten will?

In aller erster Linie müssen Eltern verstehen, daß eine fleischlose Ernährung nicht ungesünder ist als eine Ernährung mit Fleisch. Das einfache Weglassen der fleischigen Komponenten in der allgemeinen Ernährung reicht hier allerdings nicht. Hier muß die Küche ausgewogener gestaltet werden. Und schon haben wir zwei Punkte die den Eltern Angst machen:

  1. Mein Kind soll sich nicht ungesund ernähren
  2. Ich muß umdenken, flexibel sein, mehr nachdenken

Den ersten Punkt kann man durchaus nachvollziehen wenn die Eltern bezüglich Ernährungsfragen bis dato uninteressiert waren. Was hilft ist Aufklärung, Bildung, Meinungen. Es ist vorstellbar, wie es dann in manchen Familien ablaufen kann. Das Spektrum reicht von Verständnis bis zur Dummheit. Aggressionen sind meist vorprogrammiert, da man  Menschen aus der Abstraktion herausführt. “Was Du da auf dem Teller hast, ist ein Stück eines toten Tieres, welches  Zeit seines Lebens leiden mußte und oft unter Qualen gestorben ist, nur um Dich so zu ernähren”: Das will niemand hören.

Wir Menschen wissen ganz genau, wenn unser Handeln ethisch nicht korrekt ist. Wir alle sind  Meister der Verdrängung und so ist das Schlimmste, was einem Menschen passieren kann, das Vorhalten eines Spiegels. Kinder sind impulsiv, ecken an, wollen sich nicht unterordnen, rebellieren – hey, wer kennt das nicht aus eigener Erfahrung? Da ist wenig Raum für Konstruktives und für Diplomatie. Und genau hier ist die Bitte an die Eltern zu richten und zu verstehen- verstehen zu lernen, warum mein Kind diese Entscheidung gefällt hat. Egal ob es eine temporäre Phase ist oder das weitere Leben des Kindes prägen wird.

Der zweite Punkt ist, sobald der erste Punkt ausgeräumt ist, eigentlich nur eine Sache der Organisation. Hier gibt es massig Hilfestellung im Internet, in Kochbüchern oder man läßt der eigenen Kreativität ihren Lauf. Die Angst davor, diese durchaus intellektuelle Anforderung zu meistern, läßt aber viele dazu verleiten nicht auf die erste Frage, die Frage nach der Gesundheit, einzugehen.

Aufklärung!

Wenn ich mit einem Blinden über die Farbe Grün reden will, muß ich ihm zuerst erklären was eine Farbe ist und wie “grün” ist. So ähnlich verhält sich das mit dem Vegetarismus. Die meisten Menschen haben sich mit dem Thema nicht beschäftigt. Viele wurden durch Halbwahrheiten und Werbebotschaften falsch geprägt.  Schon die einfachsten Kenntnisse sind nicht vorhanden. Also beginnen wir ganz von vorne:

Was ist vegetarisch?

Vegetarier sind Menschen die auf alle Speisen, für die ein Tier sterben mußte, verzichten.

Nun gibt es hier feine Abstufungen, die aber Blödsinn sind. Die Abstufungen sind dadurch entstanden, daß sich die Menschen  selbst belügen und in ihrer Überzeugung nicht gefestigt sind oder diese sich eben geändert hat. Da wird vom Pescetarier gesprochen, der kein Fleisch isst, aber Fisch. Das hat nichts mit vegetarischer Ernährung zu tun.

Eine Unterscheidung kann man aber jedoch gelten lassen. Die Teilung in die Vegetarier, die sich vegetarisch ernähren und die, die vegetarisch leben. Vegetarier die vegetarisch leben verzichten auf alle Produkte für die ein Tier sterben mußte. Das sind neben den oft verspotteten Pelzen auch Leder in jeglicher Form, Zusatzstoffe, Kosmetik etc.


Was sind dann Veganer?

Der Schritt vom Vegetarier zum Veganer ist eigentlich nur ein Kleiner – denkt man. Veganer verzichten auf jegliches Produkt, das von einem Tier stammt. Egal, ob das die Milch ist oder die Schafwolle für den Pullover. Sie vezichten bewußt aus Achtung vor dem Leben auf jegliche Ausnutzung von Tieren. Dies ist nicht einfach, da sich hinter so vielen Produkten tierische Bestandteile verstecken. Haben Sie zum Beispiel gewußt, daß Wein mit bzw. durch Eiweiß vom Ei oder Gelatine geklärt wird? Das ist nur ein Hindernis auf dem steinigen Weg zur veganen Lebensweise.

Mangelerscheinungen!

Was habe ich da nicht schon alles gehört, was einem Vegetarier alles zustoßen kann, wenn er auf Fleisch und Fisch verzichtet. Jodmangel, Eiweißmangel, Muskelschwund sind nur drei von vielen Mangelerscheinungen, die wir Vegetarier alle in unserem Leben erleiden.

Eine ausgewogene vegetarische Ernährung wird in den seltensten Fällen zu Mangelerscheinungen führen. Tut sie dies, dann hängt das in vielen Fällen an krankheitsbedingten Faktoren und hat nichts mit der Ernährung zu tun. Als einziger kommerzieller Mangel ist Eisen zu nennen. Eisen ist in vielen Fleischsorten, aber vor allem Innereien üppig vorhanden. Verzichtet man, nein, läßt man Fleisch einfach weg (es ist wirklich kein Verzicht), dann sollte man auf seinen Eisenhaushalt achten. Auch wenn es einem gut geht ist ein regelmäßiges Blutbild empfehlenswert. Übrigens auch für den Fleischesser, nur wird man hier eher nach hohen Cholesteriwerten und ähnlichen Verdächtigen Ausschau halten.

Eisenmangel kann man durch eine eisenlastige Ernährung oder einfach durch die gelegentliche Einnahme von Eisenpräparaten entgegnen.

Somit haben Eltern schon einmal ein erstes Bild auf was ihr Kind da zusteuert. Ich kenne Kinder die sich Zeit ihres Lebens vegetarisch ernährt haben und alle haben eins gemeinsam, sie sind gesund und munter.

Nun wäre es zuviel verlangt zu glauben, daß genau diese Eltern hier lesen. Aber eventuell hilft es Kindern und Jugendlichen die nach Argumenten suchen oder vielleicht einfach nur Unterstützung benötigen.

Veggie World 2013 – Kleine Nachlese

Nachlese ist gut, hatte ich doch vorab nichts geschrieben. Aber dennoch habe ich auch in diesem Jahr die Veggie World besucht. Nur war ich diesmal auf der Seite der Aussteller und davon würde ich euch gerne berichten.

Gespannt war ich auf die intensiven Diskussionen mit Veganern und Omnis. Man muss natürlich wissen, dass die Veggie World eine parallele Veranstaltung zur Paracelsus Messe ist. Die Paracelsus Messe ist schnell beschrieben.

„Früher hätte man Gauklermarkt dazu gesagt“

Dementsprechend ist das Publikum gemischt. Veggies aller Couleur,  Wunderheiler und Lämmer die ihr Portemonnaie wohlwollend zur Schlachtbank führen.

Aber zur Veggie World!

Die Besucherzahlen kamen mir üppiger vor. Wobei dies durch den geänderten Blickwinkel durchaus täuschen kann. Die Bedrohlichkeit der Massen bekommt man immer dann zu spüren wenn man frisches Fleisch ähm sorry, ich meine natürlich frische Probierstückchen der köstlichen Produkte auflegt. Dann fühlt man sich mitunter wie in einem alten Zombie Film. Wir hinter der Theke und die Zombies bewegen sich langsam aber bestimmt auf uns zu. Lach – nicht böse sein, aber der Anblick der Augen die lüstern auf  Hackbällchen und Nuggets blicken ist schon verdammt nahe an der Supermarktszene aus Zombie Teil 2.

Veganer sind lässig! Puuh, hatte ich doch gedacht mehr Diskussionen um Ei-Anteil oder meine alten Lederschuhe führen zu müssen. Weit gefehlt! Veganer sind im Großen und Ganzen eher lässig unterwegs und schieben hier und da auch schon einmal ein Stückchen in den Mund und fragen danach was sie denn da gegessen hatten. Ganz schön mutig so mit „Fleisch ist Mord“ auf dem Rücken und einem „V“ in der Haut.

Viele Menschen hatten keine Idee wie gut vegetarische und vegane Produkte schmecken können. Naja, vieles auf der Messe ist, wie uns zigmal berichtet wurde, eine Zumutung für den Gaumen. Nicht die wirklich leckeren frisch zubereiteten Gerichte; Die Fast (schnell)- oder Fertig- oder auch Halbfertigprodukte sind es bei denen sich einem vermehrt der Magen umdreht. Noch immer! Leckere Ausnahmen gab es natürlich auch. Ein Apfel ist ja eh vegan – wir reden im Prinzip immer von Convenience, Fleisch, Käse, Wurstalternativen – Fast Food eben.

Meine Erklärung: Wenn Veganer produzieren dann soll das Endprodukt nicht zwangsläufig nach dem schmecken nachdem es aussieht was ich grundsätzlich sehr gut finde. Das täuscht aber und die Psyche der Omnis spielt den Streich negativ zurück. Wenn etwas nach Wurst aussieht, dann sollte es auch so schmecken – sagt der Kopf. Ich meine darunter leiden viele eigentlich gute Produkte sehr stark.

Zu kosten gab es wieder vieles. Angeboten wurde üppig und am Ende fühlte man sich eher wie in einem großen Supermarkt. Aber so sehen Messen heutzutage aus. Die materiellen Lüste werden befriedigt und man geht vom vielen probieren mit Sodbrennen und zusätzlichem Übergewicht nach Hause. Oder man übergibt sich wie man bei einer nicht zu unterschätzenden Anzahl, vornehmlich weiblicher Besucher, annehmen konnte.

Naja, nicht alle. Ich meine die VeggieWorld, und ich wiederhole mich hier, ist die Messe mit den schönsten Frauen. Natürlichkeit, Freude und Intellekt sind eben more sexy als alles andere.

Alles in allem fand ich die Leute sehr nett, überrascht und offen. Teils durfte ich erstaunte Blicke in den Augen von Fleischessern erleben und wohlwollende Anerkennung für den Geschmack der Produkte entgegen nehmen. Klasse!

Bis 2014!

Kleine Bettlektüre

So als frischer Vegetarier mit dem Ziel in Richtung veganer Ernährung zu tendieren, da hat man es ja bekanntlich nicht leicht. Nun meine ich nicht die anderen. Das eigene Ego, von unzähligen nicht gut zu heißenden Tatsachen getrieben, ist man schneller als man denkt in einem nicht angenehemen Modus Operandi. Was will man auch, bei der Menge an negativen Einflüssen des Fleischkonsums kann man nur schlecht über seine eigene Vergangenheit und die Gegenwart der anderen urteilen. Die Diplomatie ist meist schnell zu Ende wenn man die immer wiederkehrenden blöden Fragen beantworten darf, deren Antworten doch eigentlich jedem bekannt sein sollten. Denkt man, weil man ein falsches Maß ansetzt.

Ich werde demnächst auf der Veggie World an einem Stand, ratet mal wo, aushelfen und ich bin gespannt auf die, die wie ich vor nun gut drei Jahren dem Fleisch abgeschworen haben. Voller Enthusiasmus werden sie stürmen und vegan statt vegetarisch rufen und wehe dem der eine Wurststulle raus zieht.  Ach das wird herrlich.

Aber kann man denn jemanden verurteilen der durch die Gesellschaft, durch die Erziehung und eben sein ganzes Leben auf Fleisch getrimmt wurde? Ist es statthaft zu unterstellen man mache sich keine Gedanken um die Zukunft seiner Kinder, des Planeten und allem voran das Leben der Kreaturen die vor einem auf dem Teller liegen.

Ich meine ja. Ab einem gewissen Alter und der heute stattfindenden Aufklärung, solle auch der Dümmste es so langsam kapiert haben, dass es so nicht weitergeht. „So“ bedeutet – im Überfluss, ohne die Konsequenzen zu beachten, rücksichtsloses globalisiertes Ausbeuten und schön brav einmal im Jahr eine kleine Spende in Richtung der 3. Welt.

Wer nun denkt „der hat eine an der Klatsche“ – na bitte, dann denk das eben. Wer sich aber seit langem Gedanken macht, warum ist das Fleisch so billig, warum die Skandale und warum muss man wirklich jeden Tag Fleisch, Fisch oder Wurst auf dem Teller haben, dem empfehle ich diesen Bericht.

 

 Den Fleischatlas der Heinrich Böll Stiftung gibt es hier Fleischatlas

 

Vielleicht führt Dich dann der nächste Gang nicht mehr in den Supermarkt oder zum Metzger, sondern Du suchst Dir einen Fleischerzeuger mit Rückgrat, bei dem Tiere ein gutes Leben bis hin zu ihrem schnellen Tod führen dürfen. Es gib sie! Schön wäre natürlich Dein Griff nach vegetarischer Kost, ich meine ich zeige das es geht. Und dann gönn Dir eben ab und an ein wirklich „gutes“ Stück Fleisch bei dem Du Dein Gewissen und die Zukunft nicht belasten musst.

 

In diesem Sinne, ein schönes Wochenende!