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Delicado 24 – Biomüll für viel Geld

Delicado 24 EDIT 4: Ein erneuter Versuch von Freunden (unabgestimmt) brachte das identische Ergebnis. Finger weg!

Delicado 24 EDIT 3:

Wenn man die Delicado 24 Kommentare verfolgt plus die Mails die ich von unzufriedenen Bestellern erhalten habe, dann sollte man spätestens den Etikettenschwindel:

„als ich neulich meine Ware erhielt, klebte auf einer Kiwi ein Aufkleber von Zespri!! Das bedeutet , dass die Kiwis nicht „…direkt aus meinem Gewächshaus in Portugal“ stammen und nicht „…direkt von der Algarve- unbehandelt – 100 % Organic “ sondern aus Newseeland kommen und nicht mal bio sind.“

weiter verfolgen. Das ist mehr als nur ein Kavaliersdelikt.

Ich hab das mal bei der Spanischen Handelskammer für Deutschland angefragt.

EDIT 2:

In Anbetracht dessen was an Kommentaren und Email bei mir ankommt, schiebe ich das Thema nach oben. Denn….

…..unglaublich! Jetzt habe ich eine Paketankündigung erhalten, ein Paket ist seitens Delicado 24 an uns unterwegs. Unaufgefordert, nicht angekündigt. Dumm nur das wir gar nicht zu Hause sind. Ich kann nur hoffen das die das Paket nicht einfach abstellen. Sollte es in einem Shop landen, wird sich der Shopbesitzer freuen, sehr freuen.

EDIT: Ich wurde bereits mehrfach sehr freundlich angefragt um mir nochmals ein Paket zukommen zu lassen um mich zu überzeugen. Nein, das ist eine Momentaufnahme und die Erfahrung die ich gemacht habe. Selbst wenn ein erneutes Paket eine bessere Qualität liefern sollte, bleibt mein Blog wie er ist. Eventuell ergänzt um einen weiteren, vielleicht positiven Bericht über den Händler.

Ursprünglicher Blog:

Es liest sich so schön. Frische aus Andalusien. In Zeiten in denen man bei uns echtes Glück oder wahlweise viel Geld haben muss um ordentliche Orangen zu bekommen, ließt sich die Werbung von Delicado 24 .de, wahlweise Delicade 48 .eu und andere, geradezu verlockend.

Über ein Forum wurden die Früchte ebenfalls angeboten und so beschloss ich eine Kiste voll zu bestellen.

20 Kilo zu 49,95 für

7 Kg Orange 7 Kg Mandarine 2 Kg Kaki 2 Kg Mango 1 Kg Granataepfel

Nach wenigen Tagen, wie angekündigt, kam der Karton an. Stabil, groß und unbeschädigt. Gerade richtig für meine Lust auf eine leckere Orange.

Nach dem Öffnen des Delicado 48 Kartons die erste Ernüchterung. Die Mangos hatten alle bis auf eine sehr starke Transportschäden. An mehreren Stellen angedatscht, aufgeplatzt und das nicht erst seit gestern. Die Granatäpfel an beiden „Nabelseiten“ schimmlig. Ich habe einen aufgeschnitten, braun. Riecht alles andere als frisch. Die Kerne braun und weich. Den zweiten, den „Schönsten“ ebenfalls geöffnet – dito. Von den Orangen und Mandarinen waren ein paar ebenfalls mit heftigen Andatschern versehen. Nicht viele. Dachte ich ……

Die Kakis waren in Ordnung.

Ich hab mich sehr aufgeregt und meinem Unmut gleich in Bildern und einer Mail an den Händler Delicado24 Luft gemacht.

Delicado 24 Delicado 24 Delicado 24

Die Antwort war erstmal verständnisvoll und ob der Karton eine Beschädigung hätte. Nein, er ist einwandfrei. Wir hatten uns auf 15,- Nachlass, nachdem ich 20,- gefordert habe, geeinigt. Ich wusste ja nicht wie es weitergeht.

2 Tage später hatten gut 50% aller Früchte ausgeprägte „Datscher“, die erste Delicado24 Orange schimmelte obwohl ich alle direkt abgewaschen hab.

Die Mandarinen hatten eine recht lose Schale was eine Beurteilung, ob sie nun in Ordnung ist, schwer macht. So merkten wir erst nach dem Öffnen, mindestens die Hälfte ist nicht ok. Wenn Mandarinen eine Druckstelle abbekommen oxidieren sie und nach 1-2 Tagen kann man sie nicht mehr essen, sie schmecken dann fade und faulsüß.

Nach nunmehr einer Woche das Endresultat. rund 70% aller Früchte waren nicht in Ordnung. ein Großteil schimmelte nach dem 4. Tag und genießbar war lediglich eine handvoll Orangen und Mandarinen. Die Orangen die unversehrt waren waren gut. Allerdings nicht besser als eine gute Ware beim Gemüsehändler.

Ich könnte nun sagen, hoffentlich bin ich ein Einzelfall. Wenn ich mir die vergammelten Granatäpfel anschaue, dann glaube ich nicht so recht daran. Auf jeden Fall habe ich wieder mal daraus gelernt und am Ende nichts gespart, im Gegenteil!

Delicado 48 – Und wieder nur Gemotze?

Delicado 48 EDIT 3:

Wenn man die Delicado 48 Kommentare verfolgt plus die Mails die ich von unzufriedenen Bestellern erhalten habe, dann sollte man spätestens den Etikettenschwindel:

„als ich neulich meine Ware erhielt, klebte auf einer Kiwi ein Aufkleber von Zespri!! Das bedeutet , dass die Kiwis nicht „…direkt aus meinem Gewächshaus in Portugal“ stammen und nicht „…direkt von der Algarve- unbehandelt – 100 % Organic “ sondern aus Newseeland kommen und nicht mal bio sind.“

weiter verfolgen. Das ist mehr als nur ein Kavaliersdelikt.

Ich hab das mal bei der Spanischen Handelskammer für Deutschland angefragt.

EDIT 2:

In Anbetracht dessen was an Kommentaren und Email bei mir ankommt, schiebe ich das Thema nach oben. Denn….

…..unglaublich! Jetzt habe ich eine Paketankündigung erhalten, ein Paket ist seitens Delicado 48 an uns unterwegs. Unaufgefordert, nicht angekündigt. Dumm nur das wir gar nicht zu Hause sind. Ich kann nur hoffen das die das Paket nicht einfach abstellen. Sollte es in einem Shop landen, wird sich der Shopbesitzer freuen, sehr freuen.

 

EDIT: Ich wurde bereits mehrfach sehr freundlich angefragt um mir nochmals ein Paket zukommen zu lassen um mich zu überzeugen. Nein, das ist eine Momentaufnahme und die Erfahrung die ich gemacht habe. Selbst wenn ein erneutes Paket eine bessere Qualität liefern sollte, bleibt mein Blog wie er ist. Eventuell ergänzt um einen weiteren, vielleicht positiven Bericht über den Händler.

Ursprünglicher Blog:

Es liest sich so schön. Frische aus Andalusien. In Zeiten in denen man bei uns echtes Glück oder wahlweise viel Geld haben muss um ordentliche Orangen zu bekommen, ließt sich die Werbung von Delicado 24 .de, wahlweise Delicade 48 .eu und andere, geradezu verlockend.

Über ein Forum wurden die Früchte ebenfalls angeboten und so beschloss ich eine Kiste voll zu bestellen.

20 Kilo zu 49,95 für

7 Kg Orange 7 Kg Mandarine 2 Kg Kaki 2 Kg Mango 1 Kg Granataepfel

Nach wenigen Tagen, wie angekündigt, kam der Karton an. Stabil, groß und unbeschädigt. Gerade richtig für meine Lust auf eine leckere Orange.

Nach dem Öffnen des Delicado 48 Kartons die erste Ernüchterung. Die Mangos hatten alle bis auf eine sehr starke Transportschäden. An mehreren Stellen angedatscht, aufgeplatzt und das nicht erst seit gestern. Die Granatäpfel an beiden „Nabelseiten“ schimmlig. Ich habe einen aufgeschnitten, braun. Riecht alles andere als frisch. Die Kerne braun und weich. Den zweiten, den „Schönsten“ ebenfalls geöffnet – dito. Von den Orangen und Mandarinen waren ein paar ebenfalls mit heftigen Andatschern versehen. Nicht viele. Dachte ich ……

Die Kakis waren in Ordnung.

Ich hab mich sehr aufgeregt und meinem Unmut gleich in Bildern und einer Mail an den Händler Delicado24 Luft gemacht.

Delicado 48 Delicado 48 Delicado 48

Die Antwort war erstmal verständnisvoll und ob der Karton eine Beschädigung hätte. Nein, er ist einwandfrei. Wir hatten uns auf 15,- Nachlass, nachdem ich 20,- gefordert habe, geeinigt. Ich wusste ja nicht wie es weitergeht.

2 Tage später hatten gut 50% aller Früchte ausgeprägte „Datscher“, die erste Delicado24 Orange schimmelte obwohl ich alle direkt abgewaschen hab.

Die Mandarinen hatten eine recht lose Schale was eine Beurteilung, ob sie nun in Ordnung ist, schwer macht. So merkten wir erst nach dem Öffnen, mindestens die Hälfte ist nicht ok. Wenn Mandarinen eine Druckstelle abbekommen oxidieren sie und nach 1-2 Tagen kann man sie nicht mehr essen, sie schmecken dann fade und faulsüß.

Nach nunmehr einer Woche das Endresultat. rund 70% aller Früchte waren nicht in Ordnung. ein Großteil schimmelte nach dem 4. Tag und genießbar war lediglich eine handvoll Orangen und Mandarinen. Die Orangen die unversehrt waren waren gut. Allerdings nicht besser als eine gute Ware beim Gemüsehändler.

Ich könnte nun sagen, hoffentlich bin ich ein Einzelfall. Wenn ich mir die vergammelten Granatäpfel anschaue, dann glaube ich nicht so recht daran. Auf jeden Fall habe ich wieder mal daraus gelernt und am Ende nichts gespart, im Gegenteil!

Die Thermomix Story oder 1000 Euro für den Arsch

Hallo zusammen!

April 2015: Aus gegebenem Anlass habe ich ein paar kleine Updates eingefügt.

Wäre auch nur eins der Versprechen seitens des Herstellers richtig, dann hätte er, der TM31,  mir eventuell etwas Arbeit abgenommen. Aber nun steht er da und wartet darauf  dass ich ihn zur Post bringe um einem neuen, hoffentlich glücklichen Besitzer eine Freude zu bereiten. Nein, ich hege keinerlei Schadenfreude, denn die Ansprüche an ein Küchengerät sind eben unterschiedlich.

Aber zum Gerät. Soll ich es kurz machen? Nein, das wäre zu banal einfach zu sagen „das Ding taugt nix“ oder „wer den Thermomix gut und praktisch findet hat nie wirklich kochen können“. Ich wähle die lange Variante und beginne dort wo alles begann…..

„Hey, wir können einen Thermomix ganz billig bekommen“ sagte meine Frau als sie eines schönen Abends im Frühling nach Hause kam. „Was ist bitte billig“ fragte ich. Naja, die Vorwerk Tante ist neu im Geschäft und gibt einige Geräte zu ihrem EK weiter, also schiebt uns ihre Provision durch. Und wie hoch ist die? Keine Ahnung! Ok, das ist doch mal ne gute Basis um ein Schnäppchen zu machen.

In der Hoffnung, Vorwerk lässt seinen Verkäufern/innen einen fürstlichen Bonus zukommen, bestellen wir einen Thermomix TM31 inkl. 2er Kochbücher.

Bis dorthin hatte ich bereits vieles über das Gerät gelesen und von unzähligen Nutzern nur Lobeshymnen zu hören bekommen. Von Natur aus bin ich allerdings immer skeptisch wenn so viele ein so teure Gerät über den Klee loben und keine einzige schlechte Eigenschaft erkennen. Ich kann euch sagen, es hat 15 Minuten gebraucht und ich hatte mindestens 3 zusammen.

Und so warteten wir und ich verschlang n der Zwischenzeit die verschiedenen Tipps und Rezepte die ich im Netz finden konnte. Ich muss dazu sagen, ich liebe Suppen über alles und mir ist bereits zu dem Zeitpunkt klar, der TM31 kann alles solange es eine Suppe ist.

Tataaaa! Es war schon fast Weihnachten und da kam doch glatt ein Packerl mit dem wir so gar nicht mehr gerechnet hatten. Traritrara der Thermomix ist da. Ich musste umgehend auspacken und ließ alles stehen und liegen. Ressourcenschonende Verpackung finde ich gut. Pluspunkt 1.

Unpacking!

Es gibt ja für jeden Mist ein Unpacking Video auf Youtube und so natürlich auch für den TM31. Nein ich werde kein Video einbinden. Eine Suchmaschine Deiner Wahl verwenden und schon wirst Du fündig.

Das Gerät macht einen wirklich sehr wertigen Eindruck und das Design ist, für ein modernes Küchengerät, in Ordnung. Ich liebe zwar den Retrokitsch ala Kitchen Aid aber so ein bisschen Ufo in der Küche – warum nicht.

Die Messer, Der Behälter, alles wirklich hochwertig. Sieht fast so aus als sei der Mix/Kochbehälter von Hand geschweißt was den Preis erklären würde.

Nun gut, ich war erstmal froh das die Sichtung mich doch positiv stimmte und wieder an die Arbeit. Heute Abend werde ich Dich entjungfern – ja!

Nach ein paar Stunden Arbeit war es dann soweit. Der Thermomix stand vor seinem Herrn und musste die Hosen runterlassen. Folgende Qual listete ich:

 

– Zwiebeln schneiden

– Nüsse hacken

– Gemüse zerkleinern

– Eine Suppe kochen

– Eis crunchen / Puderzucker herstellen

 

Zwiebel schneiden

Geht es nach der Anleitung sowie den Kochbüchern, dann muss das Zwiebelschneiden eine wahre Freude sein. Und so nehme ich zwei Zwiebeln, schäle sie und zerteile sie, gemäß der Anleitung, in grobe Teile. Dazu sei gesagt, ich verarbeite eine halbe Zwiebel, per Hand, innerhalb von 6 Sekunden zu feinsten Würfelchen. Eine Ganze dürfte ca. 20 Sekunden dauern.

Zwiebelstücke in den Thermomix und Mix it Baby. 5 Sekunden auf Stufe XYZ und gut. „What to hell!“ Das Teil ist laut, das Teil ist extrem laut. Wenn ich daneben unsere 20 Jahre alte Bosch Maschine betreibe, klingt der Thermomix wie ein Düsenjet.

Deckel runter und ein Blick in den Topf.

Note 6

Die Zwiebeln sind Matsch, die „Stücke“ von nicht gleichmäßiger Größe und man kann die Oxidation schon riechen. Für ZigZigZillis Nutzer ein gewohntes Bild, für den leidenschaftlichen Hobbykoch eine echte Katastrophe. Und nein, ich habe den TM31 richtig bedient!

 

Nüsse hacken

Haselnüsse in den Mixer und entsprechend der Anleitung gehackt. Man hat die Wahl zwischen ungleichmäßig groben Stücken, ungleichmäßig mittelgroßen Stücken oder Nussmatsch.

Je nach Einsatzzweck der Nüsse würde ich eine 4 (ausreichend) bis 5 (mangelhaft) geben. Das Ergebnis ist genauso schlecht wie bei den Zwiebeln nur das es bei Nüssen nicht so viel ausmacht.

 

Gemüse zerkleinern

Ich erspar mir das Geplapper von wegen dem Schälen usw. Das Ergebnis ist für die Vorbereitung zu einer Suppe gerade noch zu akzeptieren. Auch hier geht es eher in Richtung gehäckselt als geschnitten. Für ein grobes Hacken und die anschließende Weiterverarbeitung ist das Ergebnis nicht gut. Es kommt einem vor als sei das Messer stumpf oder die Geschwindigkeit zu langsam. Beides ist nicht der Fall, die Bedienung wie vorgeschrieben und bei allem ist das Gerät einfach nur laut.

Für das Gemüse gibt es, auch wieder abhängig von der Weiterverarbeitung, eine

4 bis 5.

 

Eine Suppe kochen

Ich hab Zwiebeln, ich hab Gemüse, also lasst uns eine Gemüsesuppe kochen. Ihr werdet verstehen, dass ich mir neue Zwiebeln geschnitten habe und nicht den MixMatsch genommen habe.

Öl in den Thermomix, Zwiebeln dazu und auf andünsten lassen bei gleichzeitigem Rühren.

Oha, das ist geil. Die Zwiebeln können ohne Aufsicht andünsten und keine wird dabei braun. Naja, logisch wenn sie vom Rührwerk alle an die Seitenwand geschoben werden. Also bleibt man dabei stehen und schiebt sie mit dem mitgelieferten Schieber so alle 30 Sekunden wieder zurück. Die Zwischenzeit (die 30 Sekunden) kann man hervorragend dazu nutzen kurz in der Nase zu bohren oder ein Glas Wein zu kippen um das hier alles zu verkraften.

Die Zwiebeln sind angedünstet und ich gebe das kleingehäckselte Gemüse dazu. In den ganzen TM-Rezepten wird immer mit gekörnter Brühe gekocht. Zu allem und jedem wird die Glutamatbombe eingesetzt – grausig. Wenn ich eine Gemüsesuppe mit Gemüse koche, dann brauch ich keine Gemüsebrühe zuführen, außer mein Geschmacksempfinden ist durch den ganzen Aromascheiss bereits nicht mehr existent. Eine Prise Salz und Pfeffer sollte bei gutem Gemüse vollkommen ausreichend sein.

Wie eine Suppe nachher schmeckt ist hier eigentlich egal. Bei 80% der Rezepte in den mitgelieferten Rezeptbüchern kann ich, unter Einsatz meines Hab und Gutes, sagen „das kann nicht schmecken“ nur wenn ich die Zubereitung und die Zutaten lese. Aber die Geschmäcker sind ja bekanntlich unterschiedlich auch wenn ich das oft nicht glauben mag.

Ok, die Suppe ist soweit das ich den Vorteil eines Thermomix voll ausnutzen könnte. Die Suppe rührt automatisch für 20 Minuten und ich kann in der Zeit Klavier spielen oder mir ein gutes Buch nehmen. Dazu muss ich sagen, wir haben eine offene Küche bzw. ein komplett offenes Geschoss und der Lärm der vom Thermomix erzeugt wird stört, nervt, ist massiv zu laut und überhaupt warum muss dieses Gerät solchen Krach machen? Selbst wenn ich in der Küche weiterarbeite nervt der Krach. Eine Unterhaltung neben einem TM31 zu führen artet in Stress aus. Auch hier zeigt das Gerät wieder, dass die angepriesenen Vorteile für den Boppes sind. Außer man kann die Türe hinter sich zu machen. Laut genug piepst das Teil ja wenn der Countdown abgelaufen ist.

Im Rezept steht noch Käse zugeben. Wie in so vielen Rezepten Käse steht. Irgendwie habe ich das Gefühl, dass mit sinkendem Anspruch der Deutschen an das Essen, der Konsum von Käse zunimmt. Very British! Obwohl die Briten sich seit einiger Zeit in die andere Richtung bewegen.

Das mit dem Käse war keine so gute Idee wie sich später rausstellte, aber hey – es stand im Rezept von Vorwerk so drin.

Die Suppe war nach Anleitung fertig. In Wirklichkeit war das Gemüse noch ziemlich roh und dem ganzen fehlte es gehörig an Pfiff. Ok, im Original regelt die Gemüsebrühe und das Glutamat – schrecklich. Ich lasse es noch etwas weiterkochen und versuche nochmals den Mixer zu nutzen um das Gemüse feiner zu pürieren. Im Normalfall hätte ich den Zauberstab genommen und wäre kurz durch den Topf gejettet. Aber im TM geht das natürlich nicht.

Tut das bitte nicht! Nicht den Mixer einschalten während der Topf halbvoll mit Suppe kocht. Nein, es hat nichts raus gespritzt, dazu ist der Deckel ja recht dicht. Der TM31 hat getanzt wie ein Harlekin an Fastnacht. Wenn da ein Kind in der Nähe ist und das Teil über die Kante tanzt – Gute Nacht. Wobei man hier sagen muss, der Deckel mit seiner Arretierung hält dicht in jeder Situation. Der Deckel des Einfüll- oder Kontrolllochs allerdings nicht.

Tanz beendet und die Suppe gegessen. Naja, ich hab sicher schon mal schlechtere Suppen gegessen, erinnern konnte ich mich allerdings nicht. Das kann man aber sicher mit ein wenig Training in einem der vielen TM-Kochkurse (schmeiß das rein, stell auf 8 und Du kannst kochen) besser machen.

Oh Schreck!

Die Suppe ist leer und es offenbart sich Schreckliches. Der zugegebene Käse hat sich nicht wirklich verteilt sondern sich am Boden abgesetzt und hängt schön in den Messern. Wasser rein, Spülmittel rein und bei etwas Hitze rühren lassen.

Der zugegebene Käse hat sich nicht wirklich verteilt sondern sich am Boden abgesetzt und hängt schön in den Messern. Ihr merkt, die Aktion hat rein gar nichts gebracht. Spülmaschine wollte ich dem Teil nicht zumuten da spätestens jetzt klar war, das Teil wird schnellstmöglich wieder abgestoßen.

Von Hand mit dem Schwamm aufwendig gereinigt. Die Spülmaschine hätte das nie und nimmer sauber bekommen.

Für Suppe, Handling, Lärm und Reinigung bekommt der Thermomix ein glatte 5, ein mangelhaft. Denn ein Gerät für über 1000,- darf so nicht sein.

 

Eis crunchen und Puderzucker machen

Mir klingt es noch richtig in den Ohren wie jemand sagte „aber damit kann man so toll Puderzucker machen“. Oha, eine 1000 Euro Maschine um Puderzucker herzustellen. Wer hat der hat!

Natürlich wollte ich sehen ob das geht. Und ja es geht. Zumindest der Anteil Zucker der in Berührung mit einem der Messer kommt. Wenn man lange genug „zuckert“ dann wird das echt Puderzucker. Das ist echte Rocket Science, ich bin aber so was von platt, das ist echt hammergeil. Nein, ich behalte Dich Du tolle Maschine, nur wegen dem Puderzucker.

Danach mal kurz getestet. In meinem Mörser kann ich viel schneller Puderzucker machen :-)

Dasselbe gilt auch für Eis. Jepp, das funktioniert

Dafür gibts eine 2-3

weil es schon recht lange dauert und wenn ich bedenke, hier wird Strom verbraucht und das Gerät will danach gereinigt werden, dann ist das nicht mehr ganz so schön.

 

Mein Fazit

Also ich hoffe ja, dass alle die einen Thermomix besitzen und mir gegenüber irgendwann einmal erwähnt haben wie super toll das Teil ist, dies hier nicht lesen. Wenn doch dann seid nicht  böse und relativiert eure Meinung oder meinen Bericht hier (wahlfrei) bitte.

Wer findet dass ein Thermomix eine tolle Küchenmaschine ist, der hat keine Ahnung was eine gute Küche wirklich bedeutet. Wer den TM lediglich als Mixer verwendet, ja das kann er wirklich super gut und laut und für 1000,- ist das ja auch ein Schnäppchen.

Ich würde mir wünschen, dass die Menschen ihr Ego beiseiteschieben und objektiv ihre Entscheidungen, ihre Meinungen betrachten. Wenn mein Auto, mein Mixer oder mein sonst was nix taugt und ich viel Geld dafür bezahlt habe, dann brauche ich ihn nicht verteidigen. Dadurch wird nichts besser und andere fallen in dieselbe Falle.

Unser TM31 ist bereits verpackt und versteigert und wird von mir direkt nach diesem Artikel zur Post gefahren. Ich  hoffe nur, die neue Besitzerin hat niedrigere Ansprüche an eine 900,- Küchenmaschine.

 

Und zu guter Letzt, ich find es klasse das ich nun mitreden kann und nicht mehr eingestehen muss, dass ich ja noch nie mit so einem Teil hantiert habe. Noch viel besser ist es, dass sich meine Urteile über die Funktionen ALLE bestätigt haben. In diesem Sinne…

Guten Appetit!

Trüffel? Wie? Lecker!

Ich konnte es kaum glauben, eigentlich wollte ich lediglich schauen ob sich schon was bei den Sommer Steinpilzen tut. Und da war er Ein Mäandertrüffel in 120 Gramm.

Geckocht wohl sehr schmackhaft was zu beweißen gilt. Ich werde berichten. Solange kann man sich aber auch bei http://www.trueffelsuche.de rumtreiben und vielleicht zu den Findenden gehören.

Golubzi vegetarisch (Russische Wirsingroulade)

Hier mal wieder was wirklich leckeres.

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Angeregt von einem Berlin Besuch und dem Café Datscha, habe ich versucht das Gericht nach zu kochen und es ist mir gelungen. Was viele nicht wissen und ich auch erst bei einem Moskau-Besuch erfahren durfte, Russland hatte vor der Sowjetunion eine ausgeprägt vegetarische Küche mit sehr wenig Fleisch. Es gibt leider nur noch wenige überlieferte Rezepte aus der Zeit vor dem Fleischwahnsinn der Sowjets. Hier eines davon.

Zutaten Golubzi für 4 Portionen

  • 4 große Wirsingblätter
  • Küchengarn
  • 250 gr. Buchweizen
  • 2 EL klein gewürfelte Karotte
  • 2 EL klein gewürfelte Sellerie
  • 2 EL klein gewürfelte Petersiliewurzel
  • 2 EL klein gewürfelter Lauch
  • 2 EL klein gewürfelte Zwiebel
  • Ca. 3/4 Liter Gemüsebrühe
  • Fett
  • 4 EL Petersilie
  • 4 EL Schnittlauch
  • 1/2 Zehe Knoblauch (optional)
  • Salz
  • Pfeffer
  • Scharfer Paprika
  • Schafskäse

Zutaten Soße

  • 1/2 Dose grob passierte Tomaten (Mutti Pulpo aus dem italienischen Supermarkt)
  • 4 entkernte, klein geschnittene Tomaten
  • 2 EL Schmand
  • Oregano
  • Salz
  • Pfeffer
  • Etwas Gemüsebrühe

 

Die Zubereitung

Die Wirsingblätter etwa 8 Minuten in Salzwasser weich kochen das sie noch gut Struktur haben. In Eiswasser abkühlen und trocken tupfen. Den Buchweizen in einer Pfanne gut anrösten. Die Gemüsewürfel in etwas Fett andünsten und den Buchweizen zugeben. Mit etwas Gemüsebrühe angießen und zugedeckt leicht köcheln lassen. Immer wieder etwas Flüssigkeit nachgießen bis der Buchweizen zu ca. 80% gar ist (12 Minuten). Die Masse sollte sehr dick cremig sein aber die Buchweizen klar strukturiert erkennbar. Zur Not mit etwas Stärke binden.

Die Masse leicht abkühlen lassen und die Petersilie, den Schnittlauch sowie den Knoblauch (gepresst) zugeben. Gut würzen und eine leichte Schärfe geben. Die Masse in die Wirsingblätter einwickeln und mit einem Zwirn zusammenbinden. Es geht zur Not auch ohne den Faden. Die Wirsingrouladen in etwas Fett ganz leicht in der Pfanne anbraten, etwas Gemüsebrühe angießen und 10 Minuten leicht köcheln lassen. Die Rouladen nun rausnehmen und in eine feuerfeste Form geben. Den Sud in der Pfanne lassen. Die Rouladen mit fein zerbröseltem Schafskäse bestreuen und im Backofen bei Oberhitze oder Grill für weitere 10 Minuten überbacken.

Die Zutaten der Soße bis auf die Tomaten in die Pfanne mit dem Rouladensud geben und erhitzen. Abschmecken und die Tomatenstücke zugeben. Kurz aufkochen lassen und auf dem Teller verteilen. Die Rouladen darauf und servieren.

Auf meinen Bildern habe ich noch Spinat/Kartoffelgemüse vom Vortag verarbeitet.

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Guten Appetit!

Weihnachtsröllchen!

Dank einem tollen Tipp aus dem Vegetarierforum.com hab ich mich mal an ein „altes“ Rezept gewagt und es vegetarisch (vegan bis aufs Milchbrot) zuzubereiten.

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Zutaten:

  • 1 Milchkapsel
  • 300 gr. Shitake Pilze
  • 40 gr. getrocknete Steinplize
  • ca. 7 vegane Filetstreifen (z.B. Just Natural)
  • 1/2 Glas weiße Bohnen
  • 3 EL gehackte Petersilie
  • 1/2 Zehe Knoblauch
  • 10 getrocknete Cherrytomaten
  • Salz
  • Pfeffer
  • Ordentliche Prise Korianderpulver
  • Prise Paprikapulver
  • Prise Thymian
  • 1 TL Tapiokastärke (oder andere Stärke
  • 1 Gemüse-Brühwürfel
  • Fett
  • Klarsichtfolie oder „Butterbrotpapier“

 

Zubereitung:

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Die Shitake von den Stielen befreien und diese mit den Bohnen, etwas Wasser und einem Brühwürfel 40 Minuten köcheln lassen bis die Bohnen superweich sind.

Die Hüte der Shitake in der Zwischenzeit in sehr feine Würfel schneiden und mit ganz wenig Fett andünsten. Den Knoblauch, den Koriander und den Thymian dazugeben.

Die Bohnen durch die Flotte Lotte drehen damit die Haut entfernt wird. Übrig bleibt ein dickes Bohnenmus. Die Hälfte vom Mus mit den veganen Filetstreifen zusammen mit dem Zauberstab zerkleinern das die Fasern der Filetstreifen noch sicht/spürbar sind.  Nun mit den weiteren Zutaten gut zusammenrühren und nicht zu mild abschmecken. Die Farce sollte 2-3 Stunden durchziehen.

Die Milchkapsel nun der Länge nach in ca. 1 cm dicke/dünne Scheiben schneiden und den Rand entfernen. Es sollte ungefähr ein Rechteck bleiben.

Eine Scheibe auf ein großzügiges Stück Frischhaltefolie oder Butterbrotpapier legen. Die Farce ca. 0,5 cm dick flächig mit einer Palette aufstreichen und dann vorsichtig einrollen. Gleich nach dem Einrollen die Brotrolle in die Klarsichtfolie einrollen, rechts und links überstehende Folie gut festhalten und sie wie ein Welleisen in eine Richtung nach vorne auf der Oberfläche rollen. Dadurch wird die Rolle stark zusammengepresst.

Die Rollen in eine Schale legen damit sie sich nicht aufrollen und eine Stunde ziehen lassen.

In etwas Fett ringsum anbraten, aufschneiden und nochmal kurz die Schnittflächen anbraten.

Mit einer Pilz Soße oder auch nur so – lecker.

Der Tipp mit den Bohnen als Farce-„Ersatz“ ist klasse.

 

Pilz Sauerkraut Suppe

Ein wenig experimentiert und am Ende – voilá, eine wirklich leckere und schmackhafte Herbst/Wintersuppe.

Bei der nächsten füge ich dann ein Bild ein :-)

Zutaten:

  • 150gr. frisches Sauerkraut (Filderkraut bevorzugt :-)
  • Eine handvoll getrockneter Mischpilze (in meinem Fall Trompetenpfifferlinge, Herbsttrompeten, Maronen, Steinpilze)
  • zwei Kartoffeln
  • Eine Möhre
  • 3 Zehen Knoblauch
  • kleine Sellerieknolle
  • Etwas Selleriegrün
  • Leichte Gemüsebrühe
  • 2 Lorbeerblätter
  • 100 ml Bier
  • Salz, Pfeffer
  • 3 entkernte, grob geschnittene Tomaten
  • 1 Zwiebel
  • Fett
  • 1/4 Bund Petersilie

Zubereitung:

Die Pilze für > 3 Stunden in ca. 500 ml Wasser einlegen. Die fein geschnittene Zwiebel n Fett glasig dünsten und das Sauerkraut sowie die fein gewürfelte Sellerie zugeben. Kurz mitdünsten und dann mit dem abgesiebten Saft der Pilze ablöschen. Lorbeerblätter zugeben. Ca 30 Minuten leicht köcheln lassen.
Nach ca. 20 Minuten die Pilze in etwas Fett anschwitzen und den zerdrückten Knoblauch zugeben. Mit etwas Gemüsebrühe und dem Bier ablöschen und die klein geschnittene Kartoffel sowie die klein geschnittene Karotte zugeben.
Nach 10 Minuten die Inhalte beider Töpfe zusammenschütten und würzen. Die Tomatenstücke zugeben, nach 5 Minuten die klein geschnittene Petersilie dazu und servieren.

Wer mag kann natürlich noch einen Esslöffel Saure Sahne und ein Roggenbrot dazu essen.

Guten Appetit!

Fire Sticks

BBQ ist schon was leckeres und es geht definitiv ohne Fleisch. Wenn ich an Babyback Ribs zurückdenke die meist mit Bappsüsser Soße zugekleistert wurden und fast immer in Babybrei Konsistenz verspeist wurden, dann weiß ich nur einmal mehr das meine Entscheidung die Richtige war.

Hier kommt lecker Slow Food!

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Fire Sticks

 

Zutaten:

  • Just Natural Vegan Filetstreifen hell
  • 3 EL Tomatenmark
  • 2 EL Zuckerrohrsirup
  • 2 EL Honig oder Ahornsirup
  • 1 TL Salz
  • 2 TL Senf
  • 1 TL Zucker
  • 1 TL Flüssigrauch
  • Limettensaft
  • Ordentlich Pfeffer aus der Mühle
  • Chilli oder Habanerosoße nach belieben
  • Apfelsaft
  • Öl

Zubereitung:

Die aufgetauten Filetstreifen in etwas Habanerosoße und dem Saft einer Limette plus einem TL Zucker für 2-3 Stunden marinieren.

Abtupfen und in Öl ringsum anbraten. Es darf schon hier und da etwas dunkler werden. Nebenbei die restlichen Zutaten zusammenrühren und abschmecken. Es sollte eine süßliche, scharfe Note mit leichter Säure entstehen. Nicht zu süß, da das Tomatenmark im Backofen noch ordentlich an Süße zulegt.

Die leicht abgekühlten Filetstreifen mit der Soße vermengen und auf einem Backpapier auslegen. Bei ca. 100 Grad und angelehnter!! Backofentüre für etwa 30 Minuten backen lassen. Dann nochmals mit der Soße überpinseln und ordentlich Pfeffer darüber. Nach weitern 20 Minuten ist es vollbracht.

Man kann sie auch kaltstellen und vor dem Essen schnell über den Grill mit Holzfeuer ziehen.

Vegan Sticks hell 5

Lupinenmehl Rezeptversuche

Es war einmal eine Königin und die wollte unbedingt etwas aus Lupinenmehl essen. Nun sendete sie eine Nachricht in ihr Land hinaus und bot dem der das leckerste Lupinenrezept erfindet die Hälfte ihrer Ländereien an.

Jaja so ähnlich wars vielleicht aber interessant ist es schon. Lupinenmehl als proteintechnische Bombe für die „normale“ vegetarische Küche zu verwenden.

Die ersten Versuche gehen darum zu erkennen wo die Lupinie ihre geschmacklichen Vorzüge hat

1. Mit Wasser und Salz

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Mit Wasser und Salz als quasi Fladen schmeckt das nicht soo schlecht ist allerdings extrem bröselig. Das Mehl klebt quasi null. Im Netz waren Informationen das Lupinen Mehl gut als Binder und somit auch als Ersatz zu Ei und Co. geeignet sei. Das kann ich nicht bestätigen.

 

 

 

 

2. Mit Wasser und mehr Salz und schärfer angebraten

_PKL1101 Salz regelt könnte man sagen. Etwas schärfer angebraten und etwas mehr Salz entlockte dem Lupinenmehl einen wirklich leckeren Geschmack. Fast in Richtung eines (sorry) Wiener Schnitzels. Ein panierter Sellerieschnitzel-Versuch wird hier folgen.

 

 

 

 

3. Mit Wasser, Ei, Zucker und Rohrzuckersirup

_PKL1102Die Kombi wie ein Pfannekuchen ist nicht das Ding derLupinie. Irgendwie passt EI und Lupinie nicht. Vielleicht liegt es auch an der bröseligen Konsistenz.

 

 

 

 

 

4. Buletten

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Ein paar Bilder der Bulettenversuche die allesamt enttäuschend waren. Es waren Rezepte die ich bereits mit anderen Mehlen gekocht habe und die eigentlich gut geschmeckt haben. Aber was ändert das Lupinenmehl an den Rezepten? Im Volumen benötigte ich die 3 fache Menge im Vergleich zu zum Beispiel Weizenmehl. Der Teig wird sehr „speckig“ aber dennoch brüchig. Vom ursprünglichen Volumen bleibt ein „Klops“.

Hier eine mit Schafskäse gefüllte Variante

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In diesem Sinne viel Spaß mit den unvermahlenen Lupinien, denn die schmecken eingelegt mit etwas Knoblauch, Salz, Pfeffer, Kräutern, Essig und Öl wirklich lecker.

Guten Appetit

 

 

Steinpilz Polenta

Eine Polenta vom Steinpilz ist ein echter Genuss. Definitiv nichts für Kalorienzähler aber man gönnt sich ja sonst nichts.

_PKL1097Die Zutaten:

  • Steinpilze (ca. 150 gr.)
  • Polenta
  • Gemüsebrühe (ca. 100ml)
  • Sahne (ca. 100ml)
  • Schwarzer Sesam
  • Salz
  • Pfeffer
  • Parmesankäse
  • Butter
  • 1 Zehe Knoblauch

Die Zubereitung:

Die Steinpilze in kleine Stücke schneiden und mit etwas Butter für ca. 10 Minuten dünsten bis leicht braten. Sie sollen keine Farbe annehme. Nun die Gemüsebrühe zugeben und weitere 5 Minuten köcheln lassen. Salzen und Pfeffern. Die Polenta langsam zugeben bis eine Sättigung erreicht ist. Lieber zu wenig und dafür länger einkochen lassen. Sahne, zerdrückten Knoblauch, einen Esslöffel geriebenen Parmesan und schwarzen Sesam zugeben.

Wenn Die Polenta in der Konsistenz einem Grießbrei ähnelt, in eine mit einem Backpapier ausgekleidete Form füllen und 10 Minuten stehen lassen.

Die Polenta in den auf 200 Grad vorgeheizten Backofen schieben und gut 30 Minuten backen. Etwas Parmesan darüberstreuen und abkühlen lassen (3 Stunden bis über Nacht)

Nun die Polenta auf ein Blech mit Backpapier stürzen und wieder im Backofen (200 Grad) für 30 Minuten backen. kurz vor Ende der Backzeit ein gutes Stück Butter drauflegen und noch etwas Parmesan drüber.

Das überschüssige Fett mit einem Zewa aufnehmen, in Stücke schneiden und anrichten.

Gedünstete Steinpilze und ein Ratatouille oder anders Gemüse dazu. Eine echte Schlemmerei. Etwas Trüffel darüber wäre sicherlich auch eine Variante.

 

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Sushi mal Italienisch

Simpel und lecker. Ich hätte nicht gedacht, daß die Aromen zueinander passen. Weit gefehlt.

Sushi aus Neapel!

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Klassisches Sushi, gefüllt mit getrockneten Tomaten, einem Parmesansplitter und leckerem neapolitanischem Basilikum. Sushireis klassisch mit Reisessig, Zucker und Salz, nur auf den Wasabi hab ich verzichtet.

Eine oberleckere, natürlich vegetarische Variante konnte ich vor kurzem versuchen. Hier wurde Avocado mit Mango kombiniert – Hammer!

Für alle denen zu Sushi immer nur Fisch einfällt sei gesagt, schaut genau hin was ihr euch und der Umwelt damit antut. Diese Seite des WWF  kann Auskunft geben.

Ansonsten kann man den Tisch lecker, festlich, cool und ideenreich sehr gut mit vegetarischem Sushi decken.

Guten Appetit!

Veggie World 2013 – Kleine Nachlese

Nachlese ist gut, hatte ich doch vorab nichts geschrieben. Aber dennoch habe ich auch in diesem Jahr die Veggie World besucht. Nur war ich diesmal auf der Seite der Aussteller und davon würde ich euch gerne berichten.

Gespannt war ich auf die intensiven Diskussionen mit Veganern und Omnis. Man muss natürlich wissen, dass die Veggie World eine parallele Veranstaltung zur Paracelsus Messe ist. Die Paracelsus Messe ist schnell beschrieben.

„Früher hätte man Gauklermarkt dazu gesagt“

Dementsprechend ist das Publikum gemischt. Veggies aller Couleur,  Wunderheiler und Lämmer die ihr Portemonnaie wohlwollend zur Schlachtbank führen.

Aber zur Veggie World!

Die Besucherzahlen kamen mir üppiger vor. Wobei dies durch den geänderten Blickwinkel durchaus täuschen kann. Die Bedrohlichkeit der Massen bekommt man immer dann zu spüren wenn man frisches Fleisch ähm sorry, ich meine natürlich frische Probierstückchen der köstlichen Produkte auflegt. Dann fühlt man sich mitunter wie in einem alten Zombie Film. Wir hinter der Theke und die Zombies bewegen sich langsam aber bestimmt auf uns zu. Lach – nicht böse sein, aber der Anblick der Augen die lüstern auf  Hackbällchen und Nuggets blicken ist schon verdammt nahe an der Supermarktszene aus Zombie Teil 2.

Veganer sind lässig! Puuh, hatte ich doch gedacht mehr Diskussionen um Ei-Anteil oder meine alten Lederschuhe führen zu müssen. Weit gefehlt! Veganer sind im Großen und Ganzen eher lässig unterwegs und schieben hier und da auch schon einmal ein Stückchen in den Mund und fragen danach was sie denn da gegessen hatten. Ganz schön mutig so mit „Fleisch ist Mord“ auf dem Rücken und einem „V“ in der Haut.

Viele Menschen hatten keine Idee wie gut vegetarische und vegane Produkte schmecken können. Naja, vieles auf der Messe ist, wie uns zigmal berichtet wurde, eine Zumutung für den Gaumen. Nicht die wirklich leckeren frisch zubereiteten Gerichte; Die Fast (schnell)- oder Fertig- oder auch Halbfertigprodukte sind es bei denen sich einem vermehrt der Magen umdreht. Noch immer! Leckere Ausnahmen gab es natürlich auch. Ein Apfel ist ja eh vegan – wir reden im Prinzip immer von Convenience, Fleisch, Käse, Wurstalternativen – Fast Food eben.

Meine Erklärung: Wenn Veganer produzieren dann soll das Endprodukt nicht zwangsläufig nach dem schmecken nachdem es aussieht was ich grundsätzlich sehr gut finde. Das täuscht aber und die Psyche der Omnis spielt den Streich negativ zurück. Wenn etwas nach Wurst aussieht, dann sollte es auch so schmecken – sagt der Kopf. Ich meine darunter leiden viele eigentlich gute Produkte sehr stark.

Zu kosten gab es wieder vieles. Angeboten wurde üppig und am Ende fühlte man sich eher wie in einem großen Supermarkt. Aber so sehen Messen heutzutage aus. Die materiellen Lüste werden befriedigt und man geht vom vielen probieren mit Sodbrennen und zusätzlichem Übergewicht nach Hause. Oder man übergibt sich wie man bei einer nicht zu unterschätzenden Anzahl, vornehmlich weiblicher Besucher, annehmen konnte.

Naja, nicht alle. Ich meine die VeggieWorld, und ich wiederhole mich hier, ist die Messe mit den schönsten Frauen. Natürlichkeit, Freude und Intellekt sind eben more sexy als alles andere.

Alles in allem fand ich die Leute sehr nett, überrascht und offen. Teils durfte ich erstaunte Blicke in den Augen von Fleischessern erleben und wohlwollende Anerkennung für den Geschmack der Produkte entgegen nehmen. Klasse!

Bis 2014!

Kleine Bettlektüre

So als frischer Vegetarier mit dem Ziel in Richtung veganer Ernährung zu tendieren, da hat man es ja bekanntlich nicht leicht. Nun meine ich nicht die anderen. Das eigene Ego, von unzähligen nicht gut zu heißenden Tatsachen getrieben, ist man schneller als man denkt in einem nicht angenehemen Modus Operandi. Was will man auch, bei der Menge an negativen Einflüssen des Fleischkonsums kann man nur schlecht über seine eigene Vergangenheit und die Gegenwart der anderen urteilen. Die Diplomatie ist meist schnell zu Ende wenn man die immer wiederkehrenden blöden Fragen beantworten darf, deren Antworten doch eigentlich jedem bekannt sein sollten. Denkt man, weil man ein falsches Maß ansetzt.

Ich werde demnächst auf der Veggie World an einem Stand, ratet mal wo, aushelfen und ich bin gespannt auf die, die wie ich vor nun gut drei Jahren dem Fleisch abgeschworen haben. Voller Enthusiasmus werden sie stürmen und vegan statt vegetarisch rufen und wehe dem der eine Wurststulle raus zieht.  Ach das wird herrlich.

Aber kann man denn jemanden verurteilen der durch die Gesellschaft, durch die Erziehung und eben sein ganzes Leben auf Fleisch getrimmt wurde? Ist es statthaft zu unterstellen man mache sich keine Gedanken um die Zukunft seiner Kinder, des Planeten und allem voran das Leben der Kreaturen die vor einem auf dem Teller liegen.

Ich meine ja. Ab einem gewissen Alter und der heute stattfindenden Aufklärung, solle auch der Dümmste es so langsam kapiert haben, dass es so nicht weitergeht. „So“ bedeutet – im Überfluss, ohne die Konsequenzen zu beachten, rücksichtsloses globalisiertes Ausbeuten und schön brav einmal im Jahr eine kleine Spende in Richtung der 3. Welt.

Wer nun denkt „der hat eine an der Klatsche“ – na bitte, dann denk das eben. Wer sich aber seit langem Gedanken macht, warum ist das Fleisch so billig, warum die Skandale und warum muss man wirklich jeden Tag Fleisch, Fisch oder Wurst auf dem Teller haben, dem empfehle ich diesen Bericht.

 

 Den Fleischatlas der Heinrich Böll Stiftung gibt es hier Fleischatlas

 

Vielleicht führt Dich dann der nächste Gang nicht mehr in den Supermarkt oder zum Metzger, sondern Du suchst Dir einen Fleischerzeuger mit Rückgrat, bei dem Tiere ein gutes Leben bis hin zu ihrem schnellen Tod führen dürfen. Es gib sie! Schön wäre natürlich Dein Griff nach vegetarischer Kost, ich meine ich zeige das es geht. Und dann gönn Dir eben ab und an ein wirklich „gutes“ Stück Fleisch bei dem Du Dein Gewissen und die Zukunft nicht belasten musst.

 

In diesem Sinne, ein schönes Wochenende!

Polenta auf Steinpilzen an Spinatnockerl

Ein relativ schnell zubereitetes, leckeres Gericht.

 

Die Zutaten für die Polenta:

  • Polenta
  • 1/2 L Gemüsebrühe
  • Gebratene Steinpilze (TK ist perfekt)
  • Geröstete Walnüsse
  • Knoblauch
  • Zwiebel
  • Butter
  • Salz
  • Pfeffer

Zutaten für die Steinpilze:

  • Steinpilze
  • Salz
  • Pfeffer
  • Petersilie

Zutaten für den Spinat

  • Blattspinat
  • Knoblauch Zwiebel
  • Salz
  • Pfeffer
  • Muskat

Pitaziensahne

  • 1/2 Beutel Pistazien
  • 1 Becker Sahne
  • Etwas Salz

 

Zubereitung:  Die Steinpilze gut aber nicht zu scharf anbraten und die klein geschnittenen Zwiebelstücke zugeben. Mit etwas Brühe ablöschen und den Knoblauch dazu pressen. Nun Polentamehl einrühren und rühren bis ein dicker Brei entstanden ist. Die Walnüsse zugeben und bei kleiner Hitze für ein paar Minuten auf dem Herd lassen. Mit den Gewürzen abschmecken. Der Teig darf gut gewürzt sein. Vom Herd nehmen und 10 Minuten abkühlen lassen. Nun die in kleine Würfel geschnittene Butter (ca. 125 gr.) untermengen bis sie verlaufen ist.

In gefettete Metallringe auf einem Backbleck mit Backpapier füllen und bei 200 Grad für 30 Minuten backen lassen

Die Steinpilze anbraten, mit gaaanz wenig Brühe ablöschen und würzen. Petersilie dazu.

Den Spinat zubereiten und in ein Sieb zum Abtropfen geben.

Die Pistazien Kerne mit dem Zauberstab o.ä. sehr fein hacken, Sahne und Salz zugeben und mit den Zauberstab schlagen bis die Sahne steif ist.

 

Vegetarische Sterne im Elsass Teil 2

Die Auberge Frankenbourg in der 13 Rue du Général de Gaulle in 67730 La Vancelle war unser Hotel und das Restaurant für den zweiten Abend. Die Zimmer sind geschmackvoll und interessant eingerichtet, sauber und für Frankreich und das Elsass durchaus preiswert. 75,- das Doppelzimmer pro Nacht plus 11,- pro Frühstück.

Nach dem Reinfall am Vorabend hatten wir beim Frühstück in der Auberge Frankenbourg bereits eine sehr gutes Gefühl. Das Frühstück ist durch und durch lecker. Vom Brot über die leckeren Käse bis hin zu sehr feiner Wurst (hörensagen – wenn es das überhaupt gibt).

Die Auberge Frankenbourg ist ein Familienbetrieb und vorab hatte ich mit Guillaume Buecher, einem der beiden Brüder, per Mail reserviert und mich als Vegetarier erklärt. Die Reaktion war sehr freundlich und Herr Buecher kam sofort mit ein paar Ideen für ein Menü.

Der Empfang in der Auberge Frankenbourg war sehr nett und somit freuten wir uns auf einen hoffentlich kulinarisch schöneren Abend. Den Tag verbrachten wir mit der zauberhaften Umgebung rund um Colmar und entlang der Route de Vin.  Zu erwähnen ist hier das Weingut Schaller in Mittelwihr. Der „S de Schaller“ Cremant ist ein wirklich feines Stöffchen und so packen wir uns ein wenig davon in den Kofferraum.

Aber zum Wesentlichen. Nach einer kurzen Einstimmung an der Bar öffnete das Restaurant seine Pforten. Der Speisesaal war bis auf den letzten Platz ausgebucht. Dazwischen wir in einem sehr netten Ambiente. Wir wurden sehr herzlich begrüßt und diese Herzlichkeit zog sich durch den gesamten Abend. Der Service war und ist wirklich hervorragend. Keine steifes Sterneschnickschnack sondern so wie Menschen miteinander umgehen sollten.

Das Menü wurde uns vorgeschlagen und Sebastian Buecher hat sich so einige Gedanken zu unserem Menü gemacht die sein Bruder uns vorschlug. Exzellent! Wir entschieden uns für korrespondierende Weine und unsere Omnis bekamen eines der regulären Menüs.

Zum regulären Menü der Auberge Frankenbourg:

  • Amusettes et Broutilles
  • Foie gras de canard et  cristalline de mandarine.
  • Gâteau de foie blond, écrevisses et bouillon de carcasses.
  • Omble chevalier, carotte confite au sapin, gel de fanes et gnocchi.
  • Canette, navet au safran, coing,  éclat de miel et anis vert.
  • Plateau de fromages (supplément 12 €)
  • Feu de forêt.
  • Mignardises

Ich kann hier nur wiedergeben was mir berichtet wurde aber auf das Urteil meines Bruders kann ich mich hier verlassen. Perfekt durch und durch!

 

Das vegetarische Menü startete ebenfalls mit den Amusettes. Nur eben die vegetarische Variante.

Dann folgte eine Komposition aus Karotten mit gerösteten Nüssen, Schäumen und Cremes und ach was soll ich sagen – das war phänomenal! Wirklich sehr gut.

Unsere Bouillon war eine Gemüsebrühe mit diversen vegetarischen Einlagen. Auch hier wieder ein Volltreffer.

Nun folgte unser Hauptgang. Ein Rührei mit schwarzen Trüffeln. Nun mag einer denken, baaah ein Rührei wie profan. Nein, dieses Rührei war eine Offenbarung. Konsistenz, Geschmack und Präsentation – 2 Sterne hierfür!

Nun folgte eine Variation von Wurzelgemüse mit Würfeln eines Jus aus japanischen Limetten sowie einer Dampfnudel. Ebenfalls sehr lecker. Ich hätte mich allerdings über einen kleinen Nudelgang (in welcher Form auch immer) gefreut. Es war alles in allem sehr viel Gemüse und recht wenig Kohlehydrate. Ok, das hat natürlich auch Vorteile :-)

Dem Dessert ging ein Mango Lipstick voraus. Eine nette Spielerei die eben nach frischer Mango schmeckte.

Nach unserem Wunsch gab es nun den obligatorischen Käsegang. Die Käseauswahl in der Auberge Frankenbourg war üppig und die Bedienung war perfekt auf unsere Fragen vorbereitet, kannte jeden Käse oder gar die Kuh oder das Schaf von der der Käse kam. Sehr fein und spätestens hier freute ich mich über die wenigen Kohlehydrate der vorigen Gänge.

Das Dessert war ein, wenn nicht das Highlight. Feu de foret – Feuer des Waldes war ein Krokantplättchen mit einer Creme und oh Top eine feste Sahnehaube die mit dem typischen Schnaps aus dem Grün von Nadelbäumen (ich weiß nicht von welchem) flambiert wurde. Gehaltvoll ohne Gelatine und sehr sehr fein.

Der einzige Wermutstropfen war vielleicht die Abstimmung der Weine gegen das vegetarische Menü – aber das ist jammern auf hohem Niveau und letztendlich war es lediglich in einem Gang nicht ganz so passend.

Ich kann nur sagen: Vielen Dank für den schönen Abend, das sehr gute Essen aber vor allem für den perfekten und nettes Service. Der eine Stern dürfte bald nicht mehr alleine sein.

Vegetarische Sterne im Elsass Teil 1

Wer meinen Blog länger verfolgt (auch zu Fleischzeiten), der kennt mein Faible für leckere Sterneküche. Am vergangenen Wochenende haben wir uns, gemeinsam mit meinem Bruder, aufgemacht um neu Sterne zu entdecken.

2 Vegetarier und 2 Allesfresser (sorry Brother).

Nun ist Frankreich nicht gerade das Mekka der vegetarischen Sterneköche und das Verständnis für ein Leben ohne tote Tiere ist bei, ich sag mal 99% der Franzosen nicht vorhanden.Nur sehr sehr langsam versteht der französische Koch, dass Genuss nicht ausschließlich aus Foi Gras und St. Jaques besteht. Ich wage sogar zu behaupten, die meisten Sterne Köche in Frankreich werden, wenn man ihnen die Stopfleber wegnimmt, ganz heftig ins trudeln kommen. Denn jede Sternekarte sieht aus wie die andere. Die Abweichungen zwischen den Gerichten sind minimal und es wird ewiglich auf dem selben „Mist“ umher geritten.

Aber es geht besser!

Beginnen wir aber mit dem ersten Abend. Das Le Table du Gourmet in Riquewirh hatten wir bereits vor einigen Jahren, als wir noch keine Vegetarier waren, besucht. Optisch sicherlich eines der schönsten Restaurants im Elsass. Ich habe, wenn Du die Suche bemühst, bereits einen Bericht darüber geschrieben. Wir waren damals sehr unzufrieden. Nicht wegen dem Essen sondern wegen des absolut miserablen Service. Damals schoben wir es auf eine Krise im Restaurant Team und da jeder einen zweite Chance verdient hat, haben wir einen Tisch bestellt und bereits vorab klare Ansagen gemacht, dass zwei der Gäste Vegetarier sind.

Angekommen ist uns gleich die geringe Auslastung des Restaurants aufgefallen. Schön ist es nach wie vor. Die modernen Gemälde, das Rot der Wände und einfach alles perfekt. Die Begrüßung war nett und höflich und wir machten es uns bequem.

2 Menüs zur Wahl. Wir machten der Bedienung klar, hier sind die beiden Vegetarier die gerne ein vegetarisches Menü hätten. Kein Fisch, kein Fleisch bitte. Wir waren guter Stimmung denn es schien als hätte man uns verstanden. Nach dem Apperitiv kam dann auch gleich ein Gruß aus der Küche….

1. RoteBeete Schaum mit ……. Rindfleisch (vom Fleisch wurde bei der Präsentation nichts erwähnt)

Ok, extra ein Amuse Gueule zu bereiten, da kann man großzügig sein und den Qmnis am Tisch ein Doppelpack bescheren. Allerdings war es ein Reinfall.

2. Eine Bouillon

Eine Bouillon besteht in Frankreich IMMER aus Rindfleisch, so auch hier. Lobenswerter Weise wurde die Fleischeinlage gegen etwas Sellerie getauscht – Reinfall

3. St. Petersfisch auf Linsengemüse

Was das mit vegetarischer Küche zu tun hat wussten wir dann nicht mehr wirklich und konnten anderen damit keine wirkliche Freude machen weil das Gericht zudem versalzen, sehr versalzen war.

Ich erspare mir die nächsten beiden Gänge – nicht vegetarisch und nicht einen Stern wert. Vielleicht ist der Omni-Hauptgang zu erwähnen der, laut unseren Omnis einfach nur nach nichts geschmeckt hat und obendrein auch nach nichts aussah.

Es folgten zwei Dessertgänge von denen mindestens einer mit Gelatine zubereitet wurde. Als seien zwei Dessertgänge nicht genug, gab es noch ein paar Leckereien zum Kaffee. Marshmallows scheinen in Frankreich gerade hip zu sein und so kamen verschiedene Bappsüsse Teile die einem das Menü, wenn es ein Erfolg gewesen wäre, mit einem Schlag vernichtet hätten. Wie verstrahlt muss der Chef der Küche sein um diesen Mist zu servieren.

Selbiger kam dann auch noch an unseren Tisch. Stellt sich hin und sagt erstmal nichts. Ich dachte an Drogen oder sonstige psychische Einschränkungen. Der Mensch war einfach nur peinlich. So peinlich wie seine Küche.

Somit hat das Table du Gourmet ein zweites Mal versagt. Total versagt und ich wette meinen …….. – dieses Restaurant wird seinen Stern in Kürze verlieren.

 

Weiter zum 2. Teil

 

 

Kleiner Weihnachtsteller

Da gehts wieder los, das Fest der Völlerei und der Gier.

Ein kleines leckeres Tellerchen, das gar nicht viel kostet aber dafür umso besser schmeckt.

Man nehme: Eine Milchkapsel, einen Mozzarella, eine Zucchini, Pilze, etwas Olivenöl, Knoblauchzehen, halb getrocknete Tomaten ein wenig Pesto. Für den Salat einen sehr kleinen Romanosalat pro Person und ein Dressing nach Wahl.

Aus einer dicken Scheibe der Milchkapsel ein Rundes Stück ausstechen (geht z.B. prima mit einem Weinglas) und ringsum in Öl, in dem vorher grob gehackten Stücke Knoblauch leicht geröstet wurden, anbraten. Auf ein Backblech und 2-3 kleine halb getrocknete Tomaten auflegen, eine dicke Scheibe Mozzarella und dann bei Oberhitze in den Backofen bis der Mozzarella beginnt zu schmelzen.

In der Zeit Zucchinischeiben grillen oder braten, salzen und auf einem Papiertuch abtrocknen lassen. Pilze (hier Kräuterseitlinge) anbraten, salzen und Pfeffern und am Ende mit wenig Balsamico ablöschen und auf null reduzieren.

Pilze und Zucchini auf den Mozzarella und etwas Pesto darüber. Basilikum Blätter machen sich sicher auch gut.

Vom Salat die äußeren Blätter entfernen, unten abschneiden und vorsichtig waschen damit die Form bleibt. In ein Glas stecken und das Dressing innen drüber träufeln.

Etwas von den Zucchini, Tomaten und Pilzen noch auf den Teller geben und voilá. Zwei Stück davon sind eine vollwertige Mahlzeit.

Fröhliche Weihnachten!

Vegetarische Shrimps

Schon witzig was die vegetarische und vegane Bewegung alles so kopiert. Mutet ja fast schon chinesisch an.

Vegetarische Shrimps als TK Produkt sind da schon irgendwie komplett abgehoben aber gut zubereitet schmeckt das wirklich lecker auch wenn man, wie ich, Shrimps zu früheren Zeiten bereits sehr kritisch betrachtet hat.

Shrimps oder auch Garnelen werden unter Einsatz großer Mengen an Medikamenten und weiterer Chemie produziert. Wer einmal die Produktionsseen in Thailand gesehen hat und die dadurch verursachte massive Umweltverschmutzung, der kann einfach keinen Appetit mehr darauf haben. Auf der anderen Seite die Wildfänge die zumeist mit Grundnetzen gefangen werden und somit alles Leben am Boden der Meere zerstören.

Somit sind die Fake-Shrimps ein weiterer echter Beitrag für unseren schönen Planeten und gegen den Raubbau.

Halbiert und in Bambusklammern geklemmt pinsel ich etwas Öl mit Knoblauch und Salz darüber und grille sie über weiß glühender Kohle mit etwas Buchenholz für ein leichtes Raucharoma.

 

Auf dem Teller noch etwas Öl mit kleingeschnittenem Basilikum oder Koriander darüber, Salz und Pfefer und lecker!

Die TK Shrimps sind den nicht TK Shrimps definitiv vorzuziehen, da sie eine wesentlich bessere Konsistenz aufweisen. Den Herstellerhinweis, die Shrimps vorher zu kochen, finde ich kontraproduktiv. Dadurch werden sie zu weich. Aber alles Geschmackssache. Lohnt sich auf jeden Fall auch für zum Beispiel Makis .

Ich kauf die Shrimps bei Just-Natural.de

Guten Appetit!

Quiche mit vegetarischem Speck

So eine Quiche ist schon was leckeres. Früher hab ich die mit Speck gemacht und das war definitiv lecker. Heute gibt es Speckjes oder Krpjes oder wie die Teile auch immer heißen mögen. Vegetarische Speckstreifen. Erst war ich skeptisch und hab die Teile mal in verschiedenen Varianten zubereitet. Als ich kurz weg war, waren sie alle weg. Meine Frau fand sie oberlecker und hat ratzfatz meine Testkandidaten genascht :-)

Urteil von uns beiden, eine echte Bereicherung der vegetarischen Küche. Und weil das so gut ankam, gleich mal in Aktion in einer super leckeren Quiche.

Die Teile in viel Öl langsam knusprig braun anbraten und vor der Weiterverarbeitung in einer Quiche unbedingt abkühlen lassen.

Guten Appetit!