Archiv der Kategorie: Essen

Rund ums Essen – egal wie und was

Delicado 24 – Biomüll für viel Geld

Delicado 24 EDIT 4: Ein erneuter Versuch von Freunden (unabgestimmt) brachte das identische Ergebnis. Finger weg!

Delicado 24 EDIT 3:

Wenn man die Delicado 24 Kommentare verfolgt plus die Mails die ich von unzufriedenen Bestellern erhalten habe, dann sollte man spätestens den Etikettenschwindel:

„als ich neulich meine Ware erhielt, klebte auf einer Kiwi ein Aufkleber von Zespri!! Das bedeutet , dass die Kiwis nicht „…direkt aus meinem Gewächshaus in Portugal“ stammen und nicht „…direkt von der Algarve- unbehandelt – 100 % Organic “ sondern aus Newseeland kommen und nicht mal bio sind.“

weiter verfolgen. Das ist mehr als nur ein Kavaliersdelikt.

Ich hab das mal bei der Spanischen Handelskammer für Deutschland angefragt.

EDIT 2:

In Anbetracht dessen was an Kommentaren und Email bei mir ankommt, schiebe ich das Thema nach oben. Denn….

…..unglaublich! Jetzt habe ich eine Paketankündigung erhalten, ein Paket ist seitens Delicado 24 an uns unterwegs. Unaufgefordert, nicht angekündigt. Dumm nur das wir gar nicht zu Hause sind. Ich kann nur hoffen das die das Paket nicht einfach abstellen. Sollte es in einem Shop landen, wird sich der Shopbesitzer freuen, sehr freuen.

EDIT: Ich wurde bereits mehrfach sehr freundlich angefragt um mir nochmals ein Paket zukommen zu lassen um mich zu überzeugen. Nein, das ist eine Momentaufnahme und die Erfahrung die ich gemacht habe. Selbst wenn ein erneutes Paket eine bessere Qualität liefern sollte, bleibt mein Blog wie er ist. Eventuell ergänzt um einen weiteren, vielleicht positiven Bericht über den Händler.

Ursprünglicher Blog:

Es liest sich so schön. Frische aus Andalusien. In Zeiten in denen man bei uns echtes Glück oder wahlweise viel Geld haben muss um ordentliche Orangen zu bekommen, ließt sich die Werbung von Delicado 24 .de, wahlweise Delicade 48 .eu und andere, geradezu verlockend.

Über ein Forum wurden die Früchte ebenfalls angeboten und so beschloss ich eine Kiste voll zu bestellen.

20 Kilo zu 49,95 für

7 Kg Orange 7 Kg Mandarine 2 Kg Kaki 2 Kg Mango 1 Kg Granataepfel

Nach wenigen Tagen, wie angekündigt, kam der Karton an. Stabil, groß und unbeschädigt. Gerade richtig für meine Lust auf eine leckere Orange.

Nach dem Öffnen des Delicado 48 Kartons die erste Ernüchterung. Die Mangos hatten alle bis auf eine sehr starke Transportschäden. An mehreren Stellen angedatscht, aufgeplatzt und das nicht erst seit gestern. Die Granatäpfel an beiden „Nabelseiten“ schimmlig. Ich habe einen aufgeschnitten, braun. Riecht alles andere als frisch. Die Kerne braun und weich. Den zweiten, den „Schönsten“ ebenfalls geöffnet – dito. Von den Orangen und Mandarinen waren ein paar ebenfalls mit heftigen Andatschern versehen. Nicht viele. Dachte ich ……

Die Kakis waren in Ordnung.

Ich hab mich sehr aufgeregt und meinem Unmut gleich in Bildern und einer Mail an den Händler Delicado24 Luft gemacht.

Delicado 24 Delicado 24 Delicado 24

Die Antwort war erstmal verständnisvoll und ob der Karton eine Beschädigung hätte. Nein, er ist einwandfrei. Wir hatten uns auf 15,- Nachlass, nachdem ich 20,- gefordert habe, geeinigt. Ich wusste ja nicht wie es weitergeht.

2 Tage später hatten gut 50% aller Früchte ausgeprägte „Datscher“, die erste Delicado24 Orange schimmelte obwohl ich alle direkt abgewaschen hab.

Die Mandarinen hatten eine recht lose Schale was eine Beurteilung, ob sie nun in Ordnung ist, schwer macht. So merkten wir erst nach dem Öffnen, mindestens die Hälfte ist nicht ok. Wenn Mandarinen eine Druckstelle abbekommen oxidieren sie und nach 1-2 Tagen kann man sie nicht mehr essen, sie schmecken dann fade und faulsüß.

Nach nunmehr einer Woche das Endresultat. rund 70% aller Früchte waren nicht in Ordnung. ein Großteil schimmelte nach dem 4. Tag und genießbar war lediglich eine handvoll Orangen und Mandarinen. Die Orangen die unversehrt waren waren gut. Allerdings nicht besser als eine gute Ware beim Gemüsehändler.

Ich könnte nun sagen, hoffentlich bin ich ein Einzelfall. Wenn ich mir die vergammelten Granatäpfel anschaue, dann glaube ich nicht so recht daran. Auf jeden Fall habe ich wieder mal daraus gelernt und am Ende nichts gespart, im Gegenteil!

Delicado 48 – Und wieder nur Gemotze?

Delicado 48 EDIT 3:

Wenn man die Delicado 48 Kommentare verfolgt plus die Mails die ich von unzufriedenen Bestellern erhalten habe, dann sollte man spätestens den Etikettenschwindel:

„als ich neulich meine Ware erhielt, klebte auf einer Kiwi ein Aufkleber von Zespri!! Das bedeutet , dass die Kiwis nicht „…direkt aus meinem Gewächshaus in Portugal“ stammen und nicht „…direkt von der Algarve- unbehandelt – 100 % Organic “ sondern aus Newseeland kommen und nicht mal bio sind.“

weiter verfolgen. Das ist mehr als nur ein Kavaliersdelikt.

Ich hab das mal bei der Spanischen Handelskammer für Deutschland angefragt.

EDIT 2:

In Anbetracht dessen was an Kommentaren und Email bei mir ankommt, schiebe ich das Thema nach oben. Denn….

…..unglaublich! Jetzt habe ich eine Paketankündigung erhalten, ein Paket ist seitens Delicado 48 an uns unterwegs. Unaufgefordert, nicht angekündigt. Dumm nur das wir gar nicht zu Hause sind. Ich kann nur hoffen das die das Paket nicht einfach abstellen. Sollte es in einem Shop landen, wird sich der Shopbesitzer freuen, sehr freuen.

 

EDIT: Ich wurde bereits mehrfach sehr freundlich angefragt um mir nochmals ein Paket zukommen zu lassen um mich zu überzeugen. Nein, das ist eine Momentaufnahme und die Erfahrung die ich gemacht habe. Selbst wenn ein erneutes Paket eine bessere Qualität liefern sollte, bleibt mein Blog wie er ist. Eventuell ergänzt um einen weiteren, vielleicht positiven Bericht über den Händler.

Ursprünglicher Blog:

Es liest sich so schön. Frische aus Andalusien. In Zeiten in denen man bei uns echtes Glück oder wahlweise viel Geld haben muss um ordentliche Orangen zu bekommen, ließt sich die Werbung von Delicado 24 .de, wahlweise Delicade 48 .eu und andere, geradezu verlockend.

Über ein Forum wurden die Früchte ebenfalls angeboten und so beschloss ich eine Kiste voll zu bestellen.

20 Kilo zu 49,95 für

7 Kg Orange 7 Kg Mandarine 2 Kg Kaki 2 Kg Mango 1 Kg Granataepfel

Nach wenigen Tagen, wie angekündigt, kam der Karton an. Stabil, groß und unbeschädigt. Gerade richtig für meine Lust auf eine leckere Orange.

Nach dem Öffnen des Delicado 48 Kartons die erste Ernüchterung. Die Mangos hatten alle bis auf eine sehr starke Transportschäden. An mehreren Stellen angedatscht, aufgeplatzt und das nicht erst seit gestern. Die Granatäpfel an beiden „Nabelseiten“ schimmlig. Ich habe einen aufgeschnitten, braun. Riecht alles andere als frisch. Die Kerne braun und weich. Den zweiten, den „Schönsten“ ebenfalls geöffnet – dito. Von den Orangen und Mandarinen waren ein paar ebenfalls mit heftigen Andatschern versehen. Nicht viele. Dachte ich ……

Die Kakis waren in Ordnung.

Ich hab mich sehr aufgeregt und meinem Unmut gleich in Bildern und einer Mail an den Händler Delicado24 Luft gemacht.

Delicado 48 Delicado 48 Delicado 48

Die Antwort war erstmal verständnisvoll und ob der Karton eine Beschädigung hätte. Nein, er ist einwandfrei. Wir hatten uns auf 15,- Nachlass, nachdem ich 20,- gefordert habe, geeinigt. Ich wusste ja nicht wie es weitergeht.

2 Tage später hatten gut 50% aller Früchte ausgeprägte „Datscher“, die erste Delicado24 Orange schimmelte obwohl ich alle direkt abgewaschen hab.

Die Mandarinen hatten eine recht lose Schale was eine Beurteilung, ob sie nun in Ordnung ist, schwer macht. So merkten wir erst nach dem Öffnen, mindestens die Hälfte ist nicht ok. Wenn Mandarinen eine Druckstelle abbekommen oxidieren sie und nach 1-2 Tagen kann man sie nicht mehr essen, sie schmecken dann fade und faulsüß.

Nach nunmehr einer Woche das Endresultat. rund 70% aller Früchte waren nicht in Ordnung. ein Großteil schimmelte nach dem 4. Tag und genießbar war lediglich eine handvoll Orangen und Mandarinen. Die Orangen die unversehrt waren waren gut. Allerdings nicht besser als eine gute Ware beim Gemüsehändler.

Ich könnte nun sagen, hoffentlich bin ich ein Einzelfall. Wenn ich mir die vergammelten Granatäpfel anschaue, dann glaube ich nicht so recht daran. Auf jeden Fall habe ich wieder mal daraus gelernt und am Ende nichts gespart, im Gegenteil!

Trüffel die 2.

Was macht man mit nem gefundenen Trüffel? Essen natürlich. Wir waren uns ja nicht sicher wie er schmeckt und ob er überhaupt schmeckt.

Wir wurden überrascht, sehr positiv überrascht!

Der Trüffel, ein Mäandertrüffel bekommt nicht immer gute kulinarische Bewertungen. Sobald er ein gewisses Alter hat schmeckt er wohl überhaupt nicht mehr. Unserer war sehr jung. Ob es überhaupt ein Mäander war stelle ich in Frage. Der Geschmack war hervorragend.

Zwei Varianten. Eine in Butter und eine in feinem Olivenöl aus Sizilien. Ein paar Nadeln Rosmarin, etwas Salz und einen Hauch Knoblauch ins Fett. Den Trüffel in hauchdünne Scheiben und gut vermengt auf die Teller. Nicht zuviel jungen Parmesan.

Trüffel in Butter und Öl

 

Der Geschmack war dem eines Albas ebenbürtig. Harmonisch und intensiv ohne Tadel. ca. 40 Gramm pro Portion sind üppig aber manchmal muss man so etwas machen :-). In Zukunft werde ich die Suche klar auf Mäanders ausweiten.

 

Old Fashioned ?

Manche Dinge sind zeitlos populär. Dazu zählt sicherlich auch die Zubereitung von Speisen im Holzofen. Wir haben nun endlich einen gefunden, der einen nicht ganz arm macht und ein gutes Ergebnis liefert. Ein TeFerro MFO Backofen. Auf der Gartenmesse im Dennenloher Schloss stand er da und das Konzept hat uns überzeugt.

Eingeladen und nach Hause gekarrt. Die „Einbrenn-Prozedur“ exakt nach Anleitung durchgeführt und dabei immer stärker den leckeren Holzofen Pizzageruch in der Nase gehabt. Ja des Hirn spielt einem so manch einen Streich.

Das Einbrennen hat insgesamt 2 Tage in Anspruch genommen, ist aber natürlich zwingend notwendig.

Der erste Versuch, natürlich Pizza. Meine Pizza war bis dato bereits sehr lecker wie ich voller Stolz behaupten darf. Aus dem Ferro würde ich ein Genußupdate von 100% aufschlagen. Pizza braucht eben ein Holzfeuer und viel Hitze. Danach noch ein Brot eingeschossen welches ebenfalls top war.

Die ersten Bilder gibt es von einem kleinen Gemüsetopf. Gemüse rein, Salz und Olivenöl darüber, ab in den Ofen und kurz vorher noch Käse und Tomaten dazu.

War sehr lecker. Wirklich sehr lecker.

 

Just-Natural auf dem Grill

Hi!

Ich konnte am Wochenende neue Produkte von Just-Natural.de testen. Vegane Alternativen und ich finde das Hack sehr gelungen. Auch wenn es pur nicht viel verspricht, ist es verarbeitet wirklich lecker.

Die Füllung ist mit Hack, etwas Reis, Kartoffel, Paprika (milde Chili), Zwiebel, Knoblauch und Kräuter. Jaja ich hab etwas Parmesan dran – sehr unvegan aber den kann man auch weglassen.

Golubzi vegetarisch (Russische Wirsingroulade)

Hier mal wieder was wirklich leckeres.

_PKL2315

Angeregt von einem Berlin Besuch und dem Café Datscha, habe ich versucht das Gericht nach zu kochen und es ist mir gelungen. Was viele nicht wissen und ich auch erst bei einem Moskau-Besuch erfahren durfte, Russland hatte vor der Sowjetunion eine ausgeprägt vegetarische Küche mit sehr wenig Fleisch. Es gibt leider nur noch wenige überlieferte Rezepte aus der Zeit vor dem Fleischwahnsinn der Sowjets. Hier eines davon.

Zutaten Golubzi für 4 Portionen

  • 4 große Wirsingblätter
  • Küchengarn
  • 250 gr. Buchweizen
  • 2 EL klein gewürfelte Karotte
  • 2 EL klein gewürfelte Sellerie
  • 2 EL klein gewürfelte Petersiliewurzel
  • 2 EL klein gewürfelter Lauch
  • 2 EL klein gewürfelte Zwiebel
  • Ca. 3/4 Liter Gemüsebrühe
  • Fett
  • 4 EL Petersilie
  • 4 EL Schnittlauch
  • 1/2 Zehe Knoblauch (optional)
  • Salz
  • Pfeffer
  • Scharfer Paprika
  • Schafskäse

Zutaten Soße

  • 1/2 Dose grob passierte Tomaten (Mutti Pulpo aus dem italienischen Supermarkt)
  • 4 entkernte, klein geschnittene Tomaten
  • 2 EL Schmand
  • Oregano
  • Salz
  • Pfeffer
  • Etwas Gemüsebrühe

 

Die Zubereitung

Die Wirsingblätter etwa 8 Minuten in Salzwasser weich kochen das sie noch gut Struktur haben. In Eiswasser abkühlen und trocken tupfen. Den Buchweizen in einer Pfanne gut anrösten. Die Gemüsewürfel in etwas Fett andünsten und den Buchweizen zugeben. Mit etwas Gemüsebrühe angießen und zugedeckt leicht köcheln lassen. Immer wieder etwas Flüssigkeit nachgießen bis der Buchweizen zu ca. 80% gar ist (12 Minuten). Die Masse sollte sehr dick cremig sein aber die Buchweizen klar strukturiert erkennbar. Zur Not mit etwas Stärke binden.

Die Masse leicht abkühlen lassen und die Petersilie, den Schnittlauch sowie den Knoblauch (gepresst) zugeben. Gut würzen und eine leichte Schärfe geben. Die Masse in die Wirsingblätter einwickeln und mit einem Zwirn zusammenbinden. Es geht zur Not auch ohne den Faden. Die Wirsingrouladen in etwas Fett ganz leicht in der Pfanne anbraten, etwas Gemüsebrühe angießen und 10 Minuten leicht köcheln lassen. Die Rouladen nun rausnehmen und in eine feuerfeste Form geben. Den Sud in der Pfanne lassen. Die Rouladen mit fein zerbröseltem Schafskäse bestreuen und im Backofen bei Oberhitze oder Grill für weitere 10 Minuten überbacken.

Die Zutaten der Soße bis auf die Tomaten in die Pfanne mit dem Rouladensud geben und erhitzen. Abschmecken und die Tomatenstücke zugeben. Kurz aufkochen lassen und auf dem Teller verteilen. Die Rouladen darauf und servieren.

Auf meinen Bildern habe ich noch Spinat/Kartoffelgemüse vom Vortag verarbeitet.

_PKL2316

Guten Appetit!

Weihnachtsröllchen!

Dank einem tollen Tipp aus dem Vegetarierforum.com hab ich mich mal an ein „altes“ Rezept gewagt und es vegetarisch (vegan bis aufs Milchbrot) zuzubereiten.

_PKL2309

Zutaten:

  • 1 Milchkapsel
  • 300 gr. Shitake Pilze
  • 40 gr. getrocknete Steinplize
  • ca. 7 vegane Filetstreifen (z.B. Just Natural)
  • 1/2 Glas weiße Bohnen
  • 3 EL gehackte Petersilie
  • 1/2 Zehe Knoblauch
  • 10 getrocknete Cherrytomaten
  • Salz
  • Pfeffer
  • Ordentliche Prise Korianderpulver
  • Prise Paprikapulver
  • Prise Thymian
  • 1 TL Tapiokastärke (oder andere Stärke
  • 1 Gemüse-Brühwürfel
  • Fett
  • Klarsichtfolie oder „Butterbrotpapier“

 

Zubereitung:

_PKL2300 _PKL2298 _PKL2299 _PKL2301 _PKL2302

Die Shitake von den Stielen befreien und diese mit den Bohnen, etwas Wasser und einem Brühwürfel 40 Minuten köcheln lassen bis die Bohnen superweich sind.

Die Hüte der Shitake in der Zwischenzeit in sehr feine Würfel schneiden und mit ganz wenig Fett andünsten. Den Knoblauch, den Koriander und den Thymian dazugeben.

Die Bohnen durch die Flotte Lotte drehen damit die Haut entfernt wird. Übrig bleibt ein dickes Bohnenmus. Die Hälfte vom Mus mit den veganen Filetstreifen zusammen mit dem Zauberstab zerkleinern das die Fasern der Filetstreifen noch sicht/spürbar sind.  Nun mit den weiteren Zutaten gut zusammenrühren und nicht zu mild abschmecken. Die Farce sollte 2-3 Stunden durchziehen.

Die Milchkapsel nun der Länge nach in ca. 1 cm dicke/dünne Scheiben schneiden und den Rand entfernen. Es sollte ungefähr ein Rechteck bleiben.

Eine Scheibe auf ein großzügiges Stück Frischhaltefolie oder Butterbrotpapier legen. Die Farce ca. 0,5 cm dick flächig mit einer Palette aufstreichen und dann vorsichtig einrollen. Gleich nach dem Einrollen die Brotrolle in die Klarsichtfolie einrollen, rechts und links überstehende Folie gut festhalten und sie wie ein Welleisen in eine Richtung nach vorne auf der Oberfläche rollen. Dadurch wird die Rolle stark zusammengepresst.

Die Rollen in eine Schale legen damit sie sich nicht aufrollen und eine Stunde ziehen lassen.

In etwas Fett ringsum anbraten, aufschneiden und nochmal kurz die Schnittflächen anbraten.

Mit einer Pilz Soße oder auch nur so – lecker.

Der Tipp mit den Bohnen als Farce-„Ersatz“ ist klasse.

 

Pilz Sauerkraut Suppe

Ein wenig experimentiert und am Ende – voilá, eine wirklich leckere und schmackhafte Herbst/Wintersuppe.

Bei der nächsten füge ich dann ein Bild ein :-)

Zutaten:

  • 150gr. frisches Sauerkraut (Filderkraut bevorzugt :-)
  • Eine handvoll getrockneter Mischpilze (in meinem Fall Trompetenpfifferlinge, Herbsttrompeten, Maronen, Steinpilze)
  • zwei Kartoffeln
  • Eine Möhre
  • 3 Zehen Knoblauch
  • kleine Sellerieknolle
  • Etwas Selleriegrün
  • Leichte Gemüsebrühe
  • 2 Lorbeerblätter
  • 100 ml Bier
  • Salz, Pfeffer
  • 3 entkernte, grob geschnittene Tomaten
  • 1 Zwiebel
  • Fett
  • 1/4 Bund Petersilie

Zubereitung:

Die Pilze für > 3 Stunden in ca. 500 ml Wasser einlegen. Die fein geschnittene Zwiebel n Fett glasig dünsten und das Sauerkraut sowie die fein gewürfelte Sellerie zugeben. Kurz mitdünsten und dann mit dem abgesiebten Saft der Pilze ablöschen. Lorbeerblätter zugeben. Ca 30 Minuten leicht köcheln lassen.
Nach ca. 20 Minuten die Pilze in etwas Fett anschwitzen und den zerdrückten Knoblauch zugeben. Mit etwas Gemüsebrühe und dem Bier ablöschen und die klein geschnittene Kartoffel sowie die klein geschnittene Karotte zugeben.
Nach 10 Minuten die Inhalte beider Töpfe zusammenschütten und würzen. Die Tomatenstücke zugeben, nach 5 Minuten die klein geschnittene Petersilie dazu und servieren.

Wer mag kann natürlich noch einen Esslöffel Saure Sahne und ein Roggenbrot dazu essen.

Guten Appetit!

Fire Sticks

BBQ ist schon was leckeres und es geht definitiv ohne Fleisch. Wenn ich an Babyback Ribs zurückdenke die meist mit Bappsüsser Soße zugekleistert wurden und fast immer in Babybrei Konsistenz verspeist wurden, dann weiß ich nur einmal mehr das meine Entscheidung die Richtige war.

Hier kommt lecker Slow Food!

_PKL1180 _PKL1178 _PKL1177 _PKL1176

Fire Sticks

 

Zutaten:

  • Just Natural Vegan Filetstreifen hell
  • 3 EL Tomatenmark
  • 2 EL Zuckerrohrsirup
  • 2 EL Honig oder Ahornsirup
  • 1 TL Salz
  • 2 TL Senf
  • 1 TL Zucker
  • 1 TL Flüssigrauch
  • Limettensaft
  • Ordentlich Pfeffer aus der Mühle
  • Chilli oder Habanerosoße nach belieben
  • Apfelsaft
  • Öl

Zubereitung:

Die aufgetauten Filetstreifen in etwas Habanerosoße und dem Saft einer Limette plus einem TL Zucker für 2-3 Stunden marinieren.

Abtupfen und in Öl ringsum anbraten. Es darf schon hier und da etwas dunkler werden. Nebenbei die restlichen Zutaten zusammenrühren und abschmecken. Es sollte eine süßliche, scharfe Note mit leichter Säure entstehen. Nicht zu süß, da das Tomatenmark im Backofen noch ordentlich an Süße zulegt.

Die leicht abgekühlten Filetstreifen mit der Soße vermengen und auf einem Backpapier auslegen. Bei ca. 100 Grad und angelehnter!! Backofentüre für etwa 30 Minuten backen lassen. Dann nochmals mit der Soße überpinseln und ordentlich Pfeffer darüber. Nach weitern 20 Minuten ist es vollbracht.

Man kann sie auch kaltstellen und vor dem Essen schnell über den Grill mit Holzfeuer ziehen.

Vegan Sticks hell 5

Lupinenmehl Rezeptversuche

Es war einmal eine Königin und die wollte unbedingt etwas aus Lupinenmehl essen. Nun sendete sie eine Nachricht in ihr Land hinaus und bot dem der das leckerste Lupinenrezept erfindet die Hälfte ihrer Ländereien an.

Jaja so ähnlich wars vielleicht aber interessant ist es schon. Lupinenmehl als proteintechnische Bombe für die „normale“ vegetarische Küche zu verwenden.

Die ersten Versuche gehen darum zu erkennen wo die Lupinie ihre geschmacklichen Vorzüge hat

1. Mit Wasser und Salz

_PKL1100

Mit Wasser und Salz als quasi Fladen schmeckt das nicht soo schlecht ist allerdings extrem bröselig. Das Mehl klebt quasi null. Im Netz waren Informationen das Lupinen Mehl gut als Binder und somit auch als Ersatz zu Ei und Co. geeignet sei. Das kann ich nicht bestätigen.

 

 

 

 

2. Mit Wasser und mehr Salz und schärfer angebraten

_PKL1101 Salz regelt könnte man sagen. Etwas schärfer angebraten und etwas mehr Salz entlockte dem Lupinenmehl einen wirklich leckeren Geschmack. Fast in Richtung eines (sorry) Wiener Schnitzels. Ein panierter Sellerieschnitzel-Versuch wird hier folgen.

 

 

 

 

3. Mit Wasser, Ei, Zucker und Rohrzuckersirup

_PKL1102Die Kombi wie ein Pfannekuchen ist nicht das Ding derLupinie. Irgendwie passt EI und Lupinie nicht. Vielleicht liegt es auch an der bröseligen Konsistenz.

 

 

 

 

 

4. Buletten

_PKL1104 _PKL1106 _PKL1107  _PKL1108 _PKL1110 _PKL1111

Ein paar Bilder der Bulettenversuche die allesamt enttäuschend waren. Es waren Rezepte die ich bereits mit anderen Mehlen gekocht habe und die eigentlich gut geschmeckt haben. Aber was ändert das Lupinenmehl an den Rezepten? Im Volumen benötigte ich die 3 fache Menge im Vergleich zu zum Beispiel Weizenmehl. Der Teig wird sehr „speckig“ aber dennoch brüchig. Vom ursprünglichen Volumen bleibt ein „Klops“.

Hier eine mit Schafskäse gefüllte Variante

_PKL1112

In diesem Sinne viel Spaß mit den unvermahlenen Lupinien, denn die schmecken eingelegt mit etwas Knoblauch, Salz, Pfeffer, Kräutern, Essig und Öl wirklich lecker.

Guten Appetit

 

 

Steinpilz Polenta

Eine Polenta vom Steinpilz ist ein echter Genuss. Definitiv nichts für Kalorienzähler aber man gönnt sich ja sonst nichts.

_PKL1097Die Zutaten:

  • Steinpilze (ca. 150 gr.)
  • Polenta
  • Gemüsebrühe (ca. 100ml)
  • Sahne (ca. 100ml)
  • Schwarzer Sesam
  • Salz
  • Pfeffer
  • Parmesankäse
  • Butter
  • 1 Zehe Knoblauch

Die Zubereitung:

Die Steinpilze in kleine Stücke schneiden und mit etwas Butter für ca. 10 Minuten dünsten bis leicht braten. Sie sollen keine Farbe annehme. Nun die Gemüsebrühe zugeben und weitere 5 Minuten köcheln lassen. Salzen und Pfeffern. Die Polenta langsam zugeben bis eine Sättigung erreicht ist. Lieber zu wenig und dafür länger einkochen lassen. Sahne, zerdrückten Knoblauch, einen Esslöffel geriebenen Parmesan und schwarzen Sesam zugeben.

Wenn Die Polenta in der Konsistenz einem Grießbrei ähnelt, in eine mit einem Backpapier ausgekleidete Form füllen und 10 Minuten stehen lassen.

Die Polenta in den auf 200 Grad vorgeheizten Backofen schieben und gut 30 Minuten backen. Etwas Parmesan darüberstreuen und abkühlen lassen (3 Stunden bis über Nacht)

Nun die Polenta auf ein Blech mit Backpapier stürzen und wieder im Backofen (200 Grad) für 30 Minuten backen. kurz vor Ende der Backzeit ein gutes Stück Butter drauflegen und noch etwas Parmesan drüber.

Das überschüssige Fett mit einem Zewa aufnehmen, in Stücke schneiden und anrichten.

Gedünstete Steinpilze und ein Ratatouille oder anders Gemüse dazu. Eine echte Schlemmerei. Etwas Trüffel darüber wäre sicherlich auch eine Variante.

 

_PKL1090  _PKL1095  _PKL1099

Sushi mal Italienisch

Simpel und lecker. Ich hätte nicht gedacht, daß die Aromen zueinander passen. Weit gefehlt.

Sushi aus Neapel!

_PKL1094

Klassisches Sushi, gefüllt mit getrockneten Tomaten, einem Parmesansplitter und leckerem neapolitanischem Basilikum. Sushireis klassisch mit Reisessig, Zucker und Salz, nur auf den Wasabi hab ich verzichtet.

Eine oberleckere, natürlich vegetarische Variante konnte ich vor kurzem versuchen. Hier wurde Avocado mit Mango kombiniert – Hammer!

Für alle denen zu Sushi immer nur Fisch einfällt sei gesagt, schaut genau hin was ihr euch und der Umwelt damit antut. Diese Seite des WWF  kann Auskunft geben.

Ansonsten kann man den Tisch lecker, festlich, cool und ideenreich sehr gut mit vegetarischem Sushi decken.

Guten Appetit!

Feischlos Kind sein

Fleischlos Kind sein

Mit freundlicher Genehmigung von fleischlos.de

Man liest es immer wieder, wird immer wieder in Foren und Blogs darauf aufmerksam, daß sich zunehmend junge Menschen weigern, Fleisch oder Fleischprodukte zu essen.
Damit ecken sie nicht zuletzt in ihrem Elternhaus an und sehen sich massiven Konfrontationen ausgesetzt. Eltern versuchen vehement ihr Kind zum Konsum von Fleisch und Fleischwaren zu zwingen oder gehen nicht auf ihr Kind ein.

Woher kommt das? Sicher sind wir durch unsere Eltern, unser Umfeld, die Erziehung geprägt und viele von uns sind mit Fleisch und Fleischwaren aufgewachsen.  Zu meiner Kindheit gab es keine Frage nach feischlos oder nicht, Fleisch war etwas Besonderes, nicht zuletzt weil man es einmal, maximal zweimal die Woche serviert bekam. Aber auch dann nicht in großen Mengen, dem Geldbeutel entsprechend.

Was hat sich geändert? Erst einmal ist Fleisch billig geworden. Weit billiger als der entsprechende Nährwert in Gemüse oder Getreide. Weitreichende Subventionen sowie die Massenproduktion haben der Fleischlobby den geplanten Marktanteil beschert, das Produkt Fleisch neben der Abstraktion in den Köpfen der Menschen zum billigen Massenprodukt avancieren lassen. Dabei hat die Werbung ihren Teil dazu beigetragen und Fleisch mit Kraft, Intelligenz, Männlichkeit, Freiheit und einigen anderen Attributen zu belegen, die uns tagtäglich in diversen Prospekten und Werbeblättchen um die Ohren geschlagen werden.

Wie soll das Kind nun seinen Eltern beibringen, daß alles was diese in den vergangenen 20-30 Jahren gehört und verinnerlicht haben, Werbung und industrielles Kalkül war?  Daß, obwohl sie sich gesund fühlen und ihr Kind ja prächtig herangewachsen ist, diese Form der Ernährung nicht mehr richtig oder mindestens zu überdenken sei? Für ein Kind von 10-16 Jahren keine leichte Aufgabe.

Vielleicht sollten wir uns als erstes der genannten Attribute annehmen, die uns von der Industrie, den Verbänden und den Lobbies diktiert wurden.

Kraft

Kraft ist eine gerichtete Größe in der Physik und der klassischen Mechanik. Kraft wende ich auf um Arbeit zu verrichten. Dazu benötige ich Energie. Der Fleischkonsum soll demnach dem Körper Energie zuführen um Arbeit verrichten zu können. Energie wird in Joule gerechnet und beschreibt die Menge an Energie, die wir unserem Körper zuführen.

1 Kilo Fleisch = X Energie.

Wie hier der Nutzen von Fleisch zu Energie ist, hängt von verschiedenen Faktoren ab.

  1. Kann ich die durch Fleisch zugeführte Energie speichern?
  2. Kann ich diese Energie sinnvoll verwerten?
  3. Schadet die Energie in Abhängigkeit von Menge/Wechselwirkung/Mangel?
  4. Habe ich Alternativen?

Intelligenz

Intelligenz ist nur schwer meßbar und hat in erster Linie nicht zwingend mit Schulbildung zu tun. Ein intelligentes Kind kann in der Schule schlecht sein, ein nicht intelligentes Kind wird in der Schule schlecht sein. Intelligenz kann man fördern; sie hängt von vielen Faktoren ab. Ein maßgeblicher Faktor ist die ausreichende Zufuhr der richtigen Nährstoffe im Wachstum. Hier beginnt das Wachstum ab Befruchtung und endet irgendwo in den Twens.

Also lässt sich Intelligenz in Bezug auf Fleisch unter folgenden Gesichtspunkten betrachten:

  1. Liefert Fleisch die notwendigen Nährstoffe?
  2. Kann ich diese Nährstoffe verwerten um Intelligenz zu fördern?
  3. Schaden diese Nährstoffe in Abhängigkeit von Menge/Wechselwirkung/Mangel?
  4. Habe ich Alternativen?

Männlichkeit

Männlichkeit ist eines der Attribute die ich besonders mag. Da stehen übergewichtige “Männer” um den Grill, in der einen Hand eine Flasche Bier, in der anderen die Grillzange und kommunizieren auf dem Niveau des zubereiteten Grillguts miteinander. Männlichkeit ist kein bewertbares Attribut! Aber sicher doch? Männlichkeit wird medizinisch im Allgemeinen mit der Potenz der Zeugungsfähigkeit in Zusammenhang gebracht, diese kann man wieder mit den folgenden Fragen im Kontext zum Fleischkonsum setzen:

  1. Liefert Fleisch alle die notwendigen Nährstoffe?
  2. Kann ich diese im Sinne der Männlichkeit verwerten?
  3. Schaden die Inhaltsstoffe der Männlichkeit und/oder in Abhängigkeit von Menge/Wechselwirkung/Mangel?
  4. Habe ich eine Alternative?

Freiheit

Dieses Attribut wird in der Werbung sehr gerne für jegliches Produkt herangezogen. Freiheit durch die Wahl des Papiertaschentuches, des Tampons, der Waschmittelmarke und nicht zuletzt durch den Verzehr von Fleisch bzw. in der Werbung in aller Regel durch den Verzehr dieser bestimmten Sorte Wurst oder Fleischprodukt. Aber es wäre albern darüber zu schreiben angesichts der Massentierhaltung, der Tötungsszenarien, der Abstraktion von Fleisch in unserem Alltag und nicht zuletzt gegenüber dem Respekt vor jeglichem Leben.

Also nehmen wir nun KraftIntelligenz, Männlichkeit und auch die Freiheit und beantworten die gestellten Fragen dann kommen wir zu der Aussage, daß es keine allgemeingültige Aussage gibt. Einige Kernaussagen, die jeder sicher schon an anderer Stelle gelesen hat können wir im Bezug auf das Geschriebene aber zusammenfassen und belegen:

  • Fleisch kann, in Abhängigkeit von Aufzucht, Fütterung und Medikation des Tieres und unter der Beachtung der Mengen in einer ausgewogenen Ernährung zu einer gesunden Ernährung beitragen.
  • Fleisch ist in einer ausgewogenen Ernährung niemals notwendig.
  • In größeren Mengen oder nicht ausgewogener Ernährung ist Fleisch ungesund oder kann krankmachende Faktoren fördern.
  • Eine fleischlastige Ernährung fördert nachweislich die Entstehung unterschiedlichster Krankheiten.
  • Die Fette und  Proteine im Fleisch sowie in tierischen Produkten im Allgemeinen sind vom menschlichen Körper schlechter verwertbar als ihre pflanzlichen Alternativen.
  • Eine fleischlastige Ernährung geht nachweislich mit sinkender Männlichkeit im Sinne der Zeugungsfähigkeit einher.
  • Eine fleischfreie Ernährung kann in einer nicht ausgewogenen Ernährung zu Eisen-Mangelerscheinungen führen.
  • Eine ausgewogene, fleischfreie und gesunde Ernährung ist einfach zu realisieren.
  • Fleichkonsum fördert direkt die Umweltverschmutzung, Armut und Hunger auf der Erde.

Doch was hilft das alles dem Kind das seinen Eltern klar machen will, daß es zukünftig auf Fleisch, Fisch und/oder gänzlich auf tierische Produkte verzichten will?

In aller erster Linie müssen Eltern verstehen, daß eine fleischlose Ernährung nicht ungesünder ist als eine Ernährung mit Fleisch. Das einfache Weglassen der fleischigen Komponenten in der allgemeinen Ernährung reicht hier allerdings nicht. Hier muß die Küche ausgewogener gestaltet werden. Und schon haben wir zwei Punkte die den Eltern Angst machen:

  1. Mein Kind soll sich nicht ungesund ernähren
  2. Ich muß umdenken, flexibel sein, mehr nachdenken

Den ersten Punkt kann man durchaus nachvollziehen wenn die Eltern bezüglich Ernährungsfragen bis dato uninteressiert waren. Was hilft ist Aufklärung, Bildung, Meinungen. Es ist vorstellbar, wie es dann in manchen Familien ablaufen kann. Das Spektrum reicht von Verständnis bis zur Dummheit. Aggressionen sind meist vorprogrammiert, da man  Menschen aus der Abstraktion herausführt. “Was Du da auf dem Teller hast, ist ein Stück eines toten Tieres, welches  Zeit seines Lebens leiden mußte und oft unter Qualen gestorben ist, nur um Dich so zu ernähren”: Das will niemand hören.

Wir Menschen wissen ganz genau, wenn unser Handeln ethisch nicht korrekt ist. Wir alle sind  Meister der Verdrängung und so ist das Schlimmste, was einem Menschen passieren kann, das Vorhalten eines Spiegels. Kinder sind impulsiv, ecken an, wollen sich nicht unterordnen, rebellieren – hey, wer kennt das nicht aus eigener Erfahrung? Da ist wenig Raum für Konstruktives und für Diplomatie. Und genau hier ist die Bitte an die Eltern zu richten und zu verstehen- verstehen zu lernen, warum mein Kind diese Entscheidung gefällt hat. Egal ob es eine temporäre Phase ist oder das weitere Leben des Kindes prägen wird.

Der zweite Punkt ist, sobald der erste Punkt ausgeräumt ist, eigentlich nur eine Sache der Organisation. Hier gibt es massig Hilfestellung im Internet, in Kochbüchern oder man läßt der eigenen Kreativität ihren Lauf. Die Angst davor, diese durchaus intellektuelle Anforderung zu meistern, läßt aber viele dazu verleiten nicht auf die erste Frage, die Frage nach der Gesundheit, einzugehen.

Aufklärung!

Wenn ich mit einem Blinden über die Farbe Grün reden will, muß ich ihm zuerst erklären was eine Farbe ist und wie “grün” ist. So ähnlich verhält sich das mit dem Vegetarismus. Die meisten Menschen haben sich mit dem Thema nicht beschäftigt. Viele wurden durch Halbwahrheiten und Werbebotschaften falsch geprägt.  Schon die einfachsten Kenntnisse sind nicht vorhanden. Also beginnen wir ganz von vorne:

Was ist vegetarisch?

Vegetarier sind Menschen die auf alle Speisen, für die ein Tier sterben mußte, verzichten.

Nun gibt es hier feine Abstufungen, die aber Blödsinn sind. Die Abstufungen sind dadurch entstanden, daß sich die Menschen  selbst belügen und in ihrer Überzeugung nicht gefestigt sind oder diese sich eben geändert hat. Da wird vom Pescetarier gesprochen, der kein Fleisch isst, aber Fisch. Das hat nichts mit vegetarischer Ernährung zu tun.

Eine Unterscheidung kann man aber jedoch gelten lassen. Die Teilung in die Vegetarier, die sich vegetarisch ernähren und die, die vegetarisch leben. Vegetarier die vegetarisch leben verzichten auf alle Produkte für die ein Tier sterben mußte. Das sind neben den oft verspotteten Pelzen auch Leder in jeglicher Form, Zusatzstoffe, Kosmetik etc.


Was sind dann Veganer?

Der Schritt vom Vegetarier zum Veganer ist eigentlich nur ein Kleiner – denkt man. Veganer verzichten auf jegliches Produkt, das von einem Tier stammt. Egal, ob das die Milch ist oder die Schafwolle für den Pullover. Sie vezichten bewußt aus Achtung vor dem Leben auf jegliche Ausnutzung von Tieren. Dies ist nicht einfach, da sich hinter so vielen Produkten tierische Bestandteile verstecken. Haben Sie zum Beispiel gewußt, daß Wein mit bzw. durch Eiweiß vom Ei oder Gelatine geklärt wird? Das ist nur ein Hindernis auf dem steinigen Weg zur veganen Lebensweise.

Mangelerscheinungen!

Was habe ich da nicht schon alles gehört, was einem Vegetarier alles zustoßen kann, wenn er auf Fleisch und Fisch verzichtet. Jodmangel, Eiweißmangel, Muskelschwund sind nur drei von vielen Mangelerscheinungen, die wir Vegetarier alle in unserem Leben erleiden.

Eine ausgewogene vegetarische Ernährung wird in den seltensten Fällen zu Mangelerscheinungen führen. Tut sie dies, dann hängt das in vielen Fällen an krankheitsbedingten Faktoren und hat nichts mit der Ernährung zu tun. Als einziger kommerzieller Mangel ist Eisen zu nennen. Eisen ist in vielen Fleischsorten, aber vor allem Innereien üppig vorhanden. Verzichtet man, nein, läßt man Fleisch einfach weg (es ist wirklich kein Verzicht), dann sollte man auf seinen Eisenhaushalt achten. Auch wenn es einem gut geht ist ein regelmäßiges Blutbild empfehlenswert. Übrigens auch für den Fleischesser, nur wird man hier eher nach hohen Cholesteriwerten und ähnlichen Verdächtigen Ausschau halten.

Eisenmangel kann man durch eine eisenlastige Ernährung oder einfach durch die gelegentliche Einnahme von Eisenpräparaten entgegnen.

Somit haben Eltern schon einmal ein erstes Bild auf was ihr Kind da zusteuert. Ich kenne Kinder die sich Zeit ihres Lebens vegetarisch ernährt haben und alle haben eins gemeinsam, sie sind gesund und munter.

Nun wäre es zuviel verlangt zu glauben, daß genau diese Eltern hier lesen. Aber eventuell hilft es Kindern und Jugendlichen die nach Argumenten suchen oder vielleicht einfach nur Unterstützung benötigen.

Polenta auf Steinpilzen an Spinatnockerl

Ein relativ schnell zubereitetes, leckeres Gericht.

 

Die Zutaten für die Polenta:

  • Polenta
  • 1/2 L Gemüsebrühe
  • Gebratene Steinpilze (TK ist perfekt)
  • Geröstete Walnüsse
  • Knoblauch
  • Zwiebel
  • Butter
  • Salz
  • Pfeffer

Zutaten für die Steinpilze:

  • Steinpilze
  • Salz
  • Pfeffer
  • Petersilie

Zutaten für den Spinat

  • Blattspinat
  • Knoblauch Zwiebel
  • Salz
  • Pfeffer
  • Muskat

Pitaziensahne

  • 1/2 Beutel Pistazien
  • 1 Becker Sahne
  • Etwas Salz

 

Zubereitung:  Die Steinpilze gut aber nicht zu scharf anbraten und die klein geschnittenen Zwiebelstücke zugeben. Mit etwas Brühe ablöschen und den Knoblauch dazu pressen. Nun Polentamehl einrühren und rühren bis ein dicker Brei entstanden ist. Die Walnüsse zugeben und bei kleiner Hitze für ein paar Minuten auf dem Herd lassen. Mit den Gewürzen abschmecken. Der Teig darf gut gewürzt sein. Vom Herd nehmen und 10 Minuten abkühlen lassen. Nun die in kleine Würfel geschnittene Butter (ca. 125 gr.) untermengen bis sie verlaufen ist.

In gefettete Metallringe auf einem Backbleck mit Backpapier füllen und bei 200 Grad für 30 Minuten backen lassen

Die Steinpilze anbraten, mit gaaanz wenig Brühe ablöschen und würzen. Petersilie dazu.

Den Spinat zubereiten und in ein Sieb zum Abtropfen geben.

Die Pistazien Kerne mit dem Zauberstab o.ä. sehr fein hacken, Sahne und Salz zugeben und mit den Zauberstab schlagen bis die Sahne steif ist.

 

Vegetarische Sterne im Elsass Teil 2

Die Auberge Frankenbourg in der 13 Rue du Général de Gaulle in 67730 La Vancelle war unser Hotel und das Restaurant für den zweiten Abend. Die Zimmer sind geschmackvoll und interessant eingerichtet, sauber und für Frankreich und das Elsass durchaus preiswert. 75,- das Doppelzimmer pro Nacht plus 11,- pro Frühstück.

Nach dem Reinfall am Vorabend hatten wir beim Frühstück in der Auberge Frankenbourg bereits eine sehr gutes Gefühl. Das Frühstück ist durch und durch lecker. Vom Brot über die leckeren Käse bis hin zu sehr feiner Wurst (hörensagen – wenn es das überhaupt gibt).

Die Auberge Frankenbourg ist ein Familienbetrieb und vorab hatte ich mit Guillaume Buecher, einem der beiden Brüder, per Mail reserviert und mich als Vegetarier erklärt. Die Reaktion war sehr freundlich und Herr Buecher kam sofort mit ein paar Ideen für ein Menü.

Der Empfang in der Auberge Frankenbourg war sehr nett und somit freuten wir uns auf einen hoffentlich kulinarisch schöneren Abend. Den Tag verbrachten wir mit der zauberhaften Umgebung rund um Colmar und entlang der Route de Vin.  Zu erwähnen ist hier das Weingut Schaller in Mittelwihr. Der „S de Schaller“ Cremant ist ein wirklich feines Stöffchen und so packen wir uns ein wenig davon in den Kofferraum.

Aber zum Wesentlichen. Nach einer kurzen Einstimmung an der Bar öffnete das Restaurant seine Pforten. Der Speisesaal war bis auf den letzten Platz ausgebucht. Dazwischen wir in einem sehr netten Ambiente. Wir wurden sehr herzlich begrüßt und diese Herzlichkeit zog sich durch den gesamten Abend. Der Service war und ist wirklich hervorragend. Keine steifes Sterneschnickschnack sondern so wie Menschen miteinander umgehen sollten.

Das Menü wurde uns vorgeschlagen und Sebastian Buecher hat sich so einige Gedanken zu unserem Menü gemacht die sein Bruder uns vorschlug. Exzellent! Wir entschieden uns für korrespondierende Weine und unsere Omnis bekamen eines der regulären Menüs.

Zum regulären Menü der Auberge Frankenbourg:

  • Amusettes et Broutilles
  • Foie gras de canard et  cristalline de mandarine.
  • Gâteau de foie blond, écrevisses et bouillon de carcasses.
  • Omble chevalier, carotte confite au sapin, gel de fanes et gnocchi.
  • Canette, navet au safran, coing,  éclat de miel et anis vert.
  • Plateau de fromages (supplément 12 €)
  • Feu de forêt.
  • Mignardises

Ich kann hier nur wiedergeben was mir berichtet wurde aber auf das Urteil meines Bruders kann ich mich hier verlassen. Perfekt durch und durch!

 

Das vegetarische Menü startete ebenfalls mit den Amusettes. Nur eben die vegetarische Variante.

Dann folgte eine Komposition aus Karotten mit gerösteten Nüssen, Schäumen und Cremes und ach was soll ich sagen – das war phänomenal! Wirklich sehr gut.

Unsere Bouillon war eine Gemüsebrühe mit diversen vegetarischen Einlagen. Auch hier wieder ein Volltreffer.

Nun folgte unser Hauptgang. Ein Rührei mit schwarzen Trüffeln. Nun mag einer denken, baaah ein Rührei wie profan. Nein, dieses Rührei war eine Offenbarung. Konsistenz, Geschmack und Präsentation – 2 Sterne hierfür!

Nun folgte eine Variation von Wurzelgemüse mit Würfeln eines Jus aus japanischen Limetten sowie einer Dampfnudel. Ebenfalls sehr lecker. Ich hätte mich allerdings über einen kleinen Nudelgang (in welcher Form auch immer) gefreut. Es war alles in allem sehr viel Gemüse und recht wenig Kohlehydrate. Ok, das hat natürlich auch Vorteile :-)

Dem Dessert ging ein Mango Lipstick voraus. Eine nette Spielerei die eben nach frischer Mango schmeckte.

Nach unserem Wunsch gab es nun den obligatorischen Käsegang. Die Käseauswahl in der Auberge Frankenbourg war üppig und die Bedienung war perfekt auf unsere Fragen vorbereitet, kannte jeden Käse oder gar die Kuh oder das Schaf von der der Käse kam. Sehr fein und spätestens hier freute ich mich über die wenigen Kohlehydrate der vorigen Gänge.

Das Dessert war ein, wenn nicht das Highlight. Feu de foret – Feuer des Waldes war ein Krokantplättchen mit einer Creme und oh Top eine feste Sahnehaube die mit dem typischen Schnaps aus dem Grün von Nadelbäumen (ich weiß nicht von welchem) flambiert wurde. Gehaltvoll ohne Gelatine und sehr sehr fein.

Der einzige Wermutstropfen war vielleicht die Abstimmung der Weine gegen das vegetarische Menü – aber das ist jammern auf hohem Niveau und letztendlich war es lediglich in einem Gang nicht ganz so passend.

Ich kann nur sagen: Vielen Dank für den schönen Abend, das sehr gute Essen aber vor allem für den perfekten und nettes Service. Der eine Stern dürfte bald nicht mehr alleine sein.

Kleiner Weihnachtsteller

Da gehts wieder los, das Fest der Völlerei und der Gier.

Ein kleines leckeres Tellerchen, das gar nicht viel kostet aber dafür umso besser schmeckt.

Man nehme: Eine Milchkapsel, einen Mozzarella, eine Zucchini, Pilze, etwas Olivenöl, Knoblauchzehen, halb getrocknete Tomaten ein wenig Pesto. Für den Salat einen sehr kleinen Romanosalat pro Person und ein Dressing nach Wahl.

Aus einer dicken Scheibe der Milchkapsel ein Rundes Stück ausstechen (geht z.B. prima mit einem Weinglas) und ringsum in Öl, in dem vorher grob gehackten Stücke Knoblauch leicht geröstet wurden, anbraten. Auf ein Backblech und 2-3 kleine halb getrocknete Tomaten auflegen, eine dicke Scheibe Mozzarella und dann bei Oberhitze in den Backofen bis der Mozzarella beginnt zu schmelzen.

In der Zeit Zucchinischeiben grillen oder braten, salzen und auf einem Papiertuch abtrocknen lassen. Pilze (hier Kräuterseitlinge) anbraten, salzen und Pfeffern und am Ende mit wenig Balsamico ablöschen und auf null reduzieren.

Pilze und Zucchini auf den Mozzarella und etwas Pesto darüber. Basilikum Blätter machen sich sicher auch gut.

Vom Salat die äußeren Blätter entfernen, unten abschneiden und vorsichtig waschen damit die Form bleibt. In ein Glas stecken und das Dressing innen drüber träufeln.

Etwas von den Zucchini, Tomaten und Pilzen noch auf den Teller geben und voilá. Zwei Stück davon sind eine vollwertige Mahlzeit.

Fröhliche Weihnachten!

Ravioli auf gebratenen Steinpilzen an Spaghetti-Kürbis

Nicht ganz einfach in der Zubereitung aber am Ende ein wirklich leckeres Essen.

 

Die Ravioli habe ich aus einem fertigen Nudelteig aus Hartweizengrieß zubereitet. Ein selbstgemachter Teig kann hier sicherlich noch das i-Tüpfelchen setzen. Mit einer kleinen „Ravioli-Maschine“ geht das sehr schnell und ohne große Sauerei.

Die Füllung war dieses mal eine Ricotta-, Tomate-, Basilikum-Füllung mit zusätzlich gerockneten Tomatenstücken und ein klein wenig Knoblauch.

Zutaten: Teig, 150 gr, Ricotta, 1/2 Büffelmozzarella in kleinen Würfeln, 2 TL Tomatenmark (3x), 1/2 Knoblauchzehe zerdrückt, 2 getrocknete Tomaten kleingeschnittenPrise Salz, Pfeffer, 20 Basilikumblätter fein zerrupft, 1 Ei, Büffelbutter.

Zubereitung: Einfach alles gut mit einander vermengen und abschmecken. In die Ravioli-Teiglinge legen, den Rand mit verquirltem Ei einstreichen und zusammendrücken. In leicht kochendes Wasser geben un 8 Minuten garen. Dabei immer wieder umdrehen. Die Ravioli anschließend in Büffelbutter schwenken und servieren.

Ohne Soße ist ein Ravioli nur ein Stück gefüllte Nudel. Um italienisch zu bleiben haben wir Tags zuvor einige Steinpilze gesammelt. Die Zutaten der Steinpilze: ca. 150 gr. Steinpilze in Scheiben, 50gr. Büffelbutter od anderes Fett, 1/2 Zehe Knoblauch zerdrückt, 2 cl Martini, Salz, Pfeffer, Muskat, etwas Kümmel, 1/2 Becher Sahne.

Die Zubereitung ist denkbar einfach: Die Pilze in nicht zu dünne Scheiben (ab 3mm) schneiden und in der Büffelbutter anbraten. Das darf schon ordentlich braten, nur aufpassen daß die Pilze nicht anbrennen. 10-15 Minuten dürfen das schon sein. Zur Not ein paar Spritzer Wasser oder Fond dazugeben. Ein paar Körner Kümmel zugeben die den Steinpilzgeschmack stark unterstützen und mit dem Martini ablöschen. Da kein Weißwein offen war habe ich einfach halbtrockenen Martini versucht und werde dabei bleiben – lecker. Salzen und Pfeffern und mit der Sahne ablöschen. Muskat darüber reiben und kurz einkochen lassen. Voila!

Den Spaghettikürbis zuzubereiten ist die leichteste Übung. Zubereitung: den Kürbis in Wasser schwimmend in einem großen Topf für 80 Minuten geschlossen köcheln lassen. Nach kurzer Abkühlung halbieren und die Kerne entfernen. Dann mit einer Gabel innen entlang streifen und die „Spaghettis“ herzustellen. Das kann man auch am Tag zuvor vorbereiten.

Zutaten: 1 Spaghetti-Kürbis, 1/2 Zwiebel, Fett, Speckjes oder Veggiehack und Flüssigrauch, Salz, Pfeffer, Basilikum

Die Zubereitung der Spaghettikürbis-Beilage ist ebenfalls sehr einfach. Die Speckjes gut anbraten oder Veggie-Hack scharf anbraten und gut 1 EL Flüssigrauch zugeben. Die Zwiebeln dazu und kurz dünsten lassen. Nun die „Nudeln“ ähm natürlich den Spaghettikürbis zugeben und lediglich heiß werden lassen. Dabei gut umrühren. Zum Ende mit Salz und Pfeffer abschmecken, wer will noch ein Stück Butter darüber zerlassen und servieren. Ein wenig Basilikum darüber macht sich sehr gut.

Einen guten Appetit!