Archiv der Kategorie: Essen

Rund ums Essen – egal wie und was

Spargel im Schlafrock

Spargelzeit – mal wieder. Heute wird er im Blätterteig in einer veganen Frühlings-Kräutermasse zubereitet. Der Blätterteig war etwas brüchig was sich optisch etwas negativ ausgewirkt hatte aber dem Geschmack keinen Abbruch tut.

An Kräutern geht alles worauf man Lust hat und die Natur gerade liefert. Ich hatte hier die Blätter und Stiele vom Wiesenschaumkraut, die Blätter der Knoblauchrauke, Grün der Gänseblümchen, Löwenzahn, Salbei, Thymian, wilder Estragon, Schnittlauch, Basilikum und Bärlauch verwendet.

Zutaten:

  • 1 veganer Blätterteig
  • 1/2 Packung Seidentofu
  • 3 EL Sojacuisine
  • 3 EL Reismilch
  • 3 TL No Egg
  • 2 TL Salz
  • Pfeffer aus der Mühle
  • 1 TL Brühpulver
  • 1/2 Gr. Safran
  • Öl
  • Kräuter nach Gusto
  • 5 Stangen Spargel

Zubereitung:

Den Seidentofu mit der Sojacuisine, der Reismilch, dem Brühpulver, dem Safran und den NoEgg glatt verquirlen. Salzen und Pfeffern. Ein klein wenig NoEgg in einem EL Wasser vermengen und einen Schuß Öl dazu geben.

Den Spargel gut schälen und der Länge nach halbieren. Den Spargel kann man auch in kleinen Stücke schneiden wenn man will. Den Blätterteig ausrollen und eine Lage Spargel legen. Ein drittel den Tofumasse darüberstreichen und mit Kräuter belegen. Wieder Spargel, Masse, Kräuter usw.

Den Blätterteig zuklappen und den Überstand mit der Wasser-NoEgg Masse verkleben. Mit der Gabel einige Löcher in die Oberfläche und bei 200 Grad für ca. 40 Minuten in den Backofen.

Schmeckt absolut Klasse.

Nudelsalat

Bin kein Freund von Nudelsalaten wie man sie landläufig auf Festen finden kann. Bappig fette Mayonaisenudeln mit Dosenerbsen usw. – igitt.

Hier eine frische, knackige Variante mit Vollkorn Reisnudeln.

Zutaten sind: Kurz abgekochter Spargel, Tomaten, Paprika, Karotte, Zucchini, Rettich, Pastinake, glatte Petersilie, Gurke, Sesam.

Das Dressing aus weißem Balsamico, Limettensaft, Apfelsaft, Gurkensaft, Dijon, Salz, Pfeffer, Zucker

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Draussen kochen!

Die Temperaturen machen es jetzt wieder zum Vergnügen. Draussen zu Kochen oder zu Grillen, ein Glas Wein in der Hand, ein wenig Musik auf der Terasse und genießen. Das geht auch superlecker vegan.

Eine Gemüsepfanne auf dem offenen Feuer schmeckt einfach anders. Mit etwas Buchenholz bekommt das Gemüse ein „rustikales“ Aroma das einfach nur geil schmeckt.

Dazu ein Kartoffelbrot aus Pizzateig und gekochten, weichkochenden Kartoffeln mit Bärlauchöl.

Lecker!

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Un assiette de charcuterie?

Nein, ein Aufschnittteller ist es sicher nicht, aber die vier Würste  die ich gestern getestet habe machten schon ein spannendes Bild auf dem Teller.

Da wären zum Einen die drei Bratwurstsorten Knacker-, Mayoran- und Curry-Bratwurst von Vegusto und die dagegen außer Konkurrenz stehende Landrauchwurst, ebenfalls aus dem Hause Vegusto.

Die Landrauchwurst kommt wie die anderen in der Kunststoffhülle daher und vor dem Verzehr muss man sie auspacken. Ohne Folie ist die Optik nur noch halb so gut. Ein Stück grau-braune Masse. Aber wir wollen uns die Wurst ja nicht an die Wand hängen.

Die Landrauchwurst wird kalt und gebraten versucht. In beiden Fällen überzeugt sie mich nicht. Geschmacklich ist es eben eine gewöhnliche Wurst aus Weizeneiweiß. Die dezente Rauchnote ist perfekt gewählt aber sie hilft nicht über den Mangel hinweg. Eine 3,5 von mir dazu.

Ganz anders die drei Bratwürste aus selbem Hause. Einzig die Majoran-Bratwurst überzeugt nicht ganz da neben Majoran der Eindruck andere, unpassender Gewürze entsteht. Ansonsten sind die drei Würste nahe an der Perfektion. Aus der Pfanne, nach längerem Braten, erhalten die Vegusto Bratwürste eine wirklich schöne Farbe und sie schmecken. Dabei hilft sicher die gut gelungene Konsistenz was man auf dem Bild links auch sehen mag.

Die Curry-Bratwurst braucht nur noch ein wenig Tomatensoße und eventuell einen Klecks Mayonaise um zum Klassiker zu avancieren.

Ein kleiner Kritikpunkt von mir ist der Fettanteil. Für eine Bratwurst zu niedrig und deshalb ist das Kaugefühl ein wenig zu trocken, aber das ist Jammern auf hohem Niveau.

Für die Bratwürste bekommt Vegusto eine gute 2, der Majoran-Bratwurst gebe ich eine 3,5

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The Mock Duck

Mock heißt Fälschung oder Attrappe und so sollte man die Mock Duck von Vantastic Foods auch verstehen. Das Produkt hat nichts mit den Dosen aus dem Asialaden zu tun, zumindest die die ich bis heute probiert habe. Mock Duck ist auf gut Deutsch gesagt Der Hammer.

Wer früher einmal auf gebratene Ente flog der wird sich hier wiederfinden.

Eingelegt in Sesamöl, Ingwer und weitere Zutaten imitiert Mock Duck die gebratene Ente und trifft damit voll ins schwarze. Der einzige Nachteil, man kann nicht mehr wirklich unterscheiden ob man nun echte Ente oder einen Fake zu sich nimmt. Ein Blick auf das Glas hilft dann aber wieder und das gentechnikfreie Produkt überzeugt mich restlos.

Kalt direkt aus dem Glas genascht oder im beliebigen Einsatz in Pfannengerichten. Bei der Zubereitung verliert Mock Duck seinen typischen Geschmack wenn man die Stücke zu lange mitkocht/brät. Da sie ja bereits fertig sind genügt es auch ein wenig Gemüse mit Ingwerstreifen anzuschwitzen, mit Sojasoße ablöschen und abgetropfte Mock Duck dazugeben. Ein paar Reisnudeln oder Reis dazu und man hat ein überaus leckeres, schnelles Essen. Als Note kann hier nur ein sehr gut, eine 1 in Frage kommen – well done!

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Deftiges zum Frühlingsanfang

Naja, ich hoffe ja das die Sonne nun bleibt und es sich so langsam wieder in Richtung Frühling bewegt.

Ganz frisch eingetroffen die Hellen Bratwürste von Just Natural und was macht man da draus? Richtig, zur Abwechslung was Deftiges.

Bratwurst mit Bratkartoffeln, gerösteten Chillizwiebeln und Apfel-Kümmel Sauerkraut. zu den Würsten natürlich einen leckeren Senf dazu und lecker!

Paris Döner

Nenee, hat nix mit der Hilton zu tun oder vielleicht doch? Ich hatte nur mal wieder Lust auf einen leckeren Kebap und da lag doch dieses verlockend knusprige Pariser Brötchen oder auch Flute genannt.

Eigentlich will ich nur warnen, versucht nie einen Kebap auf einem Pariser Brötchen zuzubereiten, geschweige denn zu essen. Die Sauerei ist maßlos! Da kann kein Burger mithalten. Ein Fladenbrot ist eben kapazitätstechnisch doch um Welten besser wenns um Kebap geht.

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Kartoffelauflauf

Naja, nicht nur ein Kartoffelauflauf aber die Vielzahl an Zutaten in den Namen zu packen fällt schwer.

Auf jeden Fall lecker. Was man machen kann ist, die Kartoffelscheiben leicht vorkochen (5 Minuten) dann halbiert sich die Backofenzeit. Ich hatte hier ein wenig zuviel NoEgg verwendet – die angegebene Menge ist aus dieser Erfahrung reduziert.

Zutaten für 4 Personen:

  • 400 gr. festkochende Kartoffeln in Scheiben
  • 2 EL Pinienkerne
  • 150 gr. Shiitakepilze in feinen Streifen
  • 100 gr. Blattspinat (TK aufgetaut)
  • 70 gr. Weizenvleisch (z.B. Vantastic Kebap)
  • Salz, Pfeffer, Muskat
  • Olivenöl für die Form

Für die Soße

  • 1 Bund Kerbel
  • 1 Packung Soja Cusine
  • ca. 100 ml Reisdrink
  • 1 zerdrückte Knoblauchzehe
  • 0,5 gr. Safran
  • 3 EL NoEgg (alt. 2 Eiweiß)
  • Salz, Pfeffer

Und für obendrauf

  • 100 gr. Vegourmet Bianco (alt. Mozarella)
  • 100 gr. No Muh Chäs (alt. Emmentaler)
  • geröstete Pinienkerne (optional)

Die Zubereitung:

Die Bilder zeigen es ja eigentlich. Schicht um Schicht und immer wieder etwas von der Kerbelsoße dazwischen.

  1. Kartoffel
  2. Shiitake + Pinienkerne + Soße
  3. Kartoffel
  4. WeizenVleisch + Soße
  5. Kartoffel
  6. Spinat (mit Salz, Pfeffer und Muskat vermengt) + Shiitake + Soße
  7. Kartoffel + restliche Soße
  8. NACH DER HALBEN GARZEIT: Bianco und Noh Muh nach belieben

Das ganze bei 180 Grad für 90 Minuten abgedeckt in den Backofen. Bei vorgekochten Kartoffelscheiben (besser) dauert es nur 60 min. Für die Bräune des „Käses“ hab ich den Grill zum Ende für 10 Minuten dazugeschaltet und die Abdeckung natürlich entfernt. Der Vergoumet sollte erst nach der halben Garzeit obenauf kommen, dann gibts auch eine schöne Optik.

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Vantastic Curry

Ein grünes Curry gehört bei uns zum Standard. Eigentlich braucht ein Curry weder Fleisch noch Fisch um zu schmecken. Für die die nicht auf das „Fleischige“ verzichten wollen empfehle ich den vegetarischen Kebap von Vantastic Food.

Einfach kurz mit heißem Wasser abschwenken, abtropfen lassen und dann kurz in Albaöl oder sonstigem Öl gaaanz leicht anbraten. Kurz bevor das Curry fertig ist dazugeben und Voilá, kein Fleischesser würde merken das er da kein Fleisch zwischen den Zähnen hat. Und es gibt einem das gewohnte Thailändische Curryfeeling.

Ansonsten die weiteren Zutaten des grünen Curry:

  • Grüne Currypaste (Asialaden oder selbstmachen)
  • Kokosmilch
  • Karottenscheiben
  • Halbierte Rosenkohlröschen
  • Shiitake
  • Thai Basilikum
  • Kafir Lime Blätter
  • Roter Chilli
  • Ein paar Stücke Algen (als Fischsoßenersatz)
  • Salz
  • Palmzucker
  • Wasser
  • Lauchstreifen
  • Chicoré (vorher abgebrüht)

Das alles wie gewohnt zu einem Curry verarbeiten und eben die o.g. Fakes zugeben – lecker.

Obendrüber Sesam und Koriander!

Guten Hunger!

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Kraut mal anders!

Es sieht nicht anders aus als das meiste Sauerkraut aber es schmeckt dermaßen gut das ich dies zu meiner Lieblings-Zubereitungsvariante wähle.

Das um das Kraut herum ist nur Beiwerk (Kürbiskernöl-Kartoffelbrei und ein Steinpilz-Seitanbraten)

Zutaten für 2 Personen:

  • 300 gr. frisches (also nicht Dose oder so) Fildersauerkraut (alles andere ist naja)
  • 100 ml frisch gepresster Orangensaft oder ein sehr guter Direktsaft
  • 1 Quitte
  • 30 ml Holunderblütensirup
  • 1 TL grobes Salz

Das Kraut mit allen Zutaten und der geschälten, entkernten und geachtelten Quitte in einen Topf geben, aufkochen und 20 Minuten bei geringer Hitze und geschlossenem Deckel ziehen lassen. Zum Schluß u.U. mit ein paar Spritzern Limettensaft abschmecken

Dazu Kartoffelpü oder ein Rösti….

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Seitan Hack

Zutaten (ca.):

  • 200 gr. Seitanmehl/pulver
  • 2 EL Paprikapulver
  • 1 EL Tomatenmark
  • 1 EL Salz
  • 1 EL Pfeffer
  • 2 TL Korianderpulver
  • 2 TL gemörserter schwarzer Sesam
  • 1 EL Semmelbrösel
  • 2 EL NoEgg (alt. 1 Eiweiß)

++++

  • Öl
  • 1-2 EL Sojasoße

Zutaten (oberer Teil) mit einer Küchenmaschine verrühren und warmes Wasser zugeben und rühren bis ein bröseliger Brei entsteht.

Wasser zum Kochen bringen und die Masse für max. 1 Minute im Wasser abbrühen und auf ein Sieb abseihen.

In eine beschichtete Pfanne geben und bei mittlerer Hitze bruzzeln bis die Teile trocken erscheinen (ca. 5 min.) dann etwas Öl zugeben und die Hitze erhöhen. Das Hack sollte schon etwas Farbe bekommen. Zum Schluß etwas Sojasoße zugeben und unter Rühren einkochen bis alle Flüssigkeit verdampft ist.

Kaltstellen und wie Hack verwenden.

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No Kuh Milch!

Hier hab ich nun endlich meine Alternative zur Kuhmilch im Kaffee.

Der Reis Drink von Berief erfüllt so ziemlich meine geschmacklichen Vorstellungen eines Kaffee mit „Milch“.

Das Einzige das man beachten sollte ist, der Kaffee sollte etwas stärker sein da der Reisdrink mehr Flüssigkeit mitbringt als die gewohnte Milch.

Somit bleibt mir jetzt nur noch der Parmesan für den ich einen geschmacklich akzeptablen Ersatz finden will um einer veganen Ernährung Rechnung zu tragen. Mal sehen was der Postler so bringt – es warten einige Varianten auf den Versuch – Spannung!

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Vegan Lasagne

Hi!

Eine Lasagen lebt oft von der Bechamel und dem Käse. Wir lassen den Käse einfach weg und ersetzen die Bechamel durch eine vegane Bechamel. Schmeckt anders – auf jeden Fall. Schmeckt besser weil weniger Fett und mehr Geschmack!

Erste Lage: Karotten mit wenig Zwiebeln angedünstet und etwas Blattspinat. Pfeffer und Salz

Zweite Lag: 2/3 Steinpilze und 1/3 Kräuterseitlinge mit Knoblauch plus Pfeffer und Salz

Dritte Lage: Zucchini mit Zwiebeln angedünstet und mit Tomatensugo mit Oregano. Etwas Salz und Pfeffer

Vierte Lage: Ein paar Steinpilze und ein Sugo aus Tomate, Zwiebel, Knoblauch und Basilikum

Jede Lage mit etwas Vechamel = Eine Soße aus Albaöl und Mehl, Provamel Reisdrink, Salz, Pfeffer und Muskat. Verarbeitet wie eine Bechamel.

Obenauf gabs ein Tomatensugo mit sehr viel Balsamico. Darunter etwas vegan Holandaise von alles- veg….

Die Steinpilze waren aus dem Glas und haben nicht wirklich überzeugt. Besser mit getrockenten und eingeweichten Steinpilzen arbeiten oder dem Steinpilz Bruschetta von Krini (sehr lecker und absolut vegan).

In den Backofen und bei 200 Grad eine Stunde garen wobei die Lasagne vorgekocht waren.

No Muh Zucchini!

Hier ein neues Rezept das äusserst gut auf ein Weißbrot oder frisch in eine Tomaten-Pastasoße oder einfach als Tapa.

No Muh Zucchini

Zutaten:

  • 2 Zucchini
  • 1 Zwiebel
  • 30-50 gr. No Muh Chäs (oder Parmesan)
  • 10 frische Rosmarinnadeln
  • Olivenöl
  • 2 TL Grobes Meersalz
  • 2 TL Pfeffer aus der Mühle
  • 1 TL Chilipulver
  • 2 EL weißer Balsamicoessig

Zubereitung:

Die Zwiebeln in feinste Würfel schneiden und die Zucchini in Würfel von ca. 3-4 mm Kantenlänge. Beides mit ein wenig Olivenöl vorsichtig für 5 Minuten dünsten und dann die fein gehackten Rosmarinnadeln sowie Salz, Chilipulver und Pfeffer zugeben und bei abgeschaltenem Ofen im Topf abkühlen lassen.

Den No Muh Chäs auch wieder in feine Würfel schneiden oder mit einer feinen Raspel raspeln und untermengen. Nochmal mit Salz abschmecken und in ein Glas geben. Mit Olivenöl auffüllen das die Zucchini fast bedeckt sind und ganz abkühlen lassen. Erst dann den weißen Balsamico zugeben und mindestens 2 Tage im Kühlschrank ziehen lassen.

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Es geht um die Vurst!

Hier ein wirklich leckeres Beispiel an veganer Wurstalternative.

Die Velami von Soyana kommt mit einem großen Peace auf der Verpackung daher. Schön!

Die Optik erinnert an kleine Mortadellaräder, der Geruch läßt einen aber schnell in Richtung Salami abwandern und das soll das Produkt wohl auch. Eine Alternative zu Salami.

Als ich begann kein Fleisch mehr zu essen, dachte ich das der Verzicht auf Salami, luftgetrocknete Schinken sowie andere, eher rustikal angehauchte „Spezialitäten“, mir die größten Probleme bereiten wird. Weit gefehlt, gerade diese Produkte, auch beim Erinnern an vergangene Tage, fehlen überhaupt nicht und so bin ich trotzdessen auf die Velami sehr gespannt.

Die Velami ist sehr würzig mit ausgeprägter Pfeffernote. Vielleicht ein wenig zuviel wenn man sie pur genießt. Also ab damit aufs Brot. Zuerst war ich nicht so begeistert als ich die Velami auf einer Scheibe Vollkornbrot versucht habe – zu weit im Hintergrund, gar nicht mehr würzig. Aber hey, hätte ich früher eine Scheibe Parmaschinken auf ein Vollkornbrot gelegt? Niemals. Also her mit einem knusprigen Baguett und etwas Bio Alsan draufgeschmiert. Und hier macht die Velami einen wirklich guten Eindruck. Würzig und mit einer leichten salamiähnlichen Note wobei ich den gesamten Geschmack der eben Velami ist, sehr lecker finde. Die Velami mag Weißbrot lieber – soviel steht fest.

Definitiv eine gute 2 weil auch hier wieder einmal viel zu viel Verpackung verwendet wurde. Die Plastikfolie kann locker um 50% ihrer Stärke reduziert werden was 50% Ressourcen schont.

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Streich spielen?

Man könnte das fast so denken wenn man sich durch die Vielzahl der pflanzlichen Brotaufstriche durchprobiert. Aber es gibt eine ganze Reihe echt leckerer Aufstriche. Ich hab ja in der Vergangenheit bereits Brotaufstriche probiert und bewertet. Heute kommt gleich mal wieder eine ganze Reihe dran. Ich vergleiche nicht gegeneinander sondern im Einzelnen.

Shiitake Pastete von BioNor Culinessa

Paula Pur Schlemmerpastete Delikatess von Martin Evers Naturkost

Bruschetta ai peperoni von mamma lucia

Kräuter Schmalz von BioNor Culinessa

Bärlauch Streich von Zwergenwiese

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Beginnen wir mal mit dem Kräuterschmalz von BioNor Culinessa

Schaut aus wie Schmalz, riecht irgendwie wie Schmalz aber schmeckt es auch wie Schmalz?

Was sind denn die Geschmackspunkte in Schmalz? Meist ist es das Salz plus ein süß-würziges irgendetwas – der Schmalzgeschmack eben. Mit Graupen oder Kräutern bekommt Schmalz eine leicht verändcerte Note wobei der typische Schmalzgeschmack eigentlich immer im Vordergrund steht. Dieses rein pflanzliche Schmalz wird von Fleischessern nicht als vegetarisch erkannt, ganz im Gegenteil, „das Schmalz ist aber lecker“ ist nur ein Kommentar. Es schmeckt wie man es von Schmalz erwartet und ich finde es sehr lecker. Im Vergleich zu anderen pflanzlichen Schmalzprodukten ist das Kräuterschmalz von BioNor Culinessa sehr streichfähig und rundum ein tolles Alternativprodukt. Wobei ich Schmalz früher äusserst selten gegessen habe – dieses hier kommt häufiger aufs Brot. Aber, auch hier kommen ordentlich Kalorien zusammen. Ach so eine Note…. eine klares Sehr Gut, eine 1.

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Geschmacklich in eine ganz andere Richtung geht das Bärlauch Streich von Zwergenwiese. Bärlauch als eins meiner Lieblingskräuter, da ist man natürlich gespannt. Umso mehr hat der Aufstrich entäuscht. Ich schmecke keinen Bärlauch. Darüberhinaus ist der leicht saure Geschmack und die bröselige Konsistenz irritierend – sollte der Aufstrich über dem MHD sein? Nein, alles ok er schmeckt eben so.

Für Bärlauch Liebhaber ein klares NoGo, als einfacher Aufstrich um ihn mit Kräutern zu versetzen eventuell, aber dafür viel zu teuer. Mit viel hin und her eine 4 – ausreichend. Zwergenwiese hat bisher in allen Produkten enttäuscht wie auch Tartex – vielleicht einfach eine Geschmackssache – mir schmeckt es jedenfalls nicht.

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Ab nach Italien und mit dem Bruschetta ai peperoni von mamma lucia kommt ein Paprika-Aufstrich ähnlich eines Aivar aufs Brot. Stückig und recht viel Öl riecht der Aufstrich erstmal äußerst lecker. Das viele Öl schreckt mich erstmal ein wenig und ich rühre kräftig um. Ab damit aufs Brot mit etwas Bio-Alsan drunter und:

Wie Aivar, jedoch wie das Aivar meiner Tante, das leckere Selbstgemachte auf das alle immer warten wenn sie ihr Gemüse aus ihrem „es wächst wie´s wächst“ Garten erntet und Aivar in kleinen Mengen produziert. Das Bruschetta ai peperoni von mamma lucia ist definitiv ein Renner. Das Öl schreckt etwas ab, es würde auch mit weniger Öl gehen aber Öl ist eben ein beliebter Füllstoff bei teuer zu produzierenden Produkten. Jeder der mal selbst Aivar gemacht hat weiß was ich meine. Eine gute 2 gibt es dafür von mir und ich laß mir das schmecken.

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Nun kommen wir zu der ich glaube ersten glatten 6 (SECHS). Ob das nun ein Produktionsfehler ist oder nicht ist mir erstmal egal.

Da nimmt man einen Löffel voll Pastete in den Mund und erwartet einen leberwurstähnlichen Geschmack. Den erhält man auch aber was kommt dann. Sofort drängt sich ein Geschmack auf der mir den Schweiß ausbrechen läßt. Kennt ihr den Geschmack, ihr kennt ihn sicher, wenn man nach einer Zahnbehandlung inkl. Bohren vom Zahnarzt kommt. Dieser leicht metallisch, scharfe, leicht säuerliche Zahnarztgeschmack – nur ekelhaft.

Und genau so ein Nachgeschmack bleibt nach dem „Genuß“ von Paula Pur Schlemmerpastete Delikatess von Martin Evers Naturkost. Hättet ihr euch beim Geschmack mal so verkünstelt wie bei der Namensgebung. Dieses Produkt geht garnicht. Ich hab das auch an anderen Personen getestet.Sobald man beim Probieren das Wort Zahnarzt oder Dentist sagt werden die Augen groß und die Gesichter verziehen sich. Eine glatte 6 und ab damit in den Mülleimer.

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Zum  Abschluß  noch ein  weiteres  erfreuliches  Produkt von BioNor Culinessa.  Die  Shiitake Pastete ist,  muß  ich  gestehen,  bei  fast allen  Herstellern immer mein Favorit.

Die BioNor Variante ist sehr ausgewogen mit  feinem  Shiitakegeschmack,  streichzart  und eben einfach lecker. Ich kenn bis dato nur eine Shiitake Pastete die mir noch besser schmeckt die  es bei  uns aber  leider nicht  mehr zu kaufen gibt.  Somit bekommt die BioNor Shiitake Pastete eine gute 2 und ich werd gleich noch ein Brot essen um den Geschmack von Paula Pur endlich aus mir raus zu bekommen.

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Sweet dreams are made of ….

…. sicher nicht aus Sahne aber hey wer weiß das schon.

In einer Lieferung lag heute eine kostenlose Probe einer veganen Sprühsahne bei. Sunny von ave oder auch Vantastic Foods – sprühfertige Mischung aus Wasser und reinem Pflanzenfett.

Ok ich fand fertige Sprühsahne schon immer unnötig und geschmacklich kurz vor der Körperverletzung. Vielleicht liegt es daran das ich Sahne nie süß mochte und alle Fertigsahne wird eben gesüßt. Weiß jemand warum?

Die Sunny kommt neben dem Wasser und reinem Pflanzenfett mit einer abenteuerlichen Zutatenliste daher:

Zucker, Maltrodextrin, Sorbitsirup, Gluckosesiruo, E435, E472e, E475, E 464, Cellulose, Vanthan, Cellulosegummi, Aroma, Natriumcitrate, Natriumphosphate, Calciumcarbonamt, Distickstoffmonoxid.

Auch wenn ich weiß das der größere Teil der Zutaten gesundheitlich unbedenklich sind würde ich bei dieser Liste die Dose (egal was es für eine Dose wäre) sofort wieder ins Regal stellen.

Aber was tut man nicht alles ….

Gesprüht und probiert und uuuurggghhhhhss – bappsüß, nein noch viel süßer als bappsüß. Erst mal schütteln, unser Hund hat sich parallel dazu geschüttelt was zu einer kleinen Lacheinheit führte.

Geschmacklich eher nah an geschlagenem Eiweiß oder gar Mohrenkopffülle. Viel schmieriger als echte aufgeschlagene Sahen und ja, irgendwie in der Erinnerung wie die Sprühsahne aus vergangenen Zeiten.

Was soll ich nun sagen, wer Sprühsahne himmlisch findet wird an Sunny seine Freude haben. Wer geschlagene Sahne ersetzen will sollte die Finger davon lassen. Alleine schon die Verpackungsmenge und die Zutatenliste sollte einen vor solch einem Produkt zurückschrecken lassen.

Trotzdem Danke für die kostenlose Beilage – wie gesagt, wer schon immer Sprühsahne himmlisch fand der wird sich an Sunny freuen.

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Lecker im Doppelpack!

Schnee, Kälte und alles nicht wirklich die Zeit um frische Tomaten zu kaufen. Neben dem das sie nach nichts schmecken sind Tomaten im Winter die CO2-Schleudern schlechthin.

Deshalb gibt es bei uns ab Herbst Dosentomaten.

Nun bin ich mir sicher das ich so ziemlich alle Sorten, Marken und Ausführungen durch habe. Ob die verschiedenen Dosen aus dem italienischen Supermarkt oder das was man in den „normalen“ Supermärkten zu kaufen bekommt. Die Unterschiede sind enorm! Von wässriger geschmackloser Pampe, über stückige Ausführungen bei denen der Strunk gerne mit verarbeitet wird und allerlei andere Dinge. Im Allgemeinen gibt es aber meist ordentliche Produkte.

Doch da gibt es eine die mit Abstand, mit enormem Abstand über allen anderen Dosentomaten steht. Il pomodoro piu buono – was, wenn mich nicht alles täuscht, soviel bedeutet wie leckere Tomaten. Und lecker sind sie.

Ganze geschälte San Marzano Tomaten. Wow, San Marzano gab es dieses Jahr das erste mal in unserem Gemüseladen. Eine geschmacklich absolut tolle Tomate. Ein weiterer Vorteil ist die Schale die man nach nur ganz kurzem eintauchen in kochendes Wasser unkompliziert abbekommt. Dazu die wenigen Kerne und die Festigkeit. Aber ganz vorne an der Geschmack – eine wirklich klasse Tomate. Die Sorte wird jedoch kaum angebaut da nicht wirtschaftlich genug für unsere geldgeprägte Gesellschaft. Probiert sie mal frisch aus wenn ihr sie bekommt.

In der Dose macht die San Marzano aber eine ebenso gute Figur. Man sollte die Tomaten nicht sehr lange kochen lassen, also eher untypisch für z.B. ein Sugo nehm ich den Tomatensaft aus der Dose und koche mit ihm und den weiteren Zutaten und gebe erst maximal 10 Minuten vor Ende die Tomaten dazu. Die San Marzano zerfallen sehr schnell und wenn man sie zu lange kocht dann ist der geschmackliche Vorteil dahin. Also nichts für in ein Chilli rein sondern eher für frisch schmeckende Tomatensoßen oder Suppen.

Und wo gibt es die? Naja, im Internet kann man sie bei verschiedenen Händlern zu ganz unterschiedlichen Preisen beziehen. Also nicht gleich den Erstbesten Shop beglücken.

Und weil der Winter uns so heftig zusetzt gilt es Vitamine zum Beispiel in Form von Gimchi oder auch Kimchi zu sich zu nehmen.

Vor ein paar Wochen startete ich ja bereits den Versuch Kimchi selbst herzustellen. Der Versuch ging zwar nicht wirklich schief aber war kein Vergleich zu Kimchi wie man es selbstgemacht in einigen koreanischen Restaurants zu essen bekommt.

In der Dose gibt es verschiedene Varianten. Eine im Glas zusammen mit anderem Gemüse fand ich ziemlich daneben da süß und ohne jede Schärfe. In Dosen hatte mich erstmal die Zutatenliste abgeschreckt. Vegetarier Obacht! In vielen Sorten wird Sardellenpaste mit verarbeitet. Wenn die fehlt dann hat man die Wahl zwischen dem einen Geschmacksverstärker und dem anderen. Ich nehme das kleinere Übel und versuche die Dose mit Mononatriumglutamat oder eben auch E621.

Kimchi besteht oft aus Chinakohl aber es gibt unzählige Rezepte mit anderen Gemüsen. Sehr viele Rettich-Kimchi-Variationen aber zu allermeist mit Chinakohl, Knoblauch, Chillipulver, Frühlingszwiebeln. Und in der Dose?

Dito. Alles drin was zu einem Kimchi gehört. Naja, der Geschmacksverstärker muß nicht sein, aber gut. Wie schmeckt es? Lecker, wirklich lecker! Da Kimchi fermentiertes Gemüse ist leidet es nicht in der Dose. In Korea wird Kimchi in Tontöpfen, ähnlich unserer Sauerkrauttöpfe gelagert. Dose – Tontopf ist doch kaum ein Unterschied *l*.

Also, wer Kimchi mag und zu faul ist es selbst herzustellen und keinen frischen Lieferanten kennt, dem kann ich diese Dose(n) wirklich empfehlen. Noch ein wenig frische Frühlingszwiebeln dazu und etwas Sesam und voll lecker.

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