Archiv der Kategorie: Italienisch

Trüffel die 2.

Was macht man mit nem gefundenen Trüffel? Essen natürlich. Wir waren uns ja nicht sicher wie er schmeckt und ob er überhaupt schmeckt.

Wir wurden überrascht, sehr positiv überrascht!

Der Trüffel, ein Mäandertrüffel bekommt nicht immer gute kulinarische Bewertungen. Sobald er ein gewisses Alter hat schmeckt er wohl überhaupt nicht mehr. Unserer war sehr jung. Ob es überhaupt ein Mäander war stelle ich in Frage. Der Geschmack war hervorragend.

Zwei Varianten. Eine in Butter und eine in feinem Olivenöl aus Sizilien. Ein paar Nadeln Rosmarin, etwas Salz und einen Hauch Knoblauch ins Fett. Den Trüffel in hauchdünne Scheiben und gut vermengt auf die Teller. Nicht zuviel jungen Parmesan.

Trüffel in Butter und Öl

 

Der Geschmack war dem eines Albas ebenbürtig. Harmonisch und intensiv ohne Tadel. ca. 40 Gramm pro Portion sind üppig aber manchmal muss man so etwas machen :-). In Zukunft werde ich die Suche klar auf Mäanders ausweiten.

 

Sushi mal Italienisch

Simpel und lecker. Ich hätte nicht gedacht, daß die Aromen zueinander passen. Weit gefehlt.

Sushi aus Neapel!

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Klassisches Sushi, gefüllt mit getrockneten Tomaten, einem Parmesansplitter und leckerem neapolitanischem Basilikum. Sushireis klassisch mit Reisessig, Zucker und Salz, nur auf den Wasabi hab ich verzichtet.

Eine oberleckere, natürlich vegetarische Variante konnte ich vor kurzem versuchen. Hier wurde Avocado mit Mango kombiniert – Hammer!

Für alle denen zu Sushi immer nur Fisch einfällt sei gesagt, schaut genau hin was ihr euch und der Umwelt damit antut. Diese Seite des WWF  kann Auskunft geben.

Ansonsten kann man den Tisch lecker, festlich, cool und ideenreich sehr gut mit vegetarischem Sushi decken.

Guten Appetit!

Kleiner Weihnachtsteller

Da gehts wieder los, das Fest der Völlerei und der Gier.

Ein kleines leckeres Tellerchen, das gar nicht viel kostet aber dafür umso besser schmeckt.

Man nehme: Eine Milchkapsel, einen Mozzarella, eine Zucchini, Pilze, etwas Olivenöl, Knoblauchzehen, halb getrocknete Tomaten ein wenig Pesto. Für den Salat einen sehr kleinen Romanosalat pro Person und ein Dressing nach Wahl.

Aus einer dicken Scheibe der Milchkapsel ein Rundes Stück ausstechen (geht z.B. prima mit einem Weinglas) und ringsum in Öl, in dem vorher grob gehackten Stücke Knoblauch leicht geröstet wurden, anbraten. Auf ein Backblech und 2-3 kleine halb getrocknete Tomaten auflegen, eine dicke Scheibe Mozzarella und dann bei Oberhitze in den Backofen bis der Mozzarella beginnt zu schmelzen.

In der Zeit Zucchinischeiben grillen oder braten, salzen und auf einem Papiertuch abtrocknen lassen. Pilze (hier Kräuterseitlinge) anbraten, salzen und Pfeffern und am Ende mit wenig Balsamico ablöschen und auf null reduzieren.

Pilze und Zucchini auf den Mozzarella und etwas Pesto darüber. Basilikum Blätter machen sich sicher auch gut.

Vom Salat die äußeren Blätter entfernen, unten abschneiden und vorsichtig waschen damit die Form bleibt. In ein Glas stecken und das Dressing innen drüber träufeln.

Etwas von den Zucchini, Tomaten und Pilzen noch auf den Teller geben und voilá. Zwei Stück davon sind eine vollwertige Mahlzeit.

Fröhliche Weihnachten!

Ravioli auf gebratenen Steinpilzen an Spaghetti-Kürbis

Nicht ganz einfach in der Zubereitung aber am Ende ein wirklich leckeres Essen.

 

Die Ravioli habe ich aus einem fertigen Nudelteig aus Hartweizengrieß zubereitet. Ein selbstgemachter Teig kann hier sicherlich noch das i-Tüpfelchen setzen. Mit einer kleinen „Ravioli-Maschine“ geht das sehr schnell und ohne große Sauerei.

Die Füllung war dieses mal eine Ricotta-, Tomate-, Basilikum-Füllung mit zusätzlich gerockneten Tomatenstücken und ein klein wenig Knoblauch.

Zutaten: Teig, 150 gr, Ricotta, 1/2 Büffelmozzarella in kleinen Würfeln, 2 TL Tomatenmark (3x), 1/2 Knoblauchzehe zerdrückt, 2 getrocknete Tomaten kleingeschnittenPrise Salz, Pfeffer, 20 Basilikumblätter fein zerrupft, 1 Ei, Büffelbutter.

Zubereitung: Einfach alles gut mit einander vermengen und abschmecken. In die Ravioli-Teiglinge legen, den Rand mit verquirltem Ei einstreichen und zusammendrücken. In leicht kochendes Wasser geben un 8 Minuten garen. Dabei immer wieder umdrehen. Die Ravioli anschließend in Büffelbutter schwenken und servieren.

Ohne Soße ist ein Ravioli nur ein Stück gefüllte Nudel. Um italienisch zu bleiben haben wir Tags zuvor einige Steinpilze gesammelt. Die Zutaten der Steinpilze: ca. 150 gr. Steinpilze in Scheiben, 50gr. Büffelbutter od anderes Fett, 1/2 Zehe Knoblauch zerdrückt, 2 cl Martini, Salz, Pfeffer, Muskat, etwas Kümmel, 1/2 Becher Sahne.

Die Zubereitung ist denkbar einfach: Die Pilze in nicht zu dünne Scheiben (ab 3mm) schneiden und in der Büffelbutter anbraten. Das darf schon ordentlich braten, nur aufpassen daß die Pilze nicht anbrennen. 10-15 Minuten dürfen das schon sein. Zur Not ein paar Spritzer Wasser oder Fond dazugeben. Ein paar Körner Kümmel zugeben die den Steinpilzgeschmack stark unterstützen und mit dem Martini ablöschen. Da kein Weißwein offen war habe ich einfach halbtrockenen Martini versucht und werde dabei bleiben – lecker. Salzen und Pfeffern und mit der Sahne ablöschen. Muskat darüber reiben und kurz einkochen lassen. Voila!

Den Spaghettikürbis zuzubereiten ist die leichteste Übung. Zubereitung: den Kürbis in Wasser schwimmend in einem großen Topf für 80 Minuten geschlossen köcheln lassen. Nach kurzer Abkühlung halbieren und die Kerne entfernen. Dann mit einer Gabel innen entlang streifen und die „Spaghettis“ herzustellen. Das kann man auch am Tag zuvor vorbereiten.

Zutaten: 1 Spaghetti-Kürbis, 1/2 Zwiebel, Fett, Speckjes oder Veggiehack und Flüssigrauch, Salz, Pfeffer, Basilikum

Die Zubereitung der Spaghettikürbis-Beilage ist ebenfalls sehr einfach. Die Speckjes gut anbraten oder Veggie-Hack scharf anbraten und gut 1 EL Flüssigrauch zugeben. Die Zwiebeln dazu und kurz dünsten lassen. Nun die „Nudeln“ ähm natürlich den Spaghettikürbis zugeben und lediglich heiß werden lassen. Dabei gut umrühren. Zum Ende mit Salz und Pfeffer abschmecken, wer will noch ein Stück Butter darüber zerlassen und servieren. Ein wenig Basilikum darüber macht sich sehr gut.

Einen guten Appetit!