Archiv der Kategorie: Testessen

Delicado 48 – Und wieder nur Gemotze?

Delicado 48 EDIT 3:

Wenn man die Delicado 48 Kommentare verfolgt plus die Mails die ich von unzufriedenen Bestellern erhalten habe, dann sollte man spätestens den Etikettenschwindel:

„als ich neulich meine Ware erhielt, klebte auf einer Kiwi ein Aufkleber von Zespri!! Das bedeutet , dass die Kiwis nicht „…direkt aus meinem Gewächshaus in Portugal“ stammen und nicht „…direkt von der Algarve- unbehandelt – 100 % Organic “ sondern aus Newseeland kommen und nicht mal bio sind.“

weiter verfolgen. Das ist mehr als nur ein Kavaliersdelikt.

Ich hab das mal bei der Spanischen Handelskammer für Deutschland angefragt.

EDIT 2:

In Anbetracht dessen was an Kommentaren und Email bei mir ankommt, schiebe ich das Thema nach oben. Denn….

…..unglaublich! Jetzt habe ich eine Paketankündigung erhalten, ein Paket ist seitens Delicado 48 an uns unterwegs. Unaufgefordert, nicht angekündigt. Dumm nur das wir gar nicht zu Hause sind. Ich kann nur hoffen das die das Paket nicht einfach abstellen. Sollte es in einem Shop landen, wird sich der Shopbesitzer freuen, sehr freuen.

 

EDIT: Ich wurde bereits mehrfach sehr freundlich angefragt um mir nochmals ein Paket zukommen zu lassen um mich zu überzeugen. Nein, das ist eine Momentaufnahme und die Erfahrung die ich gemacht habe. Selbst wenn ein erneutes Paket eine bessere Qualität liefern sollte, bleibt mein Blog wie er ist. Eventuell ergänzt um einen weiteren, vielleicht positiven Bericht über den Händler.

Ursprünglicher Blog:

Es liest sich so schön. Frische aus Andalusien. In Zeiten in denen man bei uns echtes Glück oder wahlweise viel Geld haben muss um ordentliche Orangen zu bekommen, ließt sich die Werbung von Delicado 24 .de, wahlweise Delicade 48 .eu und andere, geradezu verlockend.

Über ein Forum wurden die Früchte ebenfalls angeboten und so beschloss ich eine Kiste voll zu bestellen.

20 Kilo zu 49,95 für

7 Kg Orange 7 Kg Mandarine 2 Kg Kaki 2 Kg Mango 1 Kg Granataepfel

Nach wenigen Tagen, wie angekündigt, kam der Karton an. Stabil, groß und unbeschädigt. Gerade richtig für meine Lust auf eine leckere Orange.

Nach dem Öffnen des Delicado 48 Kartons die erste Ernüchterung. Die Mangos hatten alle bis auf eine sehr starke Transportschäden. An mehreren Stellen angedatscht, aufgeplatzt und das nicht erst seit gestern. Die Granatäpfel an beiden „Nabelseiten“ schimmlig. Ich habe einen aufgeschnitten, braun. Riecht alles andere als frisch. Die Kerne braun und weich. Den zweiten, den „Schönsten“ ebenfalls geöffnet – dito. Von den Orangen und Mandarinen waren ein paar ebenfalls mit heftigen Andatschern versehen. Nicht viele. Dachte ich ……

Die Kakis waren in Ordnung.

Ich hab mich sehr aufgeregt und meinem Unmut gleich in Bildern und einer Mail an den Händler Delicado24 Luft gemacht.

Delicado 48 Delicado 48 Delicado 48

Die Antwort war erstmal verständnisvoll und ob der Karton eine Beschädigung hätte. Nein, er ist einwandfrei. Wir hatten uns auf 15,- Nachlass, nachdem ich 20,- gefordert habe, geeinigt. Ich wusste ja nicht wie es weitergeht.

2 Tage später hatten gut 50% aller Früchte ausgeprägte „Datscher“, die erste Delicado24 Orange schimmelte obwohl ich alle direkt abgewaschen hab.

Die Mandarinen hatten eine recht lose Schale was eine Beurteilung, ob sie nun in Ordnung ist, schwer macht. So merkten wir erst nach dem Öffnen, mindestens die Hälfte ist nicht ok. Wenn Mandarinen eine Druckstelle abbekommen oxidieren sie und nach 1-2 Tagen kann man sie nicht mehr essen, sie schmecken dann fade und faulsüß.

Nach nunmehr einer Woche das Endresultat. rund 70% aller Früchte waren nicht in Ordnung. ein Großteil schimmelte nach dem 4. Tag und genießbar war lediglich eine handvoll Orangen und Mandarinen. Die Orangen die unversehrt waren waren gut. Allerdings nicht besser als eine gute Ware beim Gemüsehändler.

Ich könnte nun sagen, hoffentlich bin ich ein Einzelfall. Wenn ich mir die vergammelten Granatäpfel anschaue, dann glaube ich nicht so recht daran. Auf jeden Fall habe ich wieder mal daraus gelernt und am Ende nichts gespart, im Gegenteil!

Die Thermomix Story oder 1000 Euro für den Arsch

Hallo zusammen!

April 2015: Aus gegebenem Anlass habe ich ein paar kleine Updates eingefügt.

Wäre auch nur eins der Versprechen seitens des Herstellers richtig, dann hätte er, der TM31,  mir eventuell etwas Arbeit abgenommen. Aber nun steht er da und wartet darauf  dass ich ihn zur Post bringe um einem neuen, hoffentlich glücklichen Besitzer eine Freude zu bereiten. Nein, ich hege keinerlei Schadenfreude, denn die Ansprüche an ein Küchengerät sind eben unterschiedlich.

Aber zum Gerät. Soll ich es kurz machen? Nein, das wäre zu banal einfach zu sagen „das Ding taugt nix“ oder „wer den Thermomix gut und praktisch findet hat nie wirklich kochen können“. Ich wähle die lange Variante und beginne dort wo alles begann…..

„Hey, wir können einen Thermomix ganz billig bekommen“ sagte meine Frau als sie eines schönen Abends im Frühling nach Hause kam. „Was ist bitte billig“ fragte ich. Naja, die Vorwerk Tante ist neu im Geschäft und gibt einige Geräte zu ihrem EK weiter, also schiebt uns ihre Provision durch. Und wie hoch ist die? Keine Ahnung! Ok, das ist doch mal ne gute Basis um ein Schnäppchen zu machen.

In der Hoffnung, Vorwerk lässt seinen Verkäufern/innen einen fürstlichen Bonus zukommen, bestellen wir einen Thermomix TM31 inkl. 2er Kochbücher.

Bis dorthin hatte ich bereits vieles über das Gerät gelesen und von unzähligen Nutzern nur Lobeshymnen zu hören bekommen. Von Natur aus bin ich allerdings immer skeptisch wenn so viele ein so teure Gerät über den Klee loben und keine einzige schlechte Eigenschaft erkennen. Ich kann euch sagen, es hat 15 Minuten gebraucht und ich hatte mindestens 3 zusammen.

Und so warteten wir und ich verschlang n der Zwischenzeit die verschiedenen Tipps und Rezepte die ich im Netz finden konnte. Ich muss dazu sagen, ich liebe Suppen über alles und mir ist bereits zu dem Zeitpunkt klar, der TM31 kann alles solange es eine Suppe ist.

Tataaaa! Es war schon fast Weihnachten und da kam doch glatt ein Packerl mit dem wir so gar nicht mehr gerechnet hatten. Traritrara der Thermomix ist da. Ich musste umgehend auspacken und ließ alles stehen und liegen. Ressourcenschonende Verpackung finde ich gut. Pluspunkt 1.

Unpacking!

Es gibt ja für jeden Mist ein Unpacking Video auf Youtube und so natürlich auch für den TM31. Nein ich werde kein Video einbinden. Eine Suchmaschine Deiner Wahl verwenden und schon wirst Du fündig.

Das Gerät macht einen wirklich sehr wertigen Eindruck und das Design ist, für ein modernes Küchengerät, in Ordnung. Ich liebe zwar den Retrokitsch ala Kitchen Aid aber so ein bisschen Ufo in der Küche – warum nicht.

Die Messer, Der Behälter, alles wirklich hochwertig. Sieht fast so aus als sei der Mix/Kochbehälter von Hand geschweißt was den Preis erklären würde.

Nun gut, ich war erstmal froh das die Sichtung mich doch positiv stimmte und wieder an die Arbeit. Heute Abend werde ich Dich entjungfern – ja!

Nach ein paar Stunden Arbeit war es dann soweit. Der Thermomix stand vor seinem Herrn und musste die Hosen runterlassen. Folgende Qual listete ich:

 

– Zwiebeln schneiden

– Nüsse hacken

– Gemüse zerkleinern

– Eine Suppe kochen

– Eis crunchen / Puderzucker herstellen

 

Zwiebel schneiden

Geht es nach der Anleitung sowie den Kochbüchern, dann muss das Zwiebelschneiden eine wahre Freude sein. Und so nehme ich zwei Zwiebeln, schäle sie und zerteile sie, gemäß der Anleitung, in grobe Teile. Dazu sei gesagt, ich verarbeite eine halbe Zwiebel, per Hand, innerhalb von 6 Sekunden zu feinsten Würfelchen. Eine Ganze dürfte ca. 20 Sekunden dauern.

Zwiebelstücke in den Thermomix und Mix it Baby. 5 Sekunden auf Stufe XYZ und gut. „What to hell!“ Das Teil ist laut, das Teil ist extrem laut. Wenn ich daneben unsere 20 Jahre alte Bosch Maschine betreibe, klingt der Thermomix wie ein Düsenjet.

Deckel runter und ein Blick in den Topf.

Note 6

Die Zwiebeln sind Matsch, die „Stücke“ von nicht gleichmäßiger Größe und man kann die Oxidation schon riechen. Für ZigZigZillis Nutzer ein gewohntes Bild, für den leidenschaftlichen Hobbykoch eine echte Katastrophe. Und nein, ich habe den TM31 richtig bedient!

 

Nüsse hacken

Haselnüsse in den Mixer und entsprechend der Anleitung gehackt. Man hat die Wahl zwischen ungleichmäßig groben Stücken, ungleichmäßig mittelgroßen Stücken oder Nussmatsch.

Je nach Einsatzzweck der Nüsse würde ich eine 4 (ausreichend) bis 5 (mangelhaft) geben. Das Ergebnis ist genauso schlecht wie bei den Zwiebeln nur das es bei Nüssen nicht so viel ausmacht.

 

Gemüse zerkleinern

Ich erspar mir das Geplapper von wegen dem Schälen usw. Das Ergebnis ist für die Vorbereitung zu einer Suppe gerade noch zu akzeptieren. Auch hier geht es eher in Richtung gehäckselt als geschnitten. Für ein grobes Hacken und die anschließende Weiterverarbeitung ist das Ergebnis nicht gut. Es kommt einem vor als sei das Messer stumpf oder die Geschwindigkeit zu langsam. Beides ist nicht der Fall, die Bedienung wie vorgeschrieben und bei allem ist das Gerät einfach nur laut.

Für das Gemüse gibt es, auch wieder abhängig von der Weiterverarbeitung, eine

4 bis 5.

 

Eine Suppe kochen

Ich hab Zwiebeln, ich hab Gemüse, also lasst uns eine Gemüsesuppe kochen. Ihr werdet verstehen, dass ich mir neue Zwiebeln geschnitten habe und nicht den MixMatsch genommen habe.

Öl in den Thermomix, Zwiebeln dazu und auf andünsten lassen bei gleichzeitigem Rühren.

Oha, das ist geil. Die Zwiebeln können ohne Aufsicht andünsten und keine wird dabei braun. Naja, logisch wenn sie vom Rührwerk alle an die Seitenwand geschoben werden. Also bleibt man dabei stehen und schiebt sie mit dem mitgelieferten Schieber so alle 30 Sekunden wieder zurück. Die Zwischenzeit (die 30 Sekunden) kann man hervorragend dazu nutzen kurz in der Nase zu bohren oder ein Glas Wein zu kippen um das hier alles zu verkraften.

Die Zwiebeln sind angedünstet und ich gebe das kleingehäckselte Gemüse dazu. In den ganzen TM-Rezepten wird immer mit gekörnter Brühe gekocht. Zu allem und jedem wird die Glutamatbombe eingesetzt – grausig. Wenn ich eine Gemüsesuppe mit Gemüse koche, dann brauch ich keine Gemüsebrühe zuführen, außer mein Geschmacksempfinden ist durch den ganzen Aromascheiss bereits nicht mehr existent. Eine Prise Salz und Pfeffer sollte bei gutem Gemüse vollkommen ausreichend sein.

Wie eine Suppe nachher schmeckt ist hier eigentlich egal. Bei 80% der Rezepte in den mitgelieferten Rezeptbüchern kann ich, unter Einsatz meines Hab und Gutes, sagen „das kann nicht schmecken“ nur wenn ich die Zubereitung und die Zutaten lese. Aber die Geschmäcker sind ja bekanntlich unterschiedlich auch wenn ich das oft nicht glauben mag.

Ok, die Suppe ist soweit das ich den Vorteil eines Thermomix voll ausnutzen könnte. Die Suppe rührt automatisch für 20 Minuten und ich kann in der Zeit Klavier spielen oder mir ein gutes Buch nehmen. Dazu muss ich sagen, wir haben eine offene Küche bzw. ein komplett offenes Geschoss und der Lärm der vom Thermomix erzeugt wird stört, nervt, ist massiv zu laut und überhaupt warum muss dieses Gerät solchen Krach machen? Selbst wenn ich in der Küche weiterarbeite nervt der Krach. Eine Unterhaltung neben einem TM31 zu führen artet in Stress aus. Auch hier zeigt das Gerät wieder, dass die angepriesenen Vorteile für den Boppes sind. Außer man kann die Türe hinter sich zu machen. Laut genug piepst das Teil ja wenn der Countdown abgelaufen ist.

Im Rezept steht noch Käse zugeben. Wie in so vielen Rezepten Käse steht. Irgendwie habe ich das Gefühl, dass mit sinkendem Anspruch der Deutschen an das Essen, der Konsum von Käse zunimmt. Very British! Obwohl die Briten sich seit einiger Zeit in die andere Richtung bewegen.

Das mit dem Käse war keine so gute Idee wie sich später rausstellte, aber hey – es stand im Rezept von Vorwerk so drin.

Die Suppe war nach Anleitung fertig. In Wirklichkeit war das Gemüse noch ziemlich roh und dem ganzen fehlte es gehörig an Pfiff. Ok, im Original regelt die Gemüsebrühe und das Glutamat – schrecklich. Ich lasse es noch etwas weiterkochen und versuche nochmals den Mixer zu nutzen um das Gemüse feiner zu pürieren. Im Normalfall hätte ich den Zauberstab genommen und wäre kurz durch den Topf gejettet. Aber im TM geht das natürlich nicht.

Tut das bitte nicht! Nicht den Mixer einschalten während der Topf halbvoll mit Suppe kocht. Nein, es hat nichts raus gespritzt, dazu ist der Deckel ja recht dicht. Der TM31 hat getanzt wie ein Harlekin an Fastnacht. Wenn da ein Kind in der Nähe ist und das Teil über die Kante tanzt – Gute Nacht. Wobei man hier sagen muss, der Deckel mit seiner Arretierung hält dicht in jeder Situation. Der Deckel des Einfüll- oder Kontrolllochs allerdings nicht.

Tanz beendet und die Suppe gegessen. Naja, ich hab sicher schon mal schlechtere Suppen gegessen, erinnern konnte ich mich allerdings nicht. Das kann man aber sicher mit ein wenig Training in einem der vielen TM-Kochkurse (schmeiß das rein, stell auf 8 und Du kannst kochen) besser machen.

Oh Schreck!

Die Suppe ist leer und es offenbart sich Schreckliches. Der zugegebene Käse hat sich nicht wirklich verteilt sondern sich am Boden abgesetzt und hängt schön in den Messern. Wasser rein, Spülmittel rein und bei etwas Hitze rühren lassen.

Der zugegebene Käse hat sich nicht wirklich verteilt sondern sich am Boden abgesetzt und hängt schön in den Messern. Ihr merkt, die Aktion hat rein gar nichts gebracht. Spülmaschine wollte ich dem Teil nicht zumuten da spätestens jetzt klar war, das Teil wird schnellstmöglich wieder abgestoßen.

Von Hand mit dem Schwamm aufwendig gereinigt. Die Spülmaschine hätte das nie und nimmer sauber bekommen.

Für Suppe, Handling, Lärm und Reinigung bekommt der Thermomix ein glatte 5, ein mangelhaft. Denn ein Gerät für über 1000,- darf so nicht sein.

 

Eis crunchen und Puderzucker machen

Mir klingt es noch richtig in den Ohren wie jemand sagte „aber damit kann man so toll Puderzucker machen“. Oha, eine 1000 Euro Maschine um Puderzucker herzustellen. Wer hat der hat!

Natürlich wollte ich sehen ob das geht. Und ja es geht. Zumindest der Anteil Zucker der in Berührung mit einem der Messer kommt. Wenn man lange genug „zuckert“ dann wird das echt Puderzucker. Das ist echte Rocket Science, ich bin aber so was von platt, das ist echt hammergeil. Nein, ich behalte Dich Du tolle Maschine, nur wegen dem Puderzucker.

Danach mal kurz getestet. In meinem Mörser kann ich viel schneller Puderzucker machen :-)

Dasselbe gilt auch für Eis. Jepp, das funktioniert

Dafür gibts eine 2-3

weil es schon recht lange dauert und wenn ich bedenke, hier wird Strom verbraucht und das Gerät will danach gereinigt werden, dann ist das nicht mehr ganz so schön.

 

Mein Fazit

Also ich hoffe ja, dass alle die einen Thermomix besitzen und mir gegenüber irgendwann einmal erwähnt haben wie super toll das Teil ist, dies hier nicht lesen. Wenn doch dann seid nicht  böse und relativiert eure Meinung oder meinen Bericht hier (wahlfrei) bitte.

Wer findet dass ein Thermomix eine tolle Küchenmaschine ist, der hat keine Ahnung was eine gute Küche wirklich bedeutet. Wer den TM lediglich als Mixer verwendet, ja das kann er wirklich super gut und laut und für 1000,- ist das ja auch ein Schnäppchen.

Ich würde mir wünschen, dass die Menschen ihr Ego beiseiteschieben und objektiv ihre Entscheidungen, ihre Meinungen betrachten. Wenn mein Auto, mein Mixer oder mein sonst was nix taugt und ich viel Geld dafür bezahlt habe, dann brauche ich ihn nicht verteidigen. Dadurch wird nichts besser und andere fallen in dieselbe Falle.

Unser TM31 ist bereits verpackt und versteigert und wird von mir direkt nach diesem Artikel zur Post gefahren. Ich  hoffe nur, die neue Besitzerin hat niedrigere Ansprüche an eine 900,- Küchenmaschine.

 

Und zu guter Letzt, ich find es klasse das ich nun mitreden kann und nicht mehr eingestehen muss, dass ich ja noch nie mit so einem Teil hantiert habe. Noch viel besser ist es, dass sich meine Urteile über die Funktionen ALLE bestätigt haben. In diesem Sinne…

Guten Appetit!

Just-Natural auf dem Grill

Hi!

Ich konnte am Wochenende neue Produkte von Just-Natural.de testen. Vegane Alternativen und ich finde das Hack sehr gelungen. Auch wenn es pur nicht viel verspricht, ist es verarbeitet wirklich lecker.

Die Füllung ist mit Hack, etwas Reis, Kartoffel, Paprika (milde Chili), Zwiebel, Knoblauch und Kräuter. Jaja ich hab etwas Parmesan dran – sehr unvegan aber den kann man auch weglassen.

Fire Sticks

BBQ ist schon was leckeres und es geht definitiv ohne Fleisch. Wenn ich an Babyback Ribs zurückdenke die meist mit Bappsüsser Soße zugekleistert wurden und fast immer in Babybrei Konsistenz verspeist wurden, dann weiß ich nur einmal mehr das meine Entscheidung die Richtige war.

Hier kommt lecker Slow Food!

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Fire Sticks

 

Zutaten:

  • Just Natural Vegan Filetstreifen hell
  • 3 EL Tomatenmark
  • 2 EL Zuckerrohrsirup
  • 2 EL Honig oder Ahornsirup
  • 1 TL Salz
  • 2 TL Senf
  • 1 TL Zucker
  • 1 TL Flüssigrauch
  • Limettensaft
  • Ordentlich Pfeffer aus der Mühle
  • Chilli oder Habanerosoße nach belieben
  • Apfelsaft
  • Öl

Zubereitung:

Die aufgetauten Filetstreifen in etwas Habanerosoße und dem Saft einer Limette plus einem TL Zucker für 2-3 Stunden marinieren.

Abtupfen und in Öl ringsum anbraten. Es darf schon hier und da etwas dunkler werden. Nebenbei die restlichen Zutaten zusammenrühren und abschmecken. Es sollte eine süßliche, scharfe Note mit leichter Säure entstehen. Nicht zu süß, da das Tomatenmark im Backofen noch ordentlich an Süße zulegt.

Die leicht abgekühlten Filetstreifen mit der Soße vermengen und auf einem Backpapier auslegen. Bei ca. 100 Grad und angelehnter!! Backofentüre für etwa 30 Minuten backen lassen. Dann nochmals mit der Soße überpinseln und ordentlich Pfeffer darüber. Nach weitern 20 Minuten ist es vollbracht.

Man kann sie auch kaltstellen und vor dem Essen schnell über den Grill mit Holzfeuer ziehen.

Vegan Sticks hell 5

Vegetarische Sterne im Elsass Teil 2

Die Auberge Frankenbourg in der 13 Rue du Général de Gaulle in 67730 La Vancelle war unser Hotel und das Restaurant für den zweiten Abend. Die Zimmer sind geschmackvoll und interessant eingerichtet, sauber und für Frankreich und das Elsass durchaus preiswert. 75,- das Doppelzimmer pro Nacht plus 11,- pro Frühstück.

Nach dem Reinfall am Vorabend hatten wir beim Frühstück in der Auberge Frankenbourg bereits eine sehr gutes Gefühl. Das Frühstück ist durch und durch lecker. Vom Brot über die leckeren Käse bis hin zu sehr feiner Wurst (hörensagen – wenn es das überhaupt gibt).

Die Auberge Frankenbourg ist ein Familienbetrieb und vorab hatte ich mit Guillaume Buecher, einem der beiden Brüder, per Mail reserviert und mich als Vegetarier erklärt. Die Reaktion war sehr freundlich und Herr Buecher kam sofort mit ein paar Ideen für ein Menü.

Der Empfang in der Auberge Frankenbourg war sehr nett und somit freuten wir uns auf einen hoffentlich kulinarisch schöneren Abend. Den Tag verbrachten wir mit der zauberhaften Umgebung rund um Colmar und entlang der Route de Vin.  Zu erwähnen ist hier das Weingut Schaller in Mittelwihr. Der „S de Schaller“ Cremant ist ein wirklich feines Stöffchen und so packen wir uns ein wenig davon in den Kofferraum.

Aber zum Wesentlichen. Nach einer kurzen Einstimmung an der Bar öffnete das Restaurant seine Pforten. Der Speisesaal war bis auf den letzten Platz ausgebucht. Dazwischen wir in einem sehr netten Ambiente. Wir wurden sehr herzlich begrüßt und diese Herzlichkeit zog sich durch den gesamten Abend. Der Service war und ist wirklich hervorragend. Keine steifes Sterneschnickschnack sondern so wie Menschen miteinander umgehen sollten.

Das Menü wurde uns vorgeschlagen und Sebastian Buecher hat sich so einige Gedanken zu unserem Menü gemacht die sein Bruder uns vorschlug. Exzellent! Wir entschieden uns für korrespondierende Weine und unsere Omnis bekamen eines der regulären Menüs.

Zum regulären Menü der Auberge Frankenbourg:

  • Amusettes et Broutilles
  • Foie gras de canard et  cristalline de mandarine.
  • Gâteau de foie blond, écrevisses et bouillon de carcasses.
  • Omble chevalier, carotte confite au sapin, gel de fanes et gnocchi.
  • Canette, navet au safran, coing,  éclat de miel et anis vert.
  • Plateau de fromages (supplément 12 €)
  • Feu de forêt.
  • Mignardises

Ich kann hier nur wiedergeben was mir berichtet wurde aber auf das Urteil meines Bruders kann ich mich hier verlassen. Perfekt durch und durch!

 

Das vegetarische Menü startete ebenfalls mit den Amusettes. Nur eben die vegetarische Variante.

Dann folgte eine Komposition aus Karotten mit gerösteten Nüssen, Schäumen und Cremes und ach was soll ich sagen – das war phänomenal! Wirklich sehr gut.

Unsere Bouillon war eine Gemüsebrühe mit diversen vegetarischen Einlagen. Auch hier wieder ein Volltreffer.

Nun folgte unser Hauptgang. Ein Rührei mit schwarzen Trüffeln. Nun mag einer denken, baaah ein Rührei wie profan. Nein, dieses Rührei war eine Offenbarung. Konsistenz, Geschmack und Präsentation – 2 Sterne hierfür!

Nun folgte eine Variation von Wurzelgemüse mit Würfeln eines Jus aus japanischen Limetten sowie einer Dampfnudel. Ebenfalls sehr lecker. Ich hätte mich allerdings über einen kleinen Nudelgang (in welcher Form auch immer) gefreut. Es war alles in allem sehr viel Gemüse und recht wenig Kohlehydrate. Ok, das hat natürlich auch Vorteile :-)

Dem Dessert ging ein Mango Lipstick voraus. Eine nette Spielerei die eben nach frischer Mango schmeckte.

Nach unserem Wunsch gab es nun den obligatorischen Käsegang. Die Käseauswahl in der Auberge Frankenbourg war üppig und die Bedienung war perfekt auf unsere Fragen vorbereitet, kannte jeden Käse oder gar die Kuh oder das Schaf von der der Käse kam. Sehr fein und spätestens hier freute ich mich über die wenigen Kohlehydrate der vorigen Gänge.

Das Dessert war ein, wenn nicht das Highlight. Feu de foret – Feuer des Waldes war ein Krokantplättchen mit einer Creme und oh Top eine feste Sahnehaube die mit dem typischen Schnaps aus dem Grün von Nadelbäumen (ich weiß nicht von welchem) flambiert wurde. Gehaltvoll ohne Gelatine und sehr sehr fein.

Der einzige Wermutstropfen war vielleicht die Abstimmung der Weine gegen das vegetarische Menü – aber das ist jammern auf hohem Niveau und letztendlich war es lediglich in einem Gang nicht ganz so passend.

Ich kann nur sagen: Vielen Dank für den schönen Abend, das sehr gute Essen aber vor allem für den perfekten und nettes Service. Der eine Stern dürfte bald nicht mehr alleine sein.

Vegetarische Sterne im Elsass Teil 1

Wer meinen Blog länger verfolgt (auch zu Fleischzeiten), der kennt mein Faible für leckere Sterneküche. Am vergangenen Wochenende haben wir uns, gemeinsam mit meinem Bruder, aufgemacht um neu Sterne zu entdecken.

2 Vegetarier und 2 Allesfresser (sorry Brother).

Nun ist Frankreich nicht gerade das Mekka der vegetarischen Sterneköche und das Verständnis für ein Leben ohne tote Tiere ist bei, ich sag mal 99% der Franzosen nicht vorhanden.Nur sehr sehr langsam versteht der französische Koch, dass Genuss nicht ausschließlich aus Foi Gras und St. Jaques besteht. Ich wage sogar zu behaupten, die meisten Sterne Köche in Frankreich werden, wenn man ihnen die Stopfleber wegnimmt, ganz heftig ins trudeln kommen. Denn jede Sternekarte sieht aus wie die andere. Die Abweichungen zwischen den Gerichten sind minimal und es wird ewiglich auf dem selben „Mist“ umher geritten.

Aber es geht besser!

Beginnen wir aber mit dem ersten Abend. Das Le Table du Gourmet in Riquewirh hatten wir bereits vor einigen Jahren, als wir noch keine Vegetarier waren, besucht. Optisch sicherlich eines der schönsten Restaurants im Elsass. Ich habe, wenn Du die Suche bemühst, bereits einen Bericht darüber geschrieben. Wir waren damals sehr unzufrieden. Nicht wegen dem Essen sondern wegen des absolut miserablen Service. Damals schoben wir es auf eine Krise im Restaurant Team und da jeder einen zweite Chance verdient hat, haben wir einen Tisch bestellt und bereits vorab klare Ansagen gemacht, dass zwei der Gäste Vegetarier sind.

Angekommen ist uns gleich die geringe Auslastung des Restaurants aufgefallen. Schön ist es nach wie vor. Die modernen Gemälde, das Rot der Wände und einfach alles perfekt. Die Begrüßung war nett und höflich und wir machten es uns bequem.

2 Menüs zur Wahl. Wir machten der Bedienung klar, hier sind die beiden Vegetarier die gerne ein vegetarisches Menü hätten. Kein Fisch, kein Fleisch bitte. Wir waren guter Stimmung denn es schien als hätte man uns verstanden. Nach dem Apperitiv kam dann auch gleich ein Gruß aus der Küche….

1. RoteBeete Schaum mit ……. Rindfleisch (vom Fleisch wurde bei der Präsentation nichts erwähnt)

Ok, extra ein Amuse Gueule zu bereiten, da kann man großzügig sein und den Qmnis am Tisch ein Doppelpack bescheren. Allerdings war es ein Reinfall.

2. Eine Bouillon

Eine Bouillon besteht in Frankreich IMMER aus Rindfleisch, so auch hier. Lobenswerter Weise wurde die Fleischeinlage gegen etwas Sellerie getauscht – Reinfall

3. St. Petersfisch auf Linsengemüse

Was das mit vegetarischer Küche zu tun hat wussten wir dann nicht mehr wirklich und konnten anderen damit keine wirkliche Freude machen weil das Gericht zudem versalzen, sehr versalzen war.

Ich erspare mir die nächsten beiden Gänge – nicht vegetarisch und nicht einen Stern wert. Vielleicht ist der Omni-Hauptgang zu erwähnen der, laut unseren Omnis einfach nur nach nichts geschmeckt hat und obendrein auch nach nichts aussah.

Es folgten zwei Dessertgänge von denen mindestens einer mit Gelatine zubereitet wurde. Als seien zwei Dessertgänge nicht genug, gab es noch ein paar Leckereien zum Kaffee. Marshmallows scheinen in Frankreich gerade hip zu sein und so kamen verschiedene Bappsüsse Teile die einem das Menü, wenn es ein Erfolg gewesen wäre, mit einem Schlag vernichtet hätten. Wie verstrahlt muss der Chef der Küche sein um diesen Mist zu servieren.

Selbiger kam dann auch noch an unseren Tisch. Stellt sich hin und sagt erstmal nichts. Ich dachte an Drogen oder sonstige psychische Einschränkungen. Der Mensch war einfach nur peinlich. So peinlich wie seine Küche.

Somit hat das Table du Gourmet ein zweites Mal versagt. Total versagt und ich wette meinen …….. – dieses Restaurant wird seinen Stern in Kürze verlieren.

 

Weiter zum 2. Teil

 

 

Vegetarische Shrimps

Schon witzig was die vegetarische und vegane Bewegung alles so kopiert. Mutet ja fast schon chinesisch an.

Vegetarische Shrimps als TK Produkt sind da schon irgendwie komplett abgehoben aber gut zubereitet schmeckt das wirklich lecker auch wenn man, wie ich, Shrimps zu früheren Zeiten bereits sehr kritisch betrachtet hat.

Shrimps oder auch Garnelen werden unter Einsatz großer Mengen an Medikamenten und weiterer Chemie produziert. Wer einmal die Produktionsseen in Thailand gesehen hat und die dadurch verursachte massive Umweltverschmutzung, der kann einfach keinen Appetit mehr darauf haben. Auf der anderen Seite die Wildfänge die zumeist mit Grundnetzen gefangen werden und somit alles Leben am Boden der Meere zerstören.

Somit sind die Fake-Shrimps ein weiterer echter Beitrag für unseren schönen Planeten und gegen den Raubbau.

Halbiert und in Bambusklammern geklemmt pinsel ich etwas Öl mit Knoblauch und Salz darüber und grille sie über weiß glühender Kohle mit etwas Buchenholz für ein leichtes Raucharoma.

 

Auf dem Teller noch etwas Öl mit kleingeschnittenem Basilikum oder Koriander darüber, Salz und Pfefer und lecker!

Die TK Shrimps sind den nicht TK Shrimps definitiv vorzuziehen, da sie eine wesentlich bessere Konsistenz aufweisen. Den Herstellerhinweis, die Shrimps vorher zu kochen, finde ich kontraproduktiv. Dadurch werden sie zu weich. Aber alles Geschmackssache. Lohnt sich auf jeden Fall auch für zum Beispiel Makis .

Ich kauf die Shrimps bei Just-Natural.de

Guten Appetit!

Quiche mit vegetarischem Speck

So eine Quiche ist schon was leckeres. Früher hab ich die mit Speck gemacht und das war definitiv lecker. Heute gibt es Speckjes oder Krpjes oder wie die Teile auch immer heißen mögen. Vegetarische Speckstreifen. Erst war ich skeptisch und hab die Teile mal in verschiedenen Varianten zubereitet. Als ich kurz weg war, waren sie alle weg. Meine Frau fand sie oberlecker und hat ratzfatz meine Testkandidaten genascht :-)

Urteil von uns beiden, eine echte Bereicherung der vegetarischen Küche. Und weil das so gut ankam, gleich mal in Aktion in einer super leckeren Quiche.

Die Teile in viel Öl langsam knusprig braun anbraten und vor der Weiterverarbeitung in einer Quiche unbedingt abkühlen lassen.

Guten Appetit!

Wer hätte das gedacht?

Gibt es das klassische Männeressen? Kann man Speisen in typisch Mann und typisch Frau einteilen? Sicherlich sagt sich fast jeder und ein wirklich klassisches Männeressen ist das „Fleischsalatbrötchen“.

Wenn man(n) nun an den Fleischsalat vor Jahren zurückdenkt, in denen man vielleicht noch Wurst und Fleisch gegessen hat, dann wird es schwer zu sagen warum ist da überhaupt Fleisch bzw. Wurst verarbeitet worden? ich erinnere mich daran, daß ein „guter“ Fleischsalat einen hohen Anteil an Wurst hatte, geschmeckt hat man die allerdings kaum.

Mayonnaise und weitere Zutaten wie Gurken, eventuell Zwiebeln etc. sind die maßgeblichen Zutaten die geschmacksbildend wirken. Warum also nicht einfach die Wurst weglassen, die Mayonnaise durch vegane Mayonaise ersetzen und wegen dem Kaugefühl noch Veganes, Stückiges mit einarbeiten.

Der Fleischsalat von Vantastic Foods kam am Wochenende per Post bei mir an und ich war sehr gespannt.

Rein optisch in der viel zu großen Verpackung war es zu Beginn eher ein „naja“-Erlebnis. Allerdings steht er da dem „Original“ in nichts nach.

Zum Frühstück auf ein Laugenbrötchen mit etwas Alsan darunter, so sollte es zum Test des Produktes kommen. Wir hatten Besuch und ich konnte somit gleich die Runde der Tester, wohlgemerkt – maskulin – erweitern.

Fazit: Der Veggie Fleischsalat von Vantastic Foods ist echt der Hit! Schmeckt authentisch ohne ein zu wurstiges  Erlebnis zu verursachen. Die Zutaten sind, im Gegenteil zum Original, wesentlich gesünder und der Preis ist absolut ok. Einziger Wehrmutstropfen ist, wie so oft, die zu große Verpackung. Ich gehe aber mal davon aus, die Verpackungsgröße  dient verschiedenen Produkten und betriebswirtschaftlich ist das ein Kompromiss.

Der Veggie Fleischsalat landet auf meiner „werde ich wieder kaufen“ Liste und bekommt eine glatte 1 (EINS)

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Geht gar nicht!

Es gibt Dinge, die braucht die Welt einfach nicht. Und es gibt Produkte die sind dermaßen eklig, dass der erste kleine Versuch vollkommen ausreichend ist, um den Rest in die Mülltonne zu treten.

Der Strong Cheddar Style Sheese von Bute Island schmeckt nur ekelig und hat mit Cheddar soviel zu tun wie Altmeister Essig mit einer Panacotta.

Bröselig, hart, sauer und irgendwie so muß Fugenmasse oder Fertigbeton in fast festem Zustand schmecken.

Wem dieser „Käsefake“ schmeckt, den will ich nicht kennen mögen. Das hat natürlich den Vorteil, man kann sich von Lehmbroten ernähren.

Dieses Stück „something“ bekommt eine 7 – ja eine SIEBEN. Die Skala wurde hiermit nach oben erweitert.

Würstl 3 X 3 [Update]

Wieder einmal sind 3 Sorten Würste eingeflogen. Alle in Wiener Art bzw. ähnlich einem Wiener Würstel.

Den Anfang machten die Alberts Tofu Würste Frankfurter Art.

Ich habe bisher mit Alberts Seitan Produkten keine guten Erfahrungen gemacht. Umso mehr wunderte mich dieses Würstchen.

Es schmeckt ganz ordentlich. Vielleicht ein wenig zu weich und der „Knack“ fehlt, aber man kann es durchaus essen. Sicher kein Highlight wenn es um vegane Würste geht aber die Geschmäcker sind ja unterschiedlich und so findet sicher auch das Frankfurter Würstl von Alberts seine Liebhaber.

Von mir gibt es eine 4 für ein etwas zu weiches Würstl mit merklicher Tofunote ohne viel Überraschung.

Die Puszta-Wiener von Taifun kommen mit dem Versprechen „scharf gewürzt“ daher. Meist entpuppen sich solche Werbebotschaften eher als haltloses Versprechen.

Nicht hier, die Wurst hat mich spontan überzeugt. Der Biss, der „Knack“ und der Geschmack ist ganz klar Wiener Würstl mit ordentlich Pepp in der Würzung.

Perfekt gelungen ist, wie ich meine, die Hülle. Man meint fast, die Wurst steckt in einem Darm. Wobei mir der Gedanke an ein Lebensmittel in einem Darm von Tieren seit eh und jeh ziemlich grenzwertig vorkam. Aber so ist das eben mit den Würsten.

Die Puszta-Wiener von Taifun ist definitiv auf meiner Liste der „kauf ich wieder“ Würstl. Als Note kann ich hier nur eine glatte 1 geben. Alles richtig gemacht!

[UPDATE]: In der Pfanne erwärmt bzw. gebraten verlieren die Taifuns deutlich. Der ursprüngliche Knack ist weg und der Geschmack wird fad. Im warmern Zustand gibt es nur eine 3.

Sehr schwer nach solch einem Highlight ein weiteres, sehr ähnliches Produkt zu bewerten.

Die Wheaty ToRo sollte laut Aufmachung ganz in die Richtung der Taifun gehen. Leider fehlt es ihr hier und da. Der Biss ist gummiartig oder auch „kätschig“.

Geschmacklich kann die ToRo die Alberts übertreffen [was nicht sehr schwer ist], hat aber keinerlei Chance an die Puszta-Wiener heran zu reichen. Es fehlt ihr, neben dem bereits erwähnten unangenehmen Biss, an Geschmack. Aber auch hier ist es natürlich wieder Geschmacksache ob das Würstl ankommt.

Von mir gibt es dafür eine schlechte 3 und unser Hund übernimmt die Charge.

[UPDATE]: Auch die Wheaty´s müssen in die Pfanne, und hier zeigt sich genau das Gegenteil. Die ToRo´s aus der Pfanne sind besser als die Puszta-Wiener. Der gummiartige Biss verliert sich und geht über zu einem ordentlichen, knackigen Biss. Der Geschmack wird durch das Ehitzen schärfer und würziger. Warm zubereitet bekommen die Wheaty´s eine 2.

[Update Resumé]

Nach dem Pfannentest wird die Entscheidung nicht leichter welches Würstl man isst. Kalt ist die Pusta-Winer definitiv ein Knaller, warm würde ich die ToRo auf jeden Fall vorziehen. Die Alberts macht kalt wie warm keine gute Figur, warm sogar noch n Tick schlechter.

 

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Schnitzel oder Vleischkäs?

Zwei ungleiche Testpartner flogen mir gerade zu und warten darauf gegeneinander anzutreten. Naja, nicht gegeneinander sondern nacheinander werden sie zeigen was sie drauf haben.

Als erstes dasVegi Schnitzel Pfeffer von Vegusto, das dünn geschnitten und eingeschweißt daherkommt.

In der Packung, zwei dünne Schnitzel mit einer sichtbaren Pfefferwürzung. Da Pfeffer das Lieblingsgewürz bei uns zu Hause ist, freut mich das natürlich. Leider ist neben dem visuellen Bild keinerlei pfeffriges Aroma zu riechen, aber seien wir nicht gleich zu anspruchsvoll.

Das vegane Schnitzel, und das Wort „Schnitzel“ beschreibt im Übrigen die Form eines „Schnitzes“ von einem Ganzen – nur um den notorischen Namensnörglern, die lieber blöken anstatt sich zu informieren, Vorschub zu leisten. Also das vegane Schnitzel besteht zu großen Teilen aus Weizeneiweiß, respektive Gluten. Somit ist das ein klassisches Seitanschnitzel mit einigen weiteren Zutaten die größtenteils der Struktur dienen.

Das Schnitzel wandert mit etwas Fett in die Pfanne und darf auf beiden Seiten rund 3 Minuten vor sich hin bruzzeln.

Der erste Schnitt, der erste Biss … nichts besonderes. Jeder der Seitanprodukte selbst herstellt kann das mindestens ebensogut hinbekommen. Mich stört diese fast Papierflache Form und das der „Teig“ für das Schnitzel kaum spürbar gewürzt wurde. Da kann auch der Pfeffer kaum helfen. Bei der optischen Menge an Pfeffer sollte man ein ordentlich pfeffriges Aroma erwarten – nada. Ich will nicht sagen es schmeckt nicht, es schmeckt eben nach wenig. Dafür gibt es eine 3 von mir. Was noch negativ auffällt, durch den hohen Wasseranteil spritzt auch dieses Seitanprodukt wie wild in der Pfanne. Vielleicht versuche ich es nochmals indem ich es nachwürze und eine leichte Panade drumherum lege.

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Als zweiten Kandidat lege ich den Vleischkäs, ebenfalls aus dem Hause Vegusto, in die Pfanne. Nur kurz, da er eigentlich bereits fertig ist. Beim Auspacken fällt das lustige, gummiartige Verhalten auf – egal, ab in die Pfanne.

Klassisch zwischen zwei Brötchenhälften und mit einem Klecks gutem Senf stellt sich der Vleischkäs meinen hungrigen Zähnen. Sehr fein im Geschmack, zurückhaltend, dezent. Aber was man schmeckt, schmeckt wirklich gut. Nicht so authentisch wie zum Beispiel ein anderes hier getestetes Produkt, aber das war ja auch ein Leberkäse. Auf jeden Fall würde ich den Vleischkäs dem Pfefferschnitzel vorziehen und dafür bekommt er von mir eine 2.

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Keine Muh – keine Mäh – keine Tä…

Alles Käse oder was? Nein es ist kein Käse, wird allerdings als Käsealternative angeboten. Zuerst einmal verabschieden wir uns von dem Gedanken, veganer Käseersatz schmeckt wie Käse, schmeckt wie guter Käse. Käseliebhaber wissen von was ich rede. Jeder der Käse bisher als abgepackte Angebotsscheiben aus dem Supermarktregal kennt, kann es unter Umständen anders sehen.

Die Noh Muh Käse sind, was vegane Käse anbelangt, sicher mit das leckerste was ich bisher gegessen habe. Der Noh Muh Classic wurde bereits versucht und viel sozusagen durch da man es hier mit dem  Blauschimmelaroma doch ordentlich übertrieben hatte.

 

 

 

 

 

 

Der No-Muh Dezent und der Kräuter liegen auf dem Teller und haben nur eine geringe Chance sich gegen das Auspacken zu wehren.

Der Kräuter schmeckt leicht, mit einer gut wahrnehmbaren Kräuternote, obgleich ich kein Kraut identifizieren kann. Der Biss ist mit keinem Käse vergleichbar aber gut. Auf dem Brot mit etwas Bio Alsan darunter macht er definitiv eine gute Figur. Lecker, wenn wir im Thema Käse bleiben, ist vielleicht was anderes aber er bekommt eine 2,5 von mir.

Kommen wir zum Noh-Muh Dezent und wenn der Name Programm ist, sollte die Erfahrung mit dem Noh-Muh Classic sich nicht wiederholen.

Ein deutliches Butterkäse-Aroma und ein weicher, „fetter“ Biss – sehr gut. Der Geschmack pur hat mich schon ziemlich überzeugt. Auf dem Brot schmeckt es noch besser. Den könnte man einem Käseesser durchaus mal unterjubeln. Der Dezent überzeugt mich und ist, neben dem Noh-Muh Melty, die bisher beste Käsealternative die mir aufs Brot hüpfen durfte. Dafür gibt es eine klare EINS (1).

Bei aller Euphorie – es ist keine Kopie für einen gut gereiften Gruyeré, einen jungen Bergkäse oder einen gereiften Camembert aus der Normandie. Es ist aber eine Alternative wenn man endlich damit aufhört, seinen Genuss auf Kosten von Tieren zu leben. Nicht nur das die Milchwirtschaft größtenteils tierquälerische Produktionsformen verfolgt, die meisten Käse werden mit Lab von getöteten Kälbern produziert – das kann kein Genuss sein, das darf kein Genuss sein.

Der Verzicht auch echten Käse kann schwer fallen – ich weiß das aus eigener Erfahrung. Nach einer sehr kurzen Zeit verliert man allerdings die Lust darauf, sofern man sich neben dem Genuss auch mit der Produktion und dem „woher kommt mein Essen eigentlich“ beschäftigt.

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Vleischkäääsweckle!

So sieht er aus, der Vegusto Vleischkäs. Sehr leckere Optik läßt erstmal Freude aufkommen.

In der Pfanne angebraten und ab auf ein Brötchen. Mit Senf oder ohne Senf, nicht soo schlecht aber nur Mittelmaß, da gibt es bessere Produkte. Der Geschmack ist zu dezent, die Struktur ist zu soft, zu „wabbelig“. Dafür gibt es maximal eine 4 von mir.

Un assiette de charcuterie?

Nein, ein Aufschnittteller ist es sicher nicht, aber die vier Würste  die ich gestern getestet habe machten schon ein spannendes Bild auf dem Teller.

Da wären zum Einen die drei Bratwurstsorten Knacker-, Mayoran- und Curry-Bratwurst von Vegusto und die dagegen außer Konkurrenz stehende Landrauchwurst, ebenfalls aus dem Hause Vegusto.

Die Landrauchwurst kommt wie die anderen in der Kunststoffhülle daher und vor dem Verzehr muss man sie auspacken. Ohne Folie ist die Optik nur noch halb so gut. Ein Stück grau-braune Masse. Aber wir wollen uns die Wurst ja nicht an die Wand hängen.

Die Landrauchwurst wird kalt und gebraten versucht. In beiden Fällen überzeugt sie mich nicht. Geschmacklich ist es eben eine gewöhnliche Wurst aus Weizeneiweiß. Die dezente Rauchnote ist perfekt gewählt aber sie hilft nicht über den Mangel hinweg. Eine 3,5 von mir dazu.

Ganz anders die drei Bratwürste aus selbem Hause. Einzig die Majoran-Bratwurst überzeugt nicht ganz da neben Majoran der Eindruck andere, unpassender Gewürze entsteht. Ansonsten sind die drei Würste nahe an der Perfektion. Aus der Pfanne, nach längerem Braten, erhalten die Vegusto Bratwürste eine wirklich schöne Farbe und sie schmecken. Dabei hilft sicher die gut gelungene Konsistenz was man auf dem Bild links auch sehen mag.

Die Curry-Bratwurst braucht nur noch ein wenig Tomatensoße und eventuell einen Klecks Mayonaise um zum Klassiker zu avancieren.

Ein kleiner Kritikpunkt von mir ist der Fettanteil. Für eine Bratwurst zu niedrig und deshalb ist das Kaugefühl ein wenig zu trocken, aber das ist Jammern auf hohem Niveau.

Für die Bratwürste bekommt Vegusto eine gute 2, der Majoran-Bratwurst gebe ich eine 3,5

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Veginaise gefällig?

Mayo auf Pommes, zur Curry oder im Kartoffelsalat (wers mag) sind Klassiker auf die man nicht wirklich verzichten mag. Muss man auch nicht.

Ich habe ja bereits gute Mayonaiseprodukte entdeckt und habe mir hier die Veginaise von Vegusto kommen lassen. Vegusto ist ein rein veganer Hersteller mit einer breiten Palette an Produkten. Bekannt geworden sind Vegusto durch ihre Käseimitate wie z.B. den Noh Muh. Doch Vegusto macht auch Mayonaise.

Übrigens sind das sehr nette Leute, die Menschen von Vegusto, auf der VeggieWorld konnte man die Macher der Company quasi „anfassen“ und es hat sich gelohnt. Aber, die Veginaise war ein Versuch, mehr sicher nicht. Ich kann mir vorstellen das man sie als Salatsoße oder als Dip oder ähnliches hernehmen kann. Ein wenig erinnert sie mich an die Soße die bei den verschiedenen Shrimp-Cocktails zu finden waren. Eine Mayonaise ist das nicht, weder die klassische aus Glas oder Tube, noch hat sie Ähnlichkeit mit einer selbstgerührten Mayo.

Hätte ich den Packungshinweis gelesen „Ideal auch als Dip oder für Salatsoßen“ hätte ich den Geschmack besser einordnen können. Schwierig zu benoten. Als Mayo eine 5, als Dip oder Salatsoße eine 3.

The Mock Duck

Mock heißt Fälschung oder Attrappe und so sollte man die Mock Duck von Vantastic Foods auch verstehen. Das Produkt hat nichts mit den Dosen aus dem Asialaden zu tun, zumindest die die ich bis heute probiert habe. Mock Duck ist auf gut Deutsch gesagt Der Hammer.

Wer früher einmal auf gebratene Ente flog der wird sich hier wiederfinden.

Eingelegt in Sesamöl, Ingwer und weitere Zutaten imitiert Mock Duck die gebratene Ente und trifft damit voll ins schwarze. Der einzige Nachteil, man kann nicht mehr wirklich unterscheiden ob man nun echte Ente oder einen Fake zu sich nimmt. Ein Blick auf das Glas hilft dann aber wieder und das gentechnikfreie Produkt überzeugt mich restlos.

Kalt direkt aus dem Glas genascht oder im beliebigen Einsatz in Pfannengerichten. Bei der Zubereitung verliert Mock Duck seinen typischen Geschmack wenn man die Stücke zu lange mitkocht/brät. Da sie ja bereits fertig sind genügt es auch ein wenig Gemüse mit Ingwerstreifen anzuschwitzen, mit Sojasoße ablöschen und abgetropfte Mock Duck dazugeben. Ein paar Reisnudeln oder Reis dazu und man hat ein überaus leckeres, schnelles Essen. Als Note kann hier nur ein sehr gut, eine 1 in Frage kommen – well done!

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Mir doch Wurst!

Aber durchaus lecker!

Die Salami von Wheaty! Wer auf würzigen, ungarisch angehauchten Geschmack steht wird an diesen Scheiben nicht vorbeikommen. Dabi noch Bio-Qualität was will man mehr. Der leichte Rauchgeschmack unterstreicht die Würze und gibt dem Ganzen eine tolle Note.

Ich habe die Salami aus Weizeneiweiß auf Brot und Pizza getestet und gebe ihr eine gute 2. Lecker!

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No Kuh Milch!

Hier hab ich nun endlich meine Alternative zur Kuhmilch im Kaffee.

Der Reis Drink von Berief erfüllt so ziemlich meine geschmacklichen Vorstellungen eines Kaffee mit „Milch“.

Das Einzige das man beachten sollte ist, der Kaffee sollte etwas stärker sein da der Reisdrink mehr Flüssigkeit mitbringt als die gewohnte Milch.

Somit bleibt mir jetzt nur noch der Parmesan für den ich einen geschmacklich akzeptablen Ersatz finden will um einer veganen Ernährung Rechnung zu tragen. Mal sehen was der Postler so bringt – es warten einige Varianten auf den Versuch – Spannung!

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