Archiv der Kategorie: Unterwegs

Trüffel? Wie? Lecker!

Ich konnte es kaum glauben, eigentlich wollte ich lediglich schauen ob sich schon was bei den Sommer Steinpilzen tut. Und da war er Ein Mäandertrüffel in 120 Gramm.

Geckocht wohl sehr schmackhaft was zu beweißen gilt. Ich werde berichten. Solange kann man sich aber auch bei http://www.trueffelsuche.de rumtreiben und vielleicht zu den Findenden gehören.

Veggie World 2013 – Kleine Nachlese

Nachlese ist gut, hatte ich doch vorab nichts geschrieben. Aber dennoch habe ich auch in diesem Jahr die Veggie World besucht. Nur war ich diesmal auf der Seite der Aussteller und davon würde ich euch gerne berichten.

Gespannt war ich auf die intensiven Diskussionen mit Veganern und Omnis. Man muss natürlich wissen, dass die Veggie World eine parallele Veranstaltung zur Paracelsus Messe ist. Die Paracelsus Messe ist schnell beschrieben.

„Früher hätte man Gauklermarkt dazu gesagt“

Dementsprechend ist das Publikum gemischt. Veggies aller Couleur,  Wunderheiler und Lämmer die ihr Portemonnaie wohlwollend zur Schlachtbank führen.

Aber zur Veggie World!

Die Besucherzahlen kamen mir üppiger vor. Wobei dies durch den geänderten Blickwinkel durchaus täuschen kann. Die Bedrohlichkeit der Massen bekommt man immer dann zu spüren wenn man frisches Fleisch ähm sorry, ich meine natürlich frische Probierstückchen der köstlichen Produkte auflegt. Dann fühlt man sich mitunter wie in einem alten Zombie Film. Wir hinter der Theke und die Zombies bewegen sich langsam aber bestimmt auf uns zu. Lach – nicht böse sein, aber der Anblick der Augen die lüstern auf  Hackbällchen und Nuggets blicken ist schon verdammt nahe an der Supermarktszene aus Zombie Teil 2.

Veganer sind lässig! Puuh, hatte ich doch gedacht mehr Diskussionen um Ei-Anteil oder meine alten Lederschuhe führen zu müssen. Weit gefehlt! Veganer sind im Großen und Ganzen eher lässig unterwegs und schieben hier und da auch schon einmal ein Stückchen in den Mund und fragen danach was sie denn da gegessen hatten. Ganz schön mutig so mit „Fleisch ist Mord“ auf dem Rücken und einem „V“ in der Haut.

Viele Menschen hatten keine Idee wie gut vegetarische und vegane Produkte schmecken können. Naja, vieles auf der Messe ist, wie uns zigmal berichtet wurde, eine Zumutung für den Gaumen. Nicht die wirklich leckeren frisch zubereiteten Gerichte; Die Fast (schnell)- oder Fertig- oder auch Halbfertigprodukte sind es bei denen sich einem vermehrt der Magen umdreht. Noch immer! Leckere Ausnahmen gab es natürlich auch. Ein Apfel ist ja eh vegan – wir reden im Prinzip immer von Convenience, Fleisch, Käse, Wurstalternativen – Fast Food eben.

Meine Erklärung: Wenn Veganer produzieren dann soll das Endprodukt nicht zwangsläufig nach dem schmecken nachdem es aussieht was ich grundsätzlich sehr gut finde. Das täuscht aber und die Psyche der Omnis spielt den Streich negativ zurück. Wenn etwas nach Wurst aussieht, dann sollte es auch so schmecken – sagt der Kopf. Ich meine darunter leiden viele eigentlich gute Produkte sehr stark.

Zu kosten gab es wieder vieles. Angeboten wurde üppig und am Ende fühlte man sich eher wie in einem großen Supermarkt. Aber so sehen Messen heutzutage aus. Die materiellen Lüste werden befriedigt und man geht vom vielen probieren mit Sodbrennen und zusätzlichem Übergewicht nach Hause. Oder man übergibt sich wie man bei einer nicht zu unterschätzenden Anzahl, vornehmlich weiblicher Besucher, annehmen konnte.

Naja, nicht alle. Ich meine die VeggieWorld, und ich wiederhole mich hier, ist die Messe mit den schönsten Frauen. Natürlichkeit, Freude und Intellekt sind eben more sexy als alles andere.

Alles in allem fand ich die Leute sehr nett, überrascht und offen. Teils durfte ich erstaunte Blicke in den Augen von Fleischessern erleben und wohlwollende Anerkennung für den Geschmack der Produkte entgegen nehmen. Klasse!

Bis 2014!

Und wieder im Lande

Nach einem ziemlich verregneten und kalten Bretagneurlaub sind wir einigermaßen froh wieder zu Hause angekommen zu sein. Wenn man schon das meiste in einer Region kennt, dann ist schlechtes Wetter echt übel. Da bleibt einem ja nichts ausser zu lesen, zu essen und zu trinken. Alles drei haben wir ausgiebig gemacht, was sich nicht gerade positiv auf mein Gewicht ausgewirkt hat. Aber hey, Urlaub in Frankreich kann nicht ohne Auswirkungen auf die Figur  zu Ende gehen, dann wäre was falsch gelaufen.

Ein wenig Brot, gutes Weißbrot mit etwas Öl, Bärlauchpesto und Kürbiskernmus bringt einen nach der langen Fahrt wieder auf Trab.

Wir haben dieses Jahr sehr viel leckeres Gemüse auf dem Speiseplan gehabt. Während die Panikmacher in Deutschland mit EHEC fette Kasse machten, haben wir uns Tomaten, Gurken und anderes Gemüse roh oder zubereitet schmecken lassen.

Etwas wirklich leckeres war eine Kreation aus jungen violetten Artischocken. Dazu den Artischocken 1/3 von oben abschneiden, die Blattspitzen rundum kappen und den Stiel am Bodenrand abschneiden. Nun in der Mitte halbieren und alle Schnittstellen gleich mit Zitronensaft einreiben.

Das Stroh mit einem Teelöffel herausstechen und auch hier gleich etwas Zitrone aufträufeln. Nun in einer feuerfesten Form auf die Blattseite legen und mit ordentlich Wein angießen. Dazu gut Olivenöl, Salz, Pfeffer und blaue Zwiebeln obenauf. Zum Schluß mit Rosmarin abdecken und so in den heißen Grill oder Backofen. Nach 20 Minuten etwas Wein nachgießen sofern dieser verdampft ist und nach weiteren 20 Minuten sollte die Flüssigkeit verdampft sein und die Artischocken braten im Olivenöl. Alle umdrehen und nochmals etwas Wein angießen und für weitere 20 Minuten im Grill / Backofen lassen. Sie sollten auf der Schnittseite leicht anbraten und fertig.

Mit etwas Vinaigrette oder einer Knoblauchmayonaise ein Gedicht!

Apropos Mayonaise. Wir hatten den Wagen mit allerlei veganem Futter beladen sowie mit Eiern von den uns bekannten Hühnern. Die Eier haben wir aufgebraucht, das vegane Futter blieb weitestgehend unangetastet dank den frischen Gemüsen, den wunderbaren Artischocken usw.

Naja, wir haben auch Käse gegessen und den ultimativen Test durchgeführt. Mir hat es die letzten fast 2 Jahre keine Ruhe gelassen und ich wollte unbedingt wissen wie das mit dem Fleisch so ist, schmeckt es wirklich, ekelt es mich oder wird etwas vollkommen unerwartetes geschehen, wenn ich ein Stück Fleisch esse.

Mit diesen Gedanken habe ich ein Stück eines Limousinrindes gekauft welches sein Leben im Freien, in Mutter/Kalb-Haltung verbringen durfte. Das war mir schon wichtig obgleich am Ende der Tod und Tonnen an Gülle übrig bleiben.

Ein Stück Entrecote erster Klasse. Perfekt abgehangen und auf dem Grill medium zubereitet. Ein Fleischfresser würde perfekt dazu sagen.

Der erste Biss war ungewohnt und gleichzeitig überraschend. ich kann nicht sagen das es nicht geschmeckt hat aber schon beim zweiten Bissen hat sich, neben dem Geschmack von Fleur de Sel, Pfeffer und Röstaromen, ein schaler Trangeschmack breit gemacht der, nach weiteren Bissen, nur noch Langeweile verbreitete.

Das kann nur die Gewohnheit gewesen sein, daß ich früher dachte „dies ist der ultimative Genuss“. Das ist er definitiv nicht und ich kann nur allen „Fleischliebhabern“ raten ihren Horizont zu öffnen und von ihrem schmalen Brett runter zu springen.

Allerdings hat mir dieser Versuch ein doch schlechtes Gewissen bereitet und es hat 2, 3 Tage gedauert bis ich die Erfahrung verdaut hatte. Ach übrigens, die Verdauung hat auf dieses Stück mit früher öfters bekannten, üblen Gerüchen reagiert, die ich seit nun fast 2 Jahren nicht vermisst habe.

Der zweite Versuch war Fisch. Es ist mir früher schon immer schwerer gefallen auf Fisch als auf Fleisch zu verzichten und so kam auch ein Stück Seeteufel auf den Grill.

Im Lauch gegrillt und mit einer hellen, altbewährten Soße (Noily Prat, Gräten, Gemüse usw.). Dazu Kartoffeln, ebenfalls vom Grill, sowie eine Aubergine.

Und was soll ich sagen, im Vergleich zum Entrecote hat der Fisch wirklich lecker geschmeckt. Obgleich die Soße den eigentlichen Fisch übertraf. Aber ohne Fisch keine solche Soße.

Dazu haben wir noch ein paar gegrillte Jakobsmuscheln versucht (kein Bild). Eine langweilige Geschichte die eigentlich ausser ihrer Exklusivität, da teuer, nichts zu bieten hat. Naja, so ist es eben vielfach, man denkt es müsste schmecken weil selten, teuer und ein paar geschmacklose „Gourmets“ leben vor wie langweilig man sein kulinarisches Leben gestalten kann. Auch den High-Class Champagner den wir dazu getrunken hatten hätte ich gerne durch einen einfachen Cremant von der Loire ersetzt.

Wahrscheinlich werden mich nun einige steinigen aber ich musste das versuchen um nun mit mir vollkommen im Klaren zu sein wie mein Weg ist und sein wird.

Eine ganz leckere Geschichte habe ich auf die Schnelle zubereitet indem ich, Olivenöl mit angedünstetem Knoblauch auf einem Brot verstichen habe, darauf ein wenig Reblochon verteilt habe und obenauf dicke gegrillte Gemüsescheiben (Zucchini, Aubergine, Tomate) gegeben habe. In den Backofen bis der Reblochon verlaufen ist. Geht garantiert auch mit No Muh Melty.

Einige Blätter Basilikum dazu und etwas roten Chicoré-Salat. Die rote Sorte ist kaum bitter und schmeckt eher süss und sehr lecker. Mal sehen ob ich den hier auch finde.

Noch etwas Öl, Salz und Pfeffer darüber und die zweite Brothälfte, eine Art französisches Fladenbrot von der schönen Bäckerin in Plouha, obendrauf.

Voilá, meine Frau war begeistert (vom Essen), ich auch (vom Essen und der schönen Bäckerin aus Plouha). So einfach, preiswert und definitiv ein megaleckeres Mahl.

Die Tarte!

Wenn man in Frankreich ist, ist eine, zwei oder mehrere Tartes Pflicht. Das klassische Teigrezept und eine Füllung aus Lauch, Spargel und diversen anderen Gemüsen. Tomatenscheiben obenauf und ab in den Backofen. Die Details kenne ich nicht mehr. Dazu einen Spargelsalat der, an einem der 3 schöneren Tage, so richtig gut passte.

Blanchierter Spargel, Tomate, Zwiebel, Avocado, Balsamico, Olivenöl und Parmesan.

Die gefüllten Champignons wurden mit einer selbstgemachten Auberginencreme (siehe Blog) gefüllt.

 

Fin en Ragout Fin

Ein Versuch der spontan entstand war meine vegetarische Ragout Fin Variante. Anstatt Fleisch kam hier kleingeschnittenes, angebratenes Seitan zum Einsatz. War ebenfalls sehr lecker auch wenn ich mich nicht mehr wirklich an das Rezept erinnere. Ich werde das bei Gelegenheit hier nachkochen und berichten. Es waren auf jeden Fall viele Champignons verarbeitet.

 

 

 

 

 

Die noch dampfende Artischocke gabs dazu mit einer Vinaigrette und obenauf einen Klecks Kräutercreme. Schöne Kombination, obgleich jedes für sich bereits mehr als satt machte.

Als Dessert gab es wieder etwas leckeres von der schönen Bäckerin aus Plouha:

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Nicht gesund, nicht vegan aber traumhaft lecker.

Ansonsten haben wir die Spaziergänge am Atlantik genossen und die Seele baumeln lassen. Ein paar Eindrücke der Landschaften, der Strände, der Stadt Morlaix….

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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VeggieWorld 2011

Nach der Messe ist vor der Messe oder wie? Die Veggie World ist noch nicht beendet und noch einen Tag lang bieten verschiedene Hersteller und Handelsunternehmen ihre Produkte feil. Das geht los beim klassischen Bio-Gemüse Abo über Saftpressen bis hin zu klassischem Convenience Food. Dazwischen ein paar Exoten die das Ganze ein wenig auflockern.

Alles in allem würde ich sagen – zu klein. Der weite Weg nach Wiesbaden war sicher nicht umsonst aber die Anzahl der Aussteller war nicht wirklich prickelnd. Doch Quantität soll ja bekanntlich nach der Qualität stehen und so haben wir uns auf die Besucher und Produkte konzentriert.

Man muss wissen, dass auf der parallel stattfindenden Paracelsus-Messe (eine Karte für beide Messen) vom Pendel bis hin zum Energiesparwunder für den meist gutgläubigen Rentner alles zu finden war. Neben einem Pyramidenstuhl der für Entspannung sorgen sollte, was aufgrund der Plexiglas-Sitzfläche doch wirklich schwer fiel, konnte man das Universum durch die Berührung eines Steins erfühlen. Naja, Glaube versetzt Berge und hier sicher den ein oder anderen Euro.

Interessant wer sich das Konzept ausdachte, diese beiden Messen zu kombinieren – denkt da jemand Vegetarier sind anfällig für esoterische Schnäppchen? Anscheinend ja. Aber auf jeden Fall hatten die Besucher beider Messen zu Mittag ordentlich Appetit und die Stände kamen kaum hinterher die hungrige Meute zu versorgen.

Erfrischend der kleine vegane Weinstand der Weine des Großhändlers Riegel.de aus Österreich zur Verkostung reichte. Vegan rulez und so probierte ich mich durch die Cote du Rhones, Corbiers und ein paar Spanier. Nicht schlecht, ein Blick zu Rieger empfiehlt sich definitiv wenn man auf der Suche nach veganem Wein ist. Keine Billigheimer (ab ca. € 5,-) aber durchaus lecker.  Weitere wirklich tolle Leckereien gab es auf den Ständen von Just-Natural sowie viele bekannte und leckere Produkte der Firma Vegusto. Auch die Oliven der Olivenmanufaktur Vita Verde waren zum Finger schlecken gut. Die Würste von Vegetalis haben mich erst durch ihr Äußeres, absolutes Fleisch Wurstoptik, abgeschreckt aber dann hatte ich doch probiert und geschmacklich recht lecker. Alles kann man natürlich nicht versuchen und so bleibt es wie immer – reine Geschmackssache.

Kritisch wurden einige Stände betrachtet die mit Slogans wie „Aus dem Besten der Milch“ warben die sie zumeist aus Massentierhaltungen beziehen. Seltsamer Weise war das Standpersonal wohl angemietet und hatte selbst irgendwie keine wirklichen Informationen über ihre Milchprodukte. Absicht? Genauso kritisch die Konzepte von Firmen wie Robin Food, welche schon allein durch ihren Namen das Gute vermitteln aber letztendlich nichts anderes machen, als Preise auf dem Biomarkt zu drücken unter dem Slogan „Bio für alle“. Sicherlich ist das alles uneigennützig und das Shop-Angebot der Webseite darf man erst nach Preisgabe seiner Registrierungsdaten einsehen. Tja, vegetarisch goes Industry und jeder will dabei ein wenig an uns mit verdienen.

Im Eingangsbereich ein riesiger Stand der „Glaubensgemeinschaft“ Universelles Leben mit Ihren ibi-Produkten die auch auf mindestens einem Stand im inneren der Messe auf ein zwar leckeres, aber mit 7,50 Euro doch happigem Sandwich mit ein wenig gebratenem Gemüse angeboten wurden. Naja der Winter war hart und die innere Religion muss ihre Heizöltanks wieder füllen. Das nächste Mal dann doch lieber einen Stand in der Wunderwelt der Paracelsusmesse?

Der Mix im Publikum war stark von der Paracelsusmesse geprägt und so war es nicht verwunderlich, dass uns eine bepelzte „Dame“ über den Weg lief (wie gewagt). Es waren in meiner dünnen  Jacke gefühlte 30 Grad aber hey, wer hat der hat. Ich habe ihren Auftritt nicht weiter verfolgt da mich der Vortrag „Warum die Brille  schlecht ist“ brennend interessierte. Nein im Ernst, eigentlich wollten wir kurz in die Vortragssaal reinschauen, der prall gefüllt war, aber sahen dann auf der Leinwand in großen Lettern geschrieben „Warum die Brille schlecht ist“. Ich nahm meine ab, blicke nichts sehend umher und sagte mir, so schlecht kann die nicht sein. Das hat uns dann nach Klangschalen und Wunderlippenstift irgendwie gereicht, das kostenlose Enthaarungsangebot war uns auch zu aufwendig und wir widmeten uns wieder der VeggieWorld.

So langsam, es war kurz nach Mittag, mischten sich dann auch die klassischen Veganer unters Publikum und die Blicke einzelner älterer Damen und Herren die mit ihrer € 1200,- Wasserfilteranlage in Richtung Rohkostkräcker schlenderten, waren durchaus verwundert .  Drängende Enge in den Gängen sind zu bemängeln. Dem mittleren Bereich hätte man gut einen Meter abnehmen können, ohne das es auf den Ständen zu eng geworden wäre. Aber eng kann ja auch schön sein. Übrigens waren erstaunlich viel, wirklich attraktive Frauen unter den Gästen der Messe. Vegetarisch wirkt eben doch!

Erstaunlich war die Zeit die man mit einer Gemüsepresse benötigt um ein Glas leckersten Gemüse/Obstsaft zu erhalten. Eine fünfköpfige Familie kann damit das Programm für den gesamten Vormittag  füllen, aber lecker . Einige Blicke die auf ein „Igitt“ oder „das geht ja gar nicht“ deuten lassen sah man selten, dafür aber immer an denselben Ständen die ich hier jetzt verständlicherweise nicht nennen werde.  Dafür war das Standpersonal, sofern man sie nicht auf Milch aus Massentierhaltung ansprach, sehr freundlich und mit Herz und Hirn dabei. Unser Weinverkoster, der sich selbst ein guter Gast war, ganz vorne an.

Alles in allem kann man die VeggieWorld auch 2012 sicher gerne wieder besuchen. Ein wenig größer wäre wünschenswert, aber wenn man zu schnell durch ist, dann empfiehlt sich Wiesbaden und seine Sehenswürdigkeiten oder ein durchaus amüsanter Besuch auf der Wundermesse nebenan. Und solltet ihr elektrotechnisch bewandert sein, dann lasst euch unbedingt das Prinzip des Energiesparchips erläutern, wer dabei nicht mindestens breit grinsen muss, der rennt schreiend davon.

Eine kleine Gourmetreise ins Elsass

Der Herbst ist die Zeit der Ernte. Ob nun auf dem Feld oder im Weinberg, eine sehr gute Zeit um siech die Tage mit ein wenig Genuss zu versüßen.

Wir sind für 3 Abende in das benachbarte Elsass gefahren um uns ein wenig kulinarisch verwöhnen zu lassen.

Die Ausblicke entlang der Route de vin ist einfach traumhaft um diese Jahreszeit. Die endlosen Weinberge und Felder verwandeln ihre Farbe und spiegeln sich in allen möglichen Farben des Herbstes. Überall sind die Winzer damit beschäftigt die Ernte einzufahren und die Weinberge sind bis auf wenige Spätlesen, Eisweine und Gewürztraminer bereits abgeerntet.

Das Hotel Le Mittelwihr in Mittelwihr zentral gelegen bietet eine gute Ausgangslage um die umliegenden Weingüter zu erlaufen und zu erleben. Der nahe Mandelberg, eine der Cru-Lagen des Elsass ist gleich um die Ecke und wir haben die Gelegenheit die Ausgangsprodukte sowie die zurückliegenden Jahrgänge zu kosten.

Der 2009er Jahrgang wird übrigens „exeptionel“ wenn wir den Winzern glauben schenken wollen – wir wollen!

Die bevorzugten Weine der Region sind der Riesling, Pinot gris, Gewürztraminer, Pinot blanc, Pinot Noir, Muscat, Sylvaner wie auch der Tokay.

Dazu kommet noch die Chardonnay Traube, die in der Herstellung des Cremant de Alsace Verwendung findet. Der Cremant ist ein Schaumwein der im Champagnerverfahren hergestellt wird und sich nicht hinter selbigem verstecken muss.

Das Hotel Le Mittelwihr bietet mit seinen 3 Sternen eine saubere und recht komfortable Übernachtungsmöglichkeit. Die Zimmer dürften ein wenig geräumiger sein sowie die Hellhörigkeit der Badezimmer kann von lustig bis ärgerlich empfunden werden. Das optionale Frühstück ist gut aber lediglich „französisch“ und damit den Mehrpreis nicht wert. In Ermangelung von Alternativen nimmt man es jedoch in Kauf.

Der erste Abend wurde vorab im Restaurant Le Chambard in Kaysersberg vorgebucht was sich als sinnvoll herausstellte. Das in der Gegend unter den Einheimischen als bestes Restaurant empfohlene Le Chambard war bis auf den letzten Tisch ausgebucht was nicht zuletzt an der enormen und eindrucksvollen Weinkarte lag.

Das Menü Découverte präsentierte sich dem Stern würdig. Wenn überhaupt dann gab es zwei Kritikpunkte. Alle Gänge waren sehr sparsam gewürzt was uns, die wir wenig Salz verwenden, verwundert hat. Auf Nachfrage erhielten wir eine Muskatreibe und ein Stück Himalayasalz welches man sich allerdings kaum traut zu verwenden da, über die Reibe gerieben, das Gerät einen Höllenlärm macht der alle Ohren und Augen auf sich zieht :-). Ein Schälchen Fleur de sel wäre hier dezenter und sicherlich genauso gut. Die mit Gewürztraminergelee überzogene Fois Gras an Ananasmousse konnte nicht überzeugen da sie zum Einen nicht ordentlich entnervt war und das Ananasmousse mit extremer Säure unangenehm hervorstach. Die restlichen Gänge des Menüs waren exeptionell wie der Franzose sagen würde.

Hervorheben muß man in jedem Fall den absolut perfekten Service. Gelassen, unaufdringlich aber 100% aufmerksam.

Die Weinkarte läßt keinen Wunsch oder zumindest keinen unserer Wünsche offen. Zum Aperitif einen Schaller Cremant Cuvee „S“, dann einen 1997er Cru Riesling des Weinguts Faller und danach ein Gedicht von Rotwein aus der Bourgogne

Nach dem Frühstück des zweiten Tages machten wir uns auf die Weine des Vorabends zu suchen. Der Cremant war sehr einfach zu finden da das Weingut Schaller sein Gebäude direkt gegenüber dem Hotel hat und wir von Frau Schaller sehr freundlich empfangen wurden. Ein wenig Aufklärung und Geschichten aus dem elsässischen Weinbau und den Wurzeln der Familie Schaller die bis ins 16. Jahrhundert nachgewiesen Weinbau betrieben haben, haben  uns Freude bereitet.

Ein kurzer Anruf im Restaurant und es war klar was uns am Vorabend leckeres ausgeschenkt wurde und wir probierten und kauften die Köstlichkeiten des Weinguts. Die Degustation im Weingut Faller kam leider nicht zustande. Vielleicht waren wir nicht schnieke genug gekleidet oder man hat es gar nicht mehr nötig. Aber das schöne an der Weinstraße im Elsass sind die 3 Winzer pro 5 Wohnhäuser und somit muss man sich nicht auf eine handvoll Winzer beschränken.

Der zweite Abend folgte einer Empfehlung aus einem Weingut und wir kamen ohne Reservierung im Restaurant Le Agenau blanc in Beblenheim unter.

Eher einfach ist dieses Restaurant eher auf den durchreisenden Touristen ausgerichtet, bietet aber eine vielversprechende Karte. Auch hier ging der Griff zum großen Menü und wurde mit einem Glas Cremant eingeläutet. Vielleicht ist es unfair nach einem Abend im Le Chambard hier zu urteilen aber die Speisen waren ordentlich. Lediglich der erste Gang, einem lieblos trapierten Salat mit Fois Gras, geräucherter Barbarie Ente, Lachs und einem sehr bitteren Quittengelee, hätte man sich komplett sparen können. In der Brühe der perfekt gegarten St. Jaques konnte man unschwer Glutamate schmecken und das Kalbsfilet war zu durch was die aufgelegte auf den Punkt gebratene Fois Gras wieder einigermaßen ausglich.

Eine Überraschung bereitete uns ein in Mirabellenbrand flambierter Münsterkäse mit einem korrespondierenden Gewürztraminer dazu. Nie hätten wir gedacht dass uns das schmecken würde aber wir wurden definitiv vom Gegenteil überzeugt.

Halber Preis = Viertel kulinarischer Genüsse. Ich denke die Formel trifft auf die ersten beiden Abende zu.

Das Restaurant des dritten Abends hatten wir ebenfalls vorgebucht. Den Stern erst relativ frisch, liegt das Le table du Gourmet von Jean Luc Brendel im Herzen von Riquewihr, einer der ältesten Städte Frankreichs. Doch zuvor noch schnell einen Abstecher in das Weingut Willy Wurtz der uns ebenfalls empfohlen wurde. Im Weinkeller sitzend und der „Musik“ der Weinfässer lauschend durften wir die Weine des Weinguts Wurtz kosten und waren recht begeistert von den Cuvés sowie dem 2007er Cru Riesling. Eingepackt und voller Vorfreude ab ins Le table du Gourmet.

Die Inneneinrichtung ist gewaltig. Tiefes rot und schwarzes Gebälk tauscht sich mit Bildern verschiedener Künstlern die voll unseren Geschmack trafen. Wir wurden zu unserem Tisch geführt und kamen aus dem Staunen und Wohlfühlen kaum mehr heraus.

Die Entscheidung fiel auf das Wintermenü das so ausgefallen schien, dass wir Schwierigkeiten hatten die Gänge zu entziffern

AMUSES BOUCHE

BÂTON DE FOIE GRAS DE CANARD D’ALSACE POP CORN D’AMARANTHE, GEL MIRABELLE

TAGINE DE POTIRON AUX CHATAÎGNES, ECUME CACAO SUR CREVETTE CROQUANTE
ST JACQUES RÔTIE  SUR  MÉLANGE DU TRAPPEUR, JUS DE POMME VERTE ET NOIX EN PAPILLOTTE,
FAUX NOUGAT DE FRUIT SEC

VAPEUR DE BAR «TERRE MER » ALGUES, LEGUMES DE MON JARDIN, COQUILLAGES FUMÉES, MOUSSE PARMESAN

FAON DE DAIM OU CHEVREUIL, DES CHASSES D’ALSACE AUX EPICES CHAUDES MOSAIQUE DE FRUITS D’AUTOMNE, POLENTA DE GIROLLE

CRÈME DE CÈPE SUR PÂTE DE FRUIT CITROUILLE ET MERINGUE, AIR DE CHOCOLAT

AIR DE MARC DE GEWURZTRAMINER SUR GLACE LIME ET SPIRULINE, FILAMENTS DE CACAHUÈTE

Man erkennt, hier ist ein Kreativer am Werk und das wurde definitiv bestätigt. Exzellente Küche meisterhaft präsentiert hat uns den Abend begleitet. Doch auch hier ein kleiner Ausrutscher der Küche. Der Barsch und die Algen hätten harmoniert wenn die Menge der Algen drastisch reduziert wäre. So war der Fischgang spannend aber leider gar nicht lecker. Die Gesichter weiterer Gäste die diesen Gang gegessen hatten bestätigten unser Empfinden.

Aber die restlichen Gänge waren wirklich phantastisch. Kreativ, geschmackvoll, spannend und die Anreise allemal wert.

Eine ganz große Rüge aber für den schlechtesten Service der drei Abende. Wo die Servicechefin ihren Job exzellent beherrschte und stets bemüht war, herrschte um sie herum das reine Chaos. Die Somelier war plötzlich verschwunden, leider erst nach ihrer absolut unpassenden Weinempfehlung. Der letzte Gang wurde inmitten des vorletzten Gangs serviert und wir dachten erst – „wollen die uns hier raushaben?“. Eine der Servicekräfte hatte offensichtlich keine Lust und neben ihrer offensichtlichen Arroganz lieferte sie einen Service ab den ich im einfachsten Sportheim-Restaurant noch nicht schlechter erlebt habe.

Definitiv hier keinen Stern von uns für das Le table du gourmet. Sehr sehr schade da das Restaurant das beste Ambiente sowie eine kreative und sehr leckere Küche bietet.

Nach diesem eher enttäuschenden Abend fällt die Heimfahrt nicht schwer zumal der Regen einsetzte und er Kofferraum voll Weinkisten kaum mehr Platz für weitere Stationen ließ. Eine noch an der wir nur schwer vorbeikommen. Arthur Metz in Marlenheim. Zwei Kisten Cremat Prestige Brut eingepackt und dann war dort ja noch das Weinlesefest das tausende Besucher aus der Region angelockt hat.

Das Elsass – auf jeden Fall mehr als eine Reise wert.

Le Table Du Gourmet

Le Chambard

Le Agneau blanc, 3 rue Hoen,68980 Beblenheim

Hotel Le Mittelwihr

Weingut Schaller

Weingut Willy Wurtz

Lifestyle Messe

Es war einiges geboten in den neuen Hallen der Messe Stuttgart. Neben den Messen „wellviva“, „Antiquitäten, Design, Raum“, „Haus, Holz, Energie“, „der Internationalen Mineralien- und Fossilienbörse“ haben uns hauptsächlich die Messe „Garten“ sowie die Slow Food Messe „Markt des guten Geschmacks“ interessiert.

Immer auf der Suche nach neuen,, hat LeckerGrillen.NET die Angebote der grillorientierten Aussteller sowie die kulinarischen Highlights der Messen gesucht und gefunden.

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Was gibt es neues in Sachen Grill?

Es waren wenige ausschließlich grillorientierte Anbieter zu finden, dafür erfreuten uns das Angebot der wenigen Aussteller umso mehr.Allen voran „Der Jendrass“ Garten- und Freizeitmöbelwelt mit einer schönen Ausstellung rund um Grillen und Garten. Griller kennen vor allem die „andere Seite“ der Firma Jendras – den Barbequer Grillshop. Ein schöner, großzügiger Stand mit viel blitzender und glänzender Hardware und leckerem Zubehör.

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Ein echtes Highlight war die Ausstellung von Michael Kupka – Die Gartenagentur aus Waiblingen. Neben Grandhall und anderen Grills wurden Garten-Grillobjekte der besonderen Art ausgestellt.

http://www.kupka-gartenagentur.de

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Das wars dann aber auch schon wenn es um Grill-Hardware geht. LeckerGrillen.NET macht sich auf den Weg in Halle 3 um den Genüssen der Slow Food Messe „ Markt des guten Geschmacks“ zu erliegen.

Vorneweg, es waren Köstlichkeiten aus allen Herren Länder vertreten. Erlesene Weine aus den Weinbaugebieten Deutschlands, Italien und Frankreich. Ein großes Angebot an Bio-Produkten rund um den Käse und das Fleisch. LeckerGrillen.Net will hier unsere persönlichen Highlights vorstellen:

Wwas wäre des Deutschen Bratwurst ohne einen vorzüglichen Senf? Die Historische Senfmühle Monschau stellte aus und wir probierten uns durch eine wahre Vielzahl an hervorragenden Senfvariationen. Die LeckerGrillen.Net Empfehlung ist der Chilli sowie der Wildkräuter mit Bärlauch-Senf. Wenns um die Wurst geht (und viele andere Dinge) sind die Kreationen von Ruth und Guido Breuer sicher ganz oben auf der Liste

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www.senfmuehle.de

Weiter ging es und das Laufen machte mächtigen Durst. Den löschten wir am Stand der „Freien Brauer“.

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Die Freien Brauer sind ein Zusammenschluss von 36 führenden Privatbrauereien in Deutschland, Österreich und den Niederlanden, die konzerunabhängig und seit Generationen in Familienbesitz sind. Sie alle eint ihr Empfinden für Qualität und ihr Verantwortungsbewusstsein gegenüber den Menschen in ihrer Region. Ziel der Freien Brauer ist es, mit ihren herkunftstypischen Bieren die traditionelle Braukunst, die unverwechselbare Bierkultur und die Vielfalt regionaler Spezialitäten zu bewahren, die den deutschen Biermarkt so einzigartig machen.

Wir konnten uns von der Qualität der Biere überzeugen. Braukunst aus Tradition.

Die 5. Braugeneration der Brauerei Riegele, Sebastian Priller schenkte aus dem Holzfass aus. Eine Hommage an die Zeit in der Bier noch in Eichenfässern gelagert wurde. Es war ein besonderer Genuss und ganz klar unser Bier-Highlight der Messe.

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www.riegele.de

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Im Namen der Kartoffel!

Erst haben wir erstaunt geschaut als wir den Kartoffelstand auf der Messe entdeckten. Aber „Tartuffli´s“ ist sicher kein normaler Stand wie wir ihn von den Märkten kenne. „Tartuffli´s“ Inhaber Peter Glandien bietet eine bunte Auswahl von Kartoffelspezialitäten an die man sich auch nach Hause schicken lassen kann. Kartoffeln zum Grillen – eine hervorragende Beilage oder Hauptgericht. Man kann sie sich auch nach Hause schicken lassen -Lecker!

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Hier ein einfaches aber spektakuläres amuse-bouche als Rezept von Eric Frechon/Paris:

Vitelotte Chips mit Mimolette

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Zubereitungszeit: 35-45 Minuten

Zutaten für 4 Personen

250 g Vitelotte/Trüffelkartoffel

60 g Alter Mimolette

3 l Erdnussöl

Zubereitung:

1. Die Vitelotte ungeschält in etwa 4 mm dicke Scheiben schneiden

2. Die Kartoffelscheiben etwa 7 Minuten in Salzwasser wässern

3. Die Chips trockentupfen, bei 160°c frittieren, anschließend auf einem Backblech ausbreiten, mit

Stücken von altem Mimolette – einem holländischen Käse bestreuen und bei 180°c zwei Minuten backen

4. Kleine Stückchen alten Mimolette in eine Eiscoupe oder Glasschale geben, darauf die Chips häufen und – genießen.

Ein Blick unter http://www.erlesene-kartoffeln.de ist Pflicht.

Mit heißen Füssen einem leckeren Raclette und einem Glas vorzüglichem französischem Rotwein ließen wir den Besuch der Messe ausklingen.

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Ein Besuch der Messe lohnt sich in jedem Fall. Sie geht noch bis einschließlich dem 6. April 2008 und auch wir werden uns wieder auf den Weg machen. Im Namen des guten Geschmacks!

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Weitere interessante und von LeckerGrillen.Net getestete Produkte von Ausstellern der Messen Slow Food und Garten:

www.welshblack.de – Welsh Black Fleischrinder

www.feinkost-transsylvania.de – Rauchig deftige vegetarische Spezialitäten

www.purargane.de – Das Amelou Feinschmeckermus ist ein Hit [LeckerGrillen.NET Meinung]

www.albbueffel.de – Bioland-Produkte aus dem Schwäbischen Albbüffel

www.albkaes.de – Bioland-Käse von der Schwäbischen Alb