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Veggie Sauerbraten

Es gibt ein paar Gerüche die ich aus meinen früheren Fleischzeiten noch sehr präsent in der Nase habe. Ganz vorne mit dabei ist der Sauerbraten. Das Aroma der vom Wein und Gemüse geprägten Soße ist unverwechselbar und braucht definitiv kein Fleisch um exakt so zu riechen und zu schmecken wie ich es seit langem gewohnt war.

Ich habe den Sauerbraten selber aus Seitan zubereitet. Seitan aus Seitan Fix von Vantastic Foods das es in Kiloportionen zu kaufen gibt und die Herstellung von Seitan zum Kinderspiel macht. Dies war mein erster Versuch und das Ergebnis war solala. Die Konsistenz etwas zu sehr in Richtung Gummi und die Würzung war zu mild wodurch sich der Seitan-Eigengeschmack zu sehr in den Vordergrund gestellt hat. Aber beides Eigenschaften die man locker abstellen kann. Weniger Flüssigkeit in den Teig und länger kneten damit das Gummi verschwindet und mehr Würze zufügen. Vor allem braucht Seitan eine große Menge Salz – er frist es quasi.

Den Seitan habe ich im Teig auf Western Style gewürzt und mit einem klassischen Rub eingerieben, mit Rosmarin bestückt und mit Olivenöl in ein Vakuum gepackt. Das ganze dann in die Wärmeschublade und bei 80 Grad gut 2.5 Stunden „garen“ lassen.

Dann abkühlen lassen und 1 Nacht im Kühlschrank ruhen lassen. Ausgepackt und das Öl leicht abgetupft.

Nun ist das anbraten von Seitan ja nicht wirklich möglich da Seitan sofort anlegt. Also habe ich Zwiebeln in einem Top gedünstet, das Stück Seitan zugegeben und gleich mit 1/2 Liter Rotwein abgelöscht. Etwas Karotte, Lauch und Kartoffel dazu und für 1 Stunde bei 200 Grad in den Backofen.

Die Flüssigkeit habe ich abgesiebt und mit ein paar wenigen Stücken Karotte und Kartoffel püriert. Einen Schuß Balsamico dazu, Pfeffer und Salz sowie einen guten TL Zuckerrohrmelasse und Zuckerkulör. Dann kurz vor dem Servieren mit 3 EL Sojacuisine verfeinert und mit dem Schneebesen ordentlich aufgeschlagen. Würde glatt als Schokoladensoße durchgehen.

Der „Seitanbraten“ wurde aufgeschnitten und die Stücke in der Pfanne kurz geschwenkt. Ein parallel bereiteter Gemüsereis aus Paprika, Auberginen, Lauch, Zucchini, Zwiebel, Tomate und Risottoreis  gabs dazu.

Und wie hat das geschmeckt?

Der Gemüsereis war köstlich, die Soße der Hit – 100% Sauerbratensoße. Der Seitanbraten – naja – da muß ich noch viel üben oder einsehen das Seitan seine Grenzen hat. Zum Vergleich habe ich ein Bratenstück von Vantastic Foods („Rindersteak“) in die Pfanne geworfen und mit der Sauerbratensoße gegessen. Definitiv lecker und um Klassen besser als mein Seitanrezept.

Ich werde aber in jedem Fall weitere Seitan-Versuche unternehmen.

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